Dipperz - Die feline infektiöse Peritonitis, kurz FIP, war lange Zeit praktisch ein Todesurteil. Ein Medikament gibt Katzen inzwischen endlich eine Chance. So auch dem kleinen Besen, der tapfer um sein Leben kämpft - und das nicht allein.
Die Behandlung schlägt an, die Fortschritte sind trotz so mancher Rückschläge, die Sorgen und schlaflose Nächte mit sich bringen, erfreulich. Es sieht so aus, als werde er den Kampf gewinnen, berichtet Tierschützerin Anke Hofmann TAG24.
Der hilflose Kater war mit sechs (!) weiteren Katzen in einem Karton ausgesetzt aufgefunden worden, herzlos entsorgt wie Müll. Alle befanden sich in einem dramatischen Zustand, wobei es Besen zweifelsohne am härtesten erwischt hatte. Seine FIP-Diagnose war für alle ein schwerer Schock.
Am Dienstag sei er fertig mit der langwierigen und kostenintensiven Therapie. Es sind Momente wie diese, für die Hofmann sowie ihre Mitstreiter bereit sind, alles Menschenmögliche zu unternehmen.
Für die Vorsitzende des Vereins "Babyklappe für Hilfe suchende und verwaiste Welpen und Kitten e.V." ist es eine tiefgreifende Herzensangelegenheit, Tieren wie dem Kämpferchen zu helfen. Was viele nicht sehen: Auch Helfer brauchen manchmal Hilfe.
"Wenn jetzt nichts passiert, stehen wir wirklich vor dem Aus", sagt Hofmann im Gespräch. Der endlose erscheinende Strom an Rechnungen für die kleinen Patienten reiße schlichtweg nicht ab, zumal immer neue Notfälle hinzukämen.
Wasser steht bis zum Hals! Wenn Helfer selbst Hilfe brauchen
Nachvollziehbar, kann wohl jeder Haustierbesitzer sicherlich selbst ein Liedchen davon singen, wie teuer Tierarztrechnungen sein können - auch ohne die Notfälle, um die sich der Verein aus dem osthessischen Dipperz tagein, tagaus kümmert.
Zu allem Überfluss verfügen die Tierfreunde derzeit nicht einmal über ein funktionsfähiges Auto, da inzwischen auch das ersatzweise genutzte Fahrzeug von Hofmann ausgefallen ist. Eine für die Helfer niederschmetternde Lage, Tiere können im Notfall nicht schnellstmöglich zum Arzt gebracht werden.
Das Wasser steht Hofmann und Co. praktisch bis zum Hals. Der Gedanke, dass in akuten Situationen nicht mehr die Medizin entscheide, "sondern ob wir überhaupt losfahren können", sei für sie kaum auszuhalten. Der Ausblick ist düster: "Wir brauchen dringend Unterstützung für ein zuverlässiges Auto und laufende Tierarztkosten, sonst stehen wir still."
Wer dem Verein unter die Arme greifen möchte, kann dies unter anderem mit Spenden via PayPal oder an das Konto des "Babyklappe für Hilfe suchende und verwaiste Welpen und Kitten e.V." unter der IBAN DE75 5306 2350 0000 0738 65 tun.
Wenn Ihr Fragen habt, wie Ihr helfen könnt, steht Hofmann Euch unter der Rufnummer 015206925144, per WhatsApp (identisch) oder via E-Mail zur Verfügung. Weitere Informationen erhaltet Ihr außerdem auf der Webseite des Vereins.