Nur noch der Kopf schaute heraus: Pferderettung wird zum Kampf um Leben und Tod

Egelsbach - Das ging gerade nochmal gut! Am gestrigen Samstagabend befreite die Feuerwehr in Südhessen ein in eine Güllegrube gestürztes Pferd. Wenn auch erfolgreich, gestaltete sich die Rettung jedoch als wahrer Wettlauf gegen die Zeit.

Rund 90 Zentimeter tief hatte sich das Tier bereits in die Güllegrube gegraben.
Rund 90 Zentimeter tief hatte sich das Tier bereits in die Güllegrube gegraben.  © 5VISION.NEWS

Über den genauen Ablauf der Geschehnisse informierte Gemeindebrandinspektor Christian Klöppel von der Feuerwehr in Egelsbach (Kreis Offenbach). Demnach seien die Retter gegen 19.55 Uhr zu einem Bauernhof gerufen worden, wo sich das braune Ross bereits tief in den Schlamassel gegraben hatte.

So habe beim Eintreffen der Feuerwehrleute schon lediglich nur noch der Kopf des Tieres aus der Güllegrube geschaut. Zudem sei das Pferd über alle Maßen panisch gewesen, was die Situation lediglich verschärfte. Somit hatte es zunächst oberste Priorität, das hilflose Tier nicht weiter zu beunruhigen.

Die notwendige Ruhe sollte unter anderem dadurch vermittelt werden, dass nur ein Teil der Einsatzstelle ausgeleuchtet wurde. Darüber hinaus beteiligten sich auch speziell für die Rettung größerer Tiere ausgebildete Kräfte des Rettungsdienstes an der Bergung.

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Letzten Endes kristallisierte sich jedoch heraus, dass das mittlerweile in etwa 90 Zentimeter Tiefe feststeckende Pferd lediglich mit einem Kran aus der Güllegrube befreit werden könnte. Hierfür erfolgte zunächst eine Sicherung mithilfe von Schläuchen, für die die Brandmeister zunächst selbst in die Grube steigen mussten.

Nach rund zwei Stunden des Hoffens und Bangens von insgesamt 40 Einsatzkräften war die tierische Rettung schließlich erfolgreich.

Warmer Tee für die Retter, Infusion für das Tier: Kran und viel Einfühlungsvermögen bringen Erfolg

Dank eines Krans gelang die schwierige Tierrettung schließlich. Außer einer Unterkühlung kam das Pferd wohl mit dem Schrecken davon.
Dank eines Krans gelang die schwierige Tierrettung schließlich. Außer einer Unterkühlung kam das Pferd wohl mit dem Schrecken davon.  © 5VISION.NEWS

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt war das gerettete Tier deutlich unterkühlt, hatte die Aktion darüber hinaus aber scheinbar unversehrt überstanden. Während eine Infusion die Nachwehen der vorangegangenen Stunden lindern sollte, gab es für die Helden des Abends heißen Tee zum Aufwärmen.

Warum das Tier in die missliche Situation gelangt war, blieb jedoch unbekannt.

Titelfoto: 5VISION.NEWS

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