Paar versteckt Affenbabys in Unterwäsche: Ein Tier stirbt bei grausamem Schmuggelversuch

Cartagena (Kolumbien) - Unfassbarer Fall von Tierquälerei in Kolumbien: Ein junges Paar soll versucht haben, mehrere lebende Affen in seiner Unterwäsche außer Landes zu schmuggeln. Für eines der Tiere endete die grausame Aktion tödlich.

Die Polizei stoppte das Paar kurz vor dem Abflug in die Dominikanische Republik, dabei entdeckten sie die Affenbabys.  © Screenshot/X/@PoliciaCtagena

Die beiden Verdächtigen - eine 27-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann - wurden am Rafael-Núñez-Flughafen in Cartagena bei einer Routinekontrolle gestoppt, wie The Sun berichtet.

Polizisten machten dabei eine schockierende Entdeckung: Drei kleine Primaten waren mit Stoffbändern direkt an den Körpern der Schmuggler befestigt.

Besonders tragisch: Ein Brüllaffen-Baby überlebte den Transport nicht und soll in der engen Kleidung erstickt sein.

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Zwei Weißstirn-Kapuzineraffen konnten lebend gerettet werden, befanden sich jedoch laut Mitteilung der Behörden in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Die kleinen Affen litten unter schwerer Dehydrierung und extremer Unterernährung. Nach ihrer Rettung mussten sie sofort per Infusion mit Flüssigkeit versorgt werden.

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Den Schmugglern droht jetzt eine harte Strafe

Die geretteten Affenbabys werden jetzt in einem Wildtierzentrum rund um die Uhr versorgt und aufgepäppelt.  © EPA Cartagena

Nach Angaben der Ermittler sind exotische Primaten auf dem Schwarzmarkt extrem begehrt. Der geschätzte Verkaufswert der geschmuggelten Tiere soll umgerechnet mehr als eine Million Euro betragen haben.

Dem Paar drohen nun harte Konsequenzen. Ihnen werden illegaler Wildtierhandel sowie die Ausbeutung natürlicher Ressourcen vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung könnten bis zu elf Jahre Gefängnis auf sie zukommen.

Die beiden überlebenden Affen werden jedoch vermutlich noch mehrere Monate in einem Wildtierzentrum bleiben, bevor sie möglicherweise wieder ausgewildert werden können.

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Inzwischen werden die Tiere rund um die Uhr überwacht und alle drei Stunden gefüttert.

Experten warnen seit Jahren vor dem boomenden Handel mit exotischen Tieren, bei dem besonders Jungtiere oft unter grausamen Bedingungen transportiert werden.

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