Main-Kinzig-Kreis/Brachttal - Schlängelt sich eine Königspython frei durch das südosthessische Brachttal? Eine Frau fand am Dienstag auf ihrem Grundstück im Ortsteil Hellstein eine große Schlangenhaut und alarmierte die Polizei.
Die Zeugin hatte die exotisch anmutende Haut am Nachmittag auf einem Holzstapel gefunden, wie das Polizeipräsidium Südosthessen am Mittwoch mitteilte.
Eine Streifenwagenbesatzung war rasch vor Ort. Den Beamten kam die Haut "aufgrund der Größe und der auffälligen Musterung" ebenfalls verdächtig vor. Sie kamen daher zu der "Annahme, dass diese nicht von einer heimischen Schlangenart stammen könnte", wie ein Sprecher erklärte.
Bei ihren Nachforschungen stießen die Beamten dann auf einen Nachbarn der Frau. Dieser gab entsprechend an, dass er inzwischen bereits seit rund einem Monat eine Königspython vermisse.
Der Mann erklärte, "dass die Schlange aus ihrem Terrarium entkommen und anschließend durch ein geöffnetes Badezimmer-Fenster ins Freie gelangt sei", hieß es weiter.
Die Polizisten suchten in der Folge die nähere Umgebung nach dem Reptil ab, jedoch ohne Erfolg.
Königspython in Brachttal-Hellstein? Polizei bittet Bürger um Aufmerksamkeit
Das Polizeipräsidium Südosthessen bittet die Anwohner in Brachttal-Hellstein um Aufmerksamkeit: Wer eine "größere Schlange" bemerke oder Hinweise zu dem Aufenthaltsort des Tiers geben kann, der soll sich bitte unter der Telefonnummer 06980980 melden.
"Sollte das Tier entdeckt werden, wird darum gebeten, Abstand zu halten und nicht zu versuchen, die Schlange selbst einzufangen", warnte der Sprecher zum Abschluss.
Königspythons stammen ursprünglich aus den tropischen Regionen West- und Zentralafrikas. Es handelt sich um ungiftige Würgeschlangen, die eine Länge von etwa zwei Metern erreichen können. Diese kleinste Art in der Gattung der "Eigentlichen Pythons" wird häufig als Haustier gehalten.
Die Schlangen gelten als sehr scheu und greifen Menschen in der Regel nicht an.