Tierärztin Jenna Wallace warnt: Neue Spezialisten haben schon Wale auf dem Gewissen

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Insel Poel - Jetzt wird es schmutzig! Eigentlich soll der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal "Timmy" gerettet werden, doch mittlerweile bekriegen sich die Experten gegenseitig. Nun hat die abgereiste Tierärztin Jenna Wallace vor dem neuen Spezialisten-Team gewarnt.

Die abgereiste Tierärztin Jenna Wallace hat schwere Vorwürfe gegen die neu eingesetzten Spezialisten bei der Rettung des gestrandeten Buckelwales "Timmy" erhoben.
Die abgereiste Tierärztin Jenna Wallace hat schwere Vorwürfe gegen die neu eingesetzten Spezialisten bei der Rettung des gestrandeten Buckelwales "Timmy" erhoben.  © Fotomontage: Philip Dulian/dpa, Screenshot/Instagram/drjennawallace

Walter Gunz (80), MediaMarkt-Mitgründer und Geldgeber der privaten Rettungsinitiative, lässt nichts unversucht, um Timmy zu retten. Nach der Kritik am Fehlen von Fachkräften soll der 80-Jährige drei internationale Spezialisten eingeladen haben. Sie sollen noch im Laufe des Donnerstags eintreffen.

Bei den drei Experten soll es sich um Jeffrey Foster, Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth handeln, deren Einsatz über das "Whale Sanctuary Project" und den kanadischen Meeresbiologen Charles Vinick organisiert wird.

Das Trio soll seine Erfahrung aus früheren Rettungsaktionen, wie etwa dem "Free Willy"-Orca "Keiko", einbringen und Timmy nicht nur vor Ort, sondern auch auf dem möglichen Weg in Richtung Atlantik begleiten.

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Der Einsatz der Experten löste allerdings bei der abgereisten Tierärztin Wallace Entsetzen aus. In einem Facebook-Beitrag vom Donnerstagmorgen warnte sie: "Bitte informiert euch alle über Charles Vinick und das Whale Sanctuary Project. Sagt Gunz NEIN!"

In ihrer Kritik erhob die Ärztin zudem schwere Vorwürfe: "Seine Organisation hat in zehn Jahren Millionen eingenommen und hat KEIN Schutzgebiet, KEINE Wale. Sie wollen nur Aufmerksamkeit und Spenden!"

Laut Wallace haben Vinicks keinerlei Qualifikation, um an der Rettung teilzunehmen. "Er ist KEIN Arzt und KEIN Meeresbiologe", machte sie deutlich und wies auf seine Bilanz hin. "Charles Vinick hat Toki (Lolita) […] getötet, und er hat auch Keiko getötet!"

In ihrem abschließenden Appell richtete sie sich an die Öffentlichkeit: "Bitte Deutschland, erhebt euch und sagt Gunz, dass er Nein sagen soll zum Whale Sanctuary Project!" Unklar ist bislang noch, wie Gunz selbst zu den erhobenen Vorwürfen steht.

Wal-Experten belasten sich gegenseitig schwer

Wallace und Umweltschützer Sergio Bambarén (65) beschuldigen sich gegenseitig.
Wallace und Umweltschützer Sergio Bambarén (65) beschuldigen sich gegenseitig.  © Fotomontage: Instagram/dr.jennawallace, Instagram/sergio_bambaren

Wallace hatte unmittelbar nach ihrer Abreise bereits den Umweltschützer Sergio Bambarén (65) kritisiert. "Dreimal hatte ich das Gefühl, dass Sergio die gesamte Rettungsaktion aufs Spiel gesetzt hat", verdeutlichte die Wal-Expertin und erklärte, dass Bambarén Anweisungen einfach ignorierte.

Der ließ sich die Vorwürfe aber nicht gefallen und konterte. Laut ihm sei Wallace nur auf dem Boot und nicht einmal im Wasser gewesen, zudem habe sie aufgrund ihres Jetlags "den ganzen Tag nur geschlafen", erhob er schwere Vorwürfe. Bambarén machte Wallace auch dafür verantwortlich, dass "Timmy" am Montag erneut gestrandet sei, indem die Ärztin beinahe eine Kollision verursacht habe.

Das letzte Wort ist hier wohl noch nicht gesprochen – und das, obwohl es eigentlich nur um das Wohl des Buckelwales gehen sollte.

Titelfoto: Fotomontage: Philip Dulian/dpa, Screenshot/Instagram/drjennawallace

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