"Hätte die Silvesternacht nicht überlebt": Blinder Kater Piccolo kämpft sich ins Leben zurück
Leipzig/Torgau - Der Leipziger Verein "Heldenhaftes Ehrenamt e.V." hat eine Mission: ehrenamtliches Engagement sichtbar machen und ehrenamtlich Tätige würdigen. In regelmäßigen Abständen stellt er daher bei YouTube Menschen und Vereine vor, die Besonderes leisten.
In der neuesten Folge besuchen die Verantwortlichen die Tierhilfe Torgau. "Tierschützerin durch und durch" ist nicht nur Gründerin Kristin Engel, sondern auch alle ihre 140 Mitglieder.
Oberste Priorität des Vereins hat der Katzenschutz, den Kristin in Deutschland als sehr schlecht bezeichnet. "Wir finden ganz viele kranke, verletzte Tiere und es könnte so einfach sein mit einer Katzenschutzverordnung, mit einer Kastrationspflicht für Katzen. Da kämpfen wir gerade sehr, dass das Leid wenigstens reduziert wird."
Bestes und auch aktuelles Beispiel: der kleine Kater Piccolo, der kurz vor Silvester 2025 gefunden wurde. "Er hatte keine Augen und hätte die Silvesternacht nicht überlebt."
Hätte man die Samtpfote nur wenige Stunden später gefunden, wäre es sehr wahrscheinlich zu spät gewesen. Zeitweise stand die Chance, dass der kleine Kater es schafft, nur fifty-fifty. Aber er hat nie aufgegeben.
Dass Piccolo blind ist, merke man ihm nicht an. Er "ist ein Kater voller Lebensfreude und wir hoffen, dass er bald ein wunderschönes Zuhause findet. Das wäre für uns das größte Happy End", so Kristin.
Es wird immer Unterstützung gebraucht: So könnt auch Ihr helfen
Das Problem sei auch, dass viele Menschen vor dem Elend der Tiere die Augen verschließen. Deshalb habe es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, ihnen "eine zweite Chance zu geben".
Unter den Ehrenamtlichen ist auch Christine Busch, die sich unter anderem als Pflegestelle und Katzenbetreuerin aufopfert - und sich dabei unsterblich verliebt hat. Nicht in einen Mann, sondern in Kätzchen Luna, die inzwischen bei ihr lebt und zu einer regelrechten Schmusekatze geworden sei.
Die Pflegestellen koordiniert dabei Arne Schultze, der sich außerdem um die IT kümmert. In so vielen Bereichen wird Hilfe gebraucht, dazu muss man nicht unbedingt selbst ein Tier aufnehmen.
Wer helfen will, kann die Tiere vor Ort versorgen oder auch mal eine verletzte Katze abholen, wenn eine entsprechende Meldung hereinkommt. "Jede Unterstützung hilft", betont Kristin.
"Ich wünsche mir einfach, dass alle Katzen, die in ihrem bisherigen Leben kein Glück hatten, ein tolles Zuhause finden. Dass sie die Erfahrung machen geliebt zu werden, nicht kämpfen zu müssen um Liebe, Futter, Zuneigung, sondern dass diese Tiere einfach ein glückliches Leben führen", so Christine.
Solltet Ihr Pflegestelle für verwaiste Katzen werden oder anderweitig helfen wollen, meldet Euch bei der Tierhilfe Torgau.
Titelfoto: Screenshot/Instagram/tierhilfetorgau

