Was ist dieser Seele zugestoßen? Hund kommt extrem vernarbt ins Tierheim
Baytown (Texas/USA) - Was dieser Hund in seinem Leben bereits alles durchmachen musste, möchte man sich kaum vorstellen: In der texanischen Großstadt Baytown retteten Tierschützer vor wenigen Stunden eine extrem abgemagerte und mit Narben übersäte Dogge von der Straße. Ihr gesundheitlicher Zustand war zunächst sehr kritisch.
"Manche Hunde landen in Tierheimen, weil sie geliebt wurden und verloren gegangen sind. Und dann gibt es Hunde wie Stallion – diejenigen, deren Körper leise die Geschichte erzählen, bevor sie überhaupt die Chance dazu bekommen", betonte das zuständige Pflegeteam "Save Rocky the Great Dane Rescue and Rehab Srgdrr" auf Facebook.
Nachdem der schwarze Rüde in der Auffangstation angekommen war, konnten die Mitarbeiter ihren Augen kaum trauen. Der auf vier Jahre geschätzte Vierbeiner wies neben einigen offenen Verletzungen auch unzählige Kampfwunden auf. Wie es zu den Verletzungen kam, ist bislang ungewiss.
"Die Mitarbeiter des Tierheims glauben, dass er wahrscheinlich schon seit geraumer Zeit auf der Straße gelebt hat", hieß es weiter. Im Zuge der medizinischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass Stallion nur 46 Kilogramm auf die Waage brachte.
Zum Vergleich: Ausgewachsene männliche Doggen wiegen im Durchschnitt zwischen 64 und 79 Kilogramm. Dass der Rüde eine solche extreme Unterernährung überleben konnte, grenzt fast an ein Wunder.
"Im Moment geht es Stallion gesundheitlich nicht gut", erklärte das Tierheim. Derzeit kämpfe die vierjährige Fellnase vor allem mit Durchfall und völliger Erschöpfung.
Stallion sucht nach der turbulenten Zeit ein liebevolles Zuhause
Nach seiner turbulenten Zeit auf der Straße sucht Stallion nun ein liebevolles Zuhause. Die Mitarbeiter des Tierheims machten deutlich, dass der Rüde nicht einfach zu händeln sei.
"Angesichts seines körperlichen Zustands und seiner Verletzungen scheint es, als hätte er in einer Umgebung überleben müssen, in der Vertrauen gefährlich und Ressourcen knapp waren", verdeutlichte das zuständige Team. Infolgedessen sei der Vierbeiner gegenüber anderen Hunden äußert nervös und misstrauisch.
Besonders wichtig sei der Auffangstation, dass die Dogge weder ins Chaos geworfen noch zu Interaktionen gedrängt werde. "Er braucht jemanden, der versteht, dass Heilung – emotional und körperlich – Zeit braucht", erklärten die Pfleger.
Doch nicht nur dem Team ging Stallions Schicksal nah. Zahlreiche Facebook-Nutzer lobten das immense Durchhaltevermögen der Dogge. "Wie können Menschen ein Tier so behandeln ...", kommentierte eine fassungslose Userin unter dem Beitrag.
Titelfoto: Fotomontage/Facebook/Screenshot/ave Rocky the Great Dane Rescue and Rehab Srgdrr

