Linz am Rhein - Die Polizei warnte unlängst vor einer äußerst gefährlichen Giftschlange im rheinland-pfälzischen Linz am Rhein. Doch seit der ersten Sichtung wurde die mutmaßliche Korallenotter nicht mehr gesehen, wie TAG24 am Mittwoch von einem Sprecher der Verbandsgemeinde auf Nachfrage erfuhr. Ist das Foto der exotischen Schlange womöglich ein KI-Fake?
Der Verdacht steht in jedem Fall im Raum: "Ob das vorliegende Bild tatsächlich authentisch oder möglicherweise KI-generiert ist, konnte bislang auch durch Experten nicht abschließend geklärt werden", teilte die Verbandsgemeindeverwaltung Linz am Rhein weiter mit.
Dennoch seien vorsorgliche Maßnahmen "für den Fall einer erneuten Sichtung" getroffen worden. So sei etwa ein auf Reptilien spezialisierter Fachmann in Bereitschaft, um die Schlange einzufangen.
"Auch das Krankenhaus in Linz wurde informiert, um im Falle eines Schlangenbisses schnell reagieren zu können", hieß es weiter.
Die eingeleiteten Maßnahmen dienten der Vorsorge, "solange die Echtheit des Fotos und die Art der abgebildeten Schlange nicht zweifelsfrei geklärt sind".
Korallenottern injizieren durch ihren Biss ein hochwirksames Nervengift
Das Polizeipräsidium Koblenz hatte am Freitag eine "Warnung der Bevölkerung im Bereich Linz am Rhein" veröffentlicht und von der Entdeckung einer mutmaßlichen Korallenotter im Bereich des Roniger Wegs berichtet.
Mit der Warnung veröffentlichten die Beamten auch ein Foto von einem Zeugen, das die Giftschlange zeigen soll. Die "Prüfung durch das Ordnungsamt, die Feuerwehr und einen Fachkundigen für Giftschlangen" habe ergeben, dass "tatsächlich von einer Giftschlange, im Konkreten von einer Korallenotter" ausgegangen werden müsse, hieß es damals.
Korallenottern kommen mit zahlreichen Arten in Nord-, Mittel- und Südamerika in freier Wildbahn vor. Sie gelten als nicht aggressiv, aber dennoch äußerst gefährlich: Die Schlangen injizieren durch ihren Biss ein hochwirksames Nervengift.
Gegen das Gift der Korallenottern wurden allerdings auch mehrere ebenso hochwirksame Gegenmittel entwickelt.