Weißer Hai zerfleischt am Strand entdeckt - heftige Auswirkungen befürchtet

Bridgewater (Australien) - Ein großer Weißer Hai, eines der gefürchtetsten Raubtiere der Welt, zerfleischt und leblos am Strand - ein heftiger Anblick, der Fragen aufwirft! Immerhin eine von ihnen konnte nun beantwortet werden: Wer der Killer des fünf Meter langen Fisches ist.

Der 5-Meter-Hai wurde zerfleischt am Strand entdeckt.
Der 5-Meter-Hai wurde zerfleischt am Strand entdeckt.  © Collage: Screenshots/Facebook/Portland Bait and Tackle

Wochen nachdem der tote Hai an der Küste der australischen Stadt Bridgewater entdeckt worden war, bestätigten Wissenschaftler der Deakin University, dass Orcas - sogenannte Schwert- bzw. Killerwale - hinter dem Angriff steckten.

"Das ist gleichermaßen cool und furchterregend", hieß es auf der Facebook-Seite des "Portland Bait and Tackle"-Geschäfts Mitte Oktober, als die Bilder des leblosen Raubtiers gepostet wurden.

Es wurde gemutmaßt: "Ein drei Meter langer Weißer Hai, der an den Strand von Bridgewater gespült wurde, nachdem er von Killerwalen angegriffen worden war."

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Nachdem es bereits in anderen Regionen der Welt zu ähnlichen Attacken gekommen war, konnte eine Autopsie nun beweisen: Auch in Australien steckten die als "Killer" betitelten Schwertwale hinter der Hai-Hinrichtung.

"Bei der Untersuchung des Hais waren direkt im Brustgürtel, also direkt zwischen den Flossen unter dem Bauch, wirklich charakteristische Bissspuren zu sehen, die ganz typisch für Killerwale sind, wo sie quasi die Leber aussaugen", sagte Adam Miller, Professor für Wasserökologie und Biodiversität an der Deakin University, kürzlich gegenüber ABC Radio Melbourne.

Aufnahmen zeigen den zerfleischten Weißen Hai

Killerwale machen Jagd auf Weiße Haie

Der Hai, der anders als von "Portland Bait and Tackle" geschätzt, sogar fast fünf und nicht "nur" drei Meter groß gewesen ist, sei der erste Beweis dafür, dass Orcas auch in dieser Region der Ozeane auf bestialische Hai-Jagd gehen.

"Wir konnten bestätigen, dass diese Bisswunden voll mit Killerwal-DNA beladen waren", erklärte Miller. Schon in Südafrika habe die Raubjagd auf Weiße Haie zugenommen, führte der Wissenschaftler aus. "Es hat zu einem erheblichen Rückgang der Zahl und einer Verdrängung einzelner Weißer Haie aufgrund von Verhaltensänderungen geführt."

Das (Aus-)Sterben Weißer Haie sei eine sehr ernste Angelegenheit: "Wenn man ein Spitzen-Raubtier entfernt, kann dies messbare Auswirkungen auf die Struktur mariner Ökosysteme haben", so der Professor.

Titelfoto: Collage: Screenshots/Facebook/Portland Bait and Tackle

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