Skagen - Während die Rettung und Freilassung von Buckelwal "Timmy" in die entscheidende Phase geht, hat sich Umweltschützer Sergio Bambarén (65) via Instagram mit schweren Vorwürfen gemeldet.
In einem Post, den er am Freitagabend auf seinem Kanal veröffentlichte, behauptete der Peruaner, dass er "seit mehr als zwei Tagen und Nächten" auf einem der Begleitboote festsitze und nicht zu dem Tier beziehungsweise zur Barge gelassen werde.
"Ich bin sehr wütend und fühle mich betrogen. Zuerst sagten sie mir, es sei zu gefährlich, mich zu dem Lastkahn zu bringen, auf dem 'Hope' [so nennt er den Wal, Anm. d. Red.] ist, auch wenn das Meer wie ein Schwimmbecken aussieht. Dann sagten sie mir, es liege an meinen gesundheitlichen Problemen und ich könnte ertrinken", schrieb der 65-Jährige.
Eine Argumentation, die Bambarén, der federführend an der Rettung beteiligt war, offenbar überhaupt nicht nachvollziehen kann. "Ich bin mein ganzes Leben lang Surfer und Taucher gewesen, ein Langstreckenschwimmer und vieles mehr. Ich habe die passende Ausrüstung, um an Hopes Seite zu sein, der sich auf dem Schiff, ganz allein, langsam sehr unwohl fühlt", schimpfte er.
Er sei froh, dass das "Free Willy"-Team um Jeff Foster in der Nähe des Tieres sei und sein Bestes gebe, um den Wal bei Laune zu halten. Doch auch sie seien ein "bisschen frustriert", wie sie behandelt würden, klagte Bambarén an.
Sergio Bambarén erhebt via Instagram schwere Vorwürfe
Sergio Bambarén äußert sich nach "Timmy"-Rettung vielsagend
Foster und Co. dürften zudem auch nicht das tun, was getan werden müsse, um dem Buckelwal eine bessere Chance zu geben, sobald er ins offene Meer entlassen werde. "Sie wollen mich bei sich haben, aber es gibt keine Möglichkeit, die Barge zu erreichen. Und niemand übernimmt die Verantwortung", wetterte der Peruaner.
Mit dem Rettungskonzept sei "das Unmögliche möglich gemacht" worden und der Wal habe die Chance auf ein langes und wundervolles Leben. "Aber irgendetwas fühlt sich bei dieser Rettung nicht richtig an. Das haben wir von Anfang an gespürt", bekräftigte der Umweltschützer zum Abschluss vielsagend.