Frist zum Abschuss ausgelaufen: Was wird jetzt aus dem Problemwolf im Schwarzwald?
Von Martin Oversohl
Stuttgart - Die Genehmigung für den Abschuss eines umstrittenen Wolfs im Nordschwarzwald läuft aus. Nun steht fest: Das Tier darf bis auf Weiteres nicht mehr gejagt werden.
Das baden-württembergische Umweltministerium will eine geltende Abschuss-Genehmigung über den 10. März hinaus nicht verlängern, wie eine Sprecherin in Stuttgart mitteilte.
Am Dienstagmorgen war noch unklar, ob die auslaufende Genehmigung für die derzeit eingesetzten professionellen Jäger über die Paarungszeit der Wölfe hinaus verlängert wird.
Das Umweltministerium hatte den Abschuss damit begründet, dass sich der Wolf mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Seit Anfang 2024 seien mehr als 180 Sichtungen gemeldet worden, heißt es in der Ausnahmegenehmigung.
Es beginne zudem ein "Wolfstourismus", weil das Tier offenbar ein begehrtes Film- und Fotomotiv geworden sei. Der Wolf könne so die Scheu vor Menschen vollkommen verlieren – und gefährlich werden.
Die laufende Genehmigung und die "Gefährdungslage" war an die sogenannte Ranzzeit, die Paarungszeit, gekoppelt. Für eine neue Genehmigung bräuchte es neue Argumente.
Erstmeldung: 9.37 Uhr, aktualisiert um 15.10 Uhr.
Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa
