Junge Wölfin im Südwesten trächtig? Experten hoffen auf Sommer-Welpen

Von Anika von Greve-Dierfeld

Forbach - Im Südwesten streunt im Nordschwarzwald seit Neuestem ein Wolfspaar herum - Experten können den Tieren aber frühestens im Sommer mit zusätzlichen Fotofallen näherkommen, um Hinweise zu möglichem Nachwuchs zu bekommen.

Im Sommer könnte es Wolfswelpen im Südwesten geben. (Symbolfoto)
Im Sommer könnte es Wolfswelpen im Südwesten geben. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Vorher sei das wenig sinnvoll, sagte der Wolfsexperte Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg. Niemand wisse ja, ob und wo die seit Kurzem erst sesshafte Wölfin Welpen zur Welt bringen werde.

Doch sei es sehr wahrscheinlich, dass sie bereits Nachwuchs vom schon lange in der Region ansässigen Rüden GW852m erwarte. "Wildbiologisch gesehen klappt eine Verpaarung zwischen Wölfen meistens", sagte Herdtfelder.

Sollte dem so sein, müssen sich Beobachter des streng geschützten Tieres jedoch noch bis Juni oder Juli gedulden - nach Verlassen des Baus steigt dann die Chance, dass die Welpen gesichtet oder von Fotofallen abgelichtet werden. "Wir warten ab, bis uns eine Beobachtung gemeldet wird", sagte Herdtfelder.

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Erst dann würden an diesen Stellen, auch "Rendezvous-Plätze" genannt, in Absprache mit den Jagdpächtern zusätzlich Fotofallen installiert, um die Wolfbabies besser im Blick zu behalten.

Ein Wurf besteht meistens aus vier bis sechs Welpen. Die Fähe ist vermutlich im Februar oder März trächtig geworden, die Tragezeit beträgt um die 60 Tage. Kurze Zeit nach der Geburt wagen sich die Welpen in der Regel aus dem Bau und spielen in kleinem Radius - auch ohne Aufsicht der Eltern.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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