Estaca de Bares (Spanien) - Orcas haben am vergangenen Donnerstag vier Boote an nur einem Tag angegriffen. Eine Segelyacht wurde dabei versenkt.
Schwertwale lehren Seglern weiter das Fürchten! Am vergangenen Donnerstag sorgten die Meeressäuger für vier Einsätze der spanischen Seenotrettung Salvamento Marítimo.
Etwa eine Meile vor dem Kap Estaca de Bares, dem nördlichsten Punkt Spaniens, versenkten die Tiere eine Yacht mit zwei Personen an Bord.
Wie die Salvamento Marítimo auf TAG24-Nachfrage bestätigte, hat die Besatzung gegen 17 Uhr einen Notruf abgesetzt, weil sich eine Gruppe Orcas an dem Boot zu schaffen machte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Wale bereits das Ruder außer Gefecht gesetzt.
Die Yacht wurde von den Tieren so arg malträtiert, dass Wasser eintrat und das Boot sank. Glücklicherweise befand sich ein Motorboot in der Nähe, das die beiden Segler an Bord nehmen konnte.
Das Seenotrettungsboot "Salvamar Shaula" brachte die Besatzung schließlich nach Cariño. Ein Rettungshubschrauber überflog das Gebiet und überprüfte, ob durch die Havarie Schadstoffe ins Meer gelangt sind.
Spanische Handelsmarine gibt Handlungsempfehlung
Nach Angaben der spanischen Seenotrettung war es nicht der einzige Vorfall dieser Art an dem Tag. Noch während des Einsatzes erfuhr die Besatzung der "Salvamar Shaula", dass ein weiteres Segelboot Kontakt mit Orcas hatte.
Die Tiere beschädigten das Ruder des Bootes, die Segler konnten die Jacht aber noch in einen Hafen manövrieren.
Am Donnerstagmittag haben Orcas das Ruder des Segelbootes "Glatisant" zerstört. Das manövrierunfähige Boot musste von Seenotrettern in einen Hafen geschleppt werden.
Um 14.30 Uhr alarmierte die Besatzung des Bootes "Kador", bestehend aus einem Skipper und drei Katzen, die Seenotrettung. Auch hier sorgten Orcas für eine bedrohliche Lage, ließen Ruder und Rumpf aber heil.
Aufgrund der Häufung von Orca-Interaktionen hat die Generaldirektion der Handelsmarine Spaniens Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Während bis vor Kurzem der Lärm auf den Booten minimiert und Motoren ausgeschaltet werden sollten, sollen die Skipper jetzt umgehend die Küste ansteuern.
Das Befahren von Hochrisiko-Zonen sollte vermieden werden. Zudem sollen die Routen möglichst nah der Küste entlangführen.