Nach holprigem Start: Zoo Magdeburg freut sich über besonderen Nachwuchs

Magdeburg - In den vergangenen Wochen hat ein neuer Bewohner im Zoo Magdeburg das Licht der Welt erblickt. Die lang anhaltende Kälte kostet das Brillenpinguin-Küken jedoch fast das Leben.

Neuster Nachwuchs im Zoo Magdeburg ist ein Brillenpinguin.
Neuster Nachwuchs im Zoo Magdeburg ist ein Brillenpinguin.  © Zoo Magdeburg

"Das Küken hatte keinen einfachen Start ins Leben", berichtete Zoodirektor David Pruß Ph.D. Das graue und flauschige Federkind war am 20. Januar bereits aus dem Ei geschlüpft. Derzeit werde es jedoch von Revierleiterin Annett Schwabe aufgezogen.

Grund dafür sei der lang anhaltende Nachtfrost gewesen, hieß es weiter. Die Eltern des Kükens hatten das Nest daher verlassen und das Ei zurückgelassen.

Dieses wurde glücklicherweise von den Tierpflegern gerettet und in einen Brutkasten verbracht. Seither wird das Pinguin-Baby von Hand aufgezogen. "Seine Artgenossen im südlichen Afrika hingegen stehen rasant am Abgrund des Aussterbens und kämpfen ums Überleben", erklärte Pruß.

In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Population der Brillenpinguine um rund 80 Prozent auf etwa 19.800 eingebrochen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stufte diese Tierart im Jahr 2024 als stark gefährdet und vom Aussterben bedroht ein. Seit 13 Jahren beteiligt sich der Zoo Magdeburg daher an dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.

Titelfoto: Zoo Magdeburg

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