Trauer in der Wilhelma: Koala-Weibchen Scarborough verstorben

Stuttgart - Tiefe Trauer im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart: Koala-Weibchen Scarborough musste aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes eingeschläfert werden.

Koala-Weibchen Scarborough lebte seit 2023 in der Wilhelma.  © Wilhelma Stuttgart / Lisa-Marie Grimmer

Das teilte die "Wilhelma" am Mittwoch mit. Das sieben Jahre alte Tier sei demnach schon am 29. Januar verstorben. Tierarzt Dr. Tobias Knauf-Witzens bestätigte, dass eine schwere Anämie die Todesursache war. Der Grund für die Blutarmut sei trotz umfangreicher Untersuchungen nicht gefunden worden.

Der Tod der Koala-Dame ist nicht der einzige Verlust, den der zoologisch-botanische Garten zu beklagen hat. In den vergangenen Monaten starben auch die beiden jungen Koalas Jimbelung und Borobi. Sie wurden erst im Juni 2024 geboren.

Bei den Jungtieren lösten Bordetellen schwere Lungenentzündungen aus, die letztlich zum Tod führten.

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Auch bei Scarborough wurden die Bakterien nachgewiesen. Sie entwickelte jedoch keine Lungenerkrankung. Ob die Infektion mit ihrem Ableben zutun hat, könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

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Koalas werden nun regelmäßig gegen Bordetellen geimpft

Um weiteren Infektionen bei anderen Koalas vorzubeugen, werden die Tiere nun regelmäßig gegen Bordetellen geimpft.

Volker Grün, für die Terra Australis zuständiger Kurator und Co-Zuchtbuchkoordinator des Europäischen Ex-Situ Programms (EEP): "Der Tod von Scarborough trifft uns sehr. Wir stehen in intensivem Austausch mit Expertinnen und Experten in Australien sowie anderen europäischen Zoos, die Koalas halten."

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