Raketen, Tote, Flüchtende in der Ukraine: Die Geschehnisse des Tages im Überblick

Kiew - Monatelang hat der Westen mit Gesprächen und Sanktionen versucht, die offensichtlichen Invasionspläne Russlands aufzuhalten - vergeblich, wie die ganze Welt nun weiß. Hunderttausende sind bereits auf der Flucht, die Ukraine steht unter Dauerbeschuss. So verlief der zweite Kriegstag.

Können der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44, l.) und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin (69) den Krieg womöglich durch Verhandlungen beenden?
Können der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44, l.) und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin (69) den Krieg womöglich durch Verhandlungen beenden?  © Ukrainian President's Office/ZUMA Press Wire Service/dpa und Yevgeny Odinokov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Chance auf Verhandlungen

Russland hat der Ukraine nach eigenen Angaben ein Verhandlungsangebot gemacht. Ihr Vorschlag für den Verhandlungsort sei die belarussische Hauptstadt Minsk. Die Ukrainer schlugen Polens Hauptstadt Warschau vor.

Kurz zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin (69) die ukrainische Armee dazu aufgefordert, die Macht zu übernehmen. Nur die "nationalistischen Elemente" würden sich gegen Russlands Soldaten stellen, die ukrainische Regierung wäre ein "Bande von Drogenabhängigen, Neonazis und Terroristen". Für keine der Behauptungen gibt es irgendeinen Beleg.

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Kiew wehrt sich gegen Invasoren

Die russische Armee konnte bis in die ukrainische Hauptstadt Kiew vorstoßen, wo sie auf wohl ungeahnten Widerstand getroffen ist. Noch in der Nacht zum Freitag berichteten verschiedenste Medien, der Majdan könnte noch vor Sonnenaufgang unter russischer Herrschaft stehen - doch die Kiewer hielten ihre Stadt bis in die Abendstunden hinein. Und das trotz "schrecklichen russischen Raketenangriffen", wie Außenminister Dmytro Kuleba (40) berichtete.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew schlugen russische Raketen ein.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew schlugen russische Raketen ein.  © Uncredited/Ukrainian Police Department Press Service/AP/dpa
Ukrainische Soldaten bereiten sich in Kiew auf die Konfrontation mit den russischen Invasoren vor.
Ukrainische Soldaten bereiten sich in Kiew auf die Konfrontation mit den russischen Invasoren vor.  © Emilio Morenatti/AP/dpa

Laut der Ukraine sind bereits mehr als 2800 russische Soldaten getötet worden

"Russische Mütter schicken ihre Söhne in den sicheren Tod", teilt das ukrainische Heer in einer Abschreckungsbotschaft mit.
"Russische Mütter schicken ihre Söhne in den sicheren Tod", teilt das ukrainische Heer in einer Abschreckungsbotschaft mit.  © Anton Vergun/Sputnik/dpa

Krieg forderte bereits Tausende Tote

Nach eigenen Angaben töteten ukrainische Streitkräfte mehr als 2800 russische Angreifer. Russische Mütter würden ihre Söhne in den sicheren Tod schicken, hieß es in der kämpferischen Mitteilung. Das russische Verteidigungsministerium wies die Behauptungen zurück.

Auf ukrainischer Seite sind mindestens 137 Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

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Russland erklärt seinen Angriff

Der Kreml verteidigt seinen Angriffskrieg gegenüber der weltweiten Kritik. Russlands Außenminister Sergej Lawrow (71) sagte, dass das Ziel nach wie vor die "Entmilitarisierung und Entnazifizierung" der Ukraine sei. "Niemand wird die Ukraine besetzen". Das Märchen der ausländischen "Faschisten", die 2014 die Regierung aus dem Amt geputscht hätten, erzählt sich der Kreml seit Jahren.

Alle aktuellen Informationen zu den Geschehnissen in Osteuropa findet Ihr im TAG24-Liveticker zum Krieg in der Ukraine.

Titelfoto: Ukrainian President's Office/ZUMA Press Wire Service/dpa und Yevgeny Odinokov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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