Ukraine-Krieg: Drei Tote nach russischem Beschuss in Saporischschja und Cherson

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Ukraine - Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehr als 600 ukrainische Drohnen abgefangen.

Ein Symbol für den Krieg: diese ukrainische Flagge weht umgeben von dichtem Qualm nach russischem Beschuss. Zuletzt nimmt aber auch die Ukraine vermehrt Ziele in Russland ins Visier.
Ein Symbol für den Krieg: diese ukrainische Flagge weht umgeben von dichtem Qualm nach russischem Beschuss. Zuletzt nimmt aber auch die Ukraine vermehrt Ziele in Russland ins Visier.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

Einige der Angriffe erfolgten hunderte Kilometer von der Front entfernt tief in russischem Gebiet, wie die Behörden mitteilten. Aus der Grenzregion Belgorod wurden drei Todesopfer durch ukrainische Angriffe gemeldet, aus der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei.

Ein ukrainischer Drohnenangriff erreichte auch die mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien, wo nach Angaben der Regionalgouverneurin Olga Abramow drei Menschen getötet wurden.

"Diese Tat ist in ihrer Sinnlosigkeit monströs. Diese Menschen waren definitiv kein militärisches Ziel", sagte sie.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

2. August, 21.38 Uhr: Drei Tote nach russischem Beschuss in Saporischschja und Cherson

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden.

In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.

2. August, 21.30 Uhr: Vier Verletzte nach Schüssen in Hafenstadt Odessa

Ein Unbekannter hat am Abend in einem Rekrutierungszentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa das Feuer auf die Angestellten eröffnet.

Vier Männer seien dabei verletzt worden, einer von ihnen schwer, berichteten die örtlichen Medien. Der Schütze flüchtete daraufhin.

Die Polizei habe die Wohnung des Schützen ausfindig gemacht, berichtete die Zeitung "Dumskaja". Der Mann habe sich dort verschanzt und sei später von den Beamten festgenommen worden.

Über seine Motive lagen keine Informationen vor.

In der Hafenstadt Odessa wurde geschossen.
In der Hafenstadt Odessa wurde geschossen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

2. August, 15.41 Uhr: Präsidenten Selenskyj äußert sich zu Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland.

Dabei nannte er auch die Ölraffinerie Saratow und den Militärflugplatz Engels. Er dankte den ukrainischen Streitkräften und sagte, die Ukraine bringe den Krieg zurück dorthin, wo er hergekommen ist.

2. August, 14.16 Uhr: Acht Tote durch ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland

Die ukrainischen Streitkräfte haben am Sonntag Ziele in verschiedenen Regionen Russlands angegriffen und dabei nach Angaben der russischen Behörden mindestens acht Menschen getötet.

Einige der Angriffe erfolgten hunderte Kilometer von der Front entfernt tief in russischem Gebiet, wie die Behörden mitteilten. Aus der Grenzregion Belgorod wurden drei Todesopfer durch ukrainische Angriffe gemeldet, aus der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei.

Ein ukrainischer Drohnenangriff erreichte auch die mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien, wo nach Angaben der Regionalgouverneurin Olga Abramow drei Menschen getötet wurden. "Diese Tat ist in ihrer Sinnlosigkeit monströs. Diese Menschen waren definitiv kein militärisches Ziel", sagte sie.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fing die russische Luftabwehr in der Nacht in mehr als einem Dutzend Regionen insgesamt 635 ukrainische Drohnen ab.

2. August, 9.38 Uhr: Kiews Gegenangriffe - Brände und Tote in Russland

In Russland sind infolge ukrainischer Drohnenangriffe zwei Menschen getötet worden. Zivile Infrastruktur in Saratow und Engels sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow, Roman Bussargin, bei Telegram, ohne Details zu nennen.

In Engels sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden und zwei Menschen seien ums Leben gekommen.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer auf dem Gelände der Raffinerie in Saratow zeigen sollen. Sie war in der Vergangenheit schon oft Ziel ukrainischer Gegenangriffe. In Engels ist einer der größten Luftwaffenstützpunkte in ganz Russland.

Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Auch Engels war daher schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe.

2. August, 8.02 Uhr: Drei Tote bei Bombenanschlag auf Restaurant in Moskau

Bei einem Bombenanschlag auf ein Restaurant in der russischen Hauptstadt Moskau sind mindestens drei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden.

"Ein selbstgebauter Sprengsatz ist in einem Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau explodiert und hat drei Menschen getötet", erklärte das russische Antiterror-Komitee am Abend nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Unter den Toten ist demnach eine Frau, die den Sprengsatz bei sich führte.

Die Frau wurde der Erklärung zufolge von einem Wachmann aufgehalten, der ebenfalls getötet worden sei. Bei dem dritten Todesopfer handele es sich um einen Kunden.

Laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti hatte sich die Explosion gegen 20.10 Uhr Ortszeit (19.10 Uhr MESZ) "in der Nähe eines Sommercafés" in der russischen Hauptstadt ereignet. Im Onlinedienst Telegram waren Videos im Umlauf, die zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge und Krankenwagen vor Ort zeigten.

Sicherheitskräfte sind am Ort einer Explosion in Moskau, Russland, im Einsatz, an dem sich in einem Restaurant eine tödliche Explosion ereignet hat.
Sicherheitskräfte sind am Ort einer Explosion in Moskau, Russland, im Einsatz, an dem sich in einem Restaurant eine tödliche Explosion ereignet hat.  © Feng Kaihua/XinHua/dpa

1. August, 22.15 Uhr: Explosion in Moskauer Restaurant: Tote und Verletzte!

Bei einer Explosion in dem Moskauer Restaurant "Balzi Rossi" sind nach Medienberichten mindestens drei Menschen getötet und weitere 15 verletzt worden. Das berichteten die russischen Agenturen Tass und Interfax übereinstimmend. Als Ursache wurde statt eines ukrainischen Angriffs zunächst ein Gasleck vermutet, hieß es in offiziell unbestätigten Berichten in sozialen Medien.

Doch laut Bild sollen vor Ort Sprengstoffexperten im Einsatz sein. Zudem soll die Explosion eine Feier getroffen haben, bei der die "gesellschaftlichen Elite" gewesen sei. Aus Sicherheitsgründen wurde auch das für den Abend geplante Nacht-Radrennen in Moskau abgesagt.

Das italienische Café-Restaurant "Balzi Rossi" liegt im weiteren Zentrum der russischen Hauptstadt. Die umliegenden Straßen wurden nach dem Zwischenfall abgeriegelt, Ermittler nahmen ihre Arbeit auf.

Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Ortes, an dem sich in einem Restaurant in Moskau eine tödliche Explosion ereignet hat.
Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Ortes, an dem sich in einem Restaurant in Moskau eine tödliche Explosion ereignet hat.  © Sergei Vedyashkin/Moscow News Agency/AP/dpa
War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.
War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.  © Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

1. August, 19.05 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Region Cherson sind mindestens eine Bewohnerin sowie sieben weitere Personen verletzt worden.

Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Bei dem Angriff, der auch von Artillerie begleitet worden sei, wurden nach Angaben der Behörden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt. Die frontnahe Region Cherson ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.

Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift "Gebiet Cherson". (Archivbild)
Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift "Gebiet Cherson". (Archivbild)  © Bernat Armangue/AP/dpa

1. August, 15.20 Uhr: Laut Selenskyj Schiff im Asowschen Meer versenkt

Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und "dank der Treffsicherheit" ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.

Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs.

Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.
Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. August, 10.57 Uhr: Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt

Russland griff die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern, darunter 27 ballistische Raketen, sowie 185 Drohnen an.

Nur eine ballistische Rakete sei abgefangen worden, einfach weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schrieb er in sozialen Medien und appellierte an die Partner seines Landes. Mittel zur Flugabwehr würden nicht in Lagern für hypothetische Szenarien gebraucht, sondern jetzt in der Ukraine. Dazu veröffentlichte er Fotos und einen Videozusammenschnitt, die Einsatzkräfte und Zerstörungen an Wohnhäusern zeigen.

Beschädigt wurden ihm zufolge 18 Häuser, eine Schule, die litauische Botschaft und Infrastruktureinrichtungen in Kiew.

Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.
Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.  © Dan Bashakov/AP/dpa

31. Juli, 17.01 Uhr: Kiew greift Lagerhaus und Raffinerie in Wolgograd an

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt.

Gouverneur Andrej Botscharow bestätigte die Einschläge und schrieb auf dem Telegramkanal der Gebietsverwaltung von fünf Verletzten durch die Angriffe. Neben den Industrieobjekten seien in der Stadt, die früher Stalingrad hieß, auch ein Wohnblock und ein privates Wohnhaus beschädigt worden, schrieb er. Später teilten die Behörden mit, dass wegen der Größe des Feuers zusätzliche Einheiten zu den Löscharbeiten ausgerückt seien. Auch Wildberries selbst bestätigte den Treffer in seinem Lagerhaus.

Titelfoto: Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

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