Ukraine-Krieg: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew

Ukraine - US-Präsident Donald Trump (79) geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) aus.

Donald Trump (79) glaubt nicht mehr an einen ukrainischen Angriff auf Putins Residenz.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: "Das ist nicht gut."

Der US-Geheimdienst CIA hatte dann die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau.

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5. Januar, 13.44 Uhr: Ukrainischer Geheimdienstchef will zurücktreten

Der bisherige Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, tritt von seinem Posten zurück.

Das geht aus einem Post des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hervor. Er habe mit Maljuk über mögliche Kandidaten zur Ernennung als neue SBU-Leitung gesprochen, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Maljuk bestätigte bei Telegram, dass er zurücktrete und gab an, im SBU-System zu bleiben, um "asymmetrische Spezialoperationen von Weltniveau" umzusetzen.

Es brauche mehr ukrainische "asymmetrische Operationen" gegen Russland und mehr starke Ergebnisse bei der Vernichtung des Feinds, führte Selenskyj aus, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.

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5. Januar, 12.08 Uhr: Merz am Dienstag bei Ukraine-Treffen in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt am Dienstag in Paris an Beratungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teil.

Das kündigte ein stellvertretender Regierungssprecher in Berlin an. Merz werde auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an einem Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" teilnehmen.

Zu dem Treffen am Dienstagnachmittag würden neben dem Bundeskanzler weitere Staats- und Regierungschefs aus Europa, Vertreter der EU und der Nato sowie der USA und der Ukraine teilnehmen. Einige Teilnehmer würden in Präsenz da sein, andere online zugeschaltet. Merz werde in Präsenz teilnehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70) nimmt am Dienstag in Paris an Beratungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teil.  © Michael Kappeler/dpa

5. Januar, 11.20 Uhr: Wadephul beschwört europäische Verteidigungsbereitschaft

Außenminister Johann Wadephul beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas.

"Es gilt, der Bedrohung durch Russland durch einen starken europäischen Zusammenhalt zu begegnen", sagte der CDU-Politiker vor dem Abflug nach Litauen. In der Hauptstadt Vilnius will Wadephul mit Regierungschefin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys über eine Vertiefung der Zusammenarbeit beraten.

Litauen ist EU- und Nato-Mitglied. Unter hybriden Bedrohungen werden militärische, wirtschaftliche, geheimdienstliche und propagandistische Mittel verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann. Unter anderem gehören staatlich gelenkte Cyberattacken dazu.

Außenminister Johann Wadephul (62) beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas.  © Christoph Soeder/dpa

5. Januar, 6.38 Uhr: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadtregion Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden.

Ein Mensch wurde in der Hauptstadt selbst getötet, erklärte der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurde zudem eine medizinische Einrichtung getroffen und mehrere Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur in Vororten von Kiew beschädigt.

In der Stadt Fastiw rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew wurde ein 70-jähriger Mann getötet, erklärte der Kiewer Gouverneur Mykola Kalaschnyk.

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden.  © -/Ukrinform/dpa

5. Januar, 4.30 Uhr: Trump glaubt nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz

US-Präsident Donald Trump geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus.

Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: "Das ist nicht gut."

4. Januar, 17.30 Uhr: Ukrainische Drohnen mit Kurs auf Moskau

Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten.

Mindestens 32 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben.

4. Januar, 17.26 Uhr: Ex-Russland-Präsident könnte sich Entführung von Kanzler Merz vorstellen

Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew (60) ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz.

"Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden."

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew (60) stellt regelmäßig extrem krude Thesen auf.  © Ekaterina Shtukina/Sputnik Pool/AP/dpa

4. Januar, 8.19 Uhr: Selenskyj lobt US-Angriff und macht mutmaßlich Anspielung auf Putin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro (63) als wegweisend gelobt.

"Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin (73) im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump (79) in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hat sich zum US-Angriff auf Venezuela geäußert.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

3. Januar, 16.25 Uhr: Gespräche zur Ukraine mit Sicherheitsberatern fortgesetzt

Seit Wochen laufen die von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Friedensverhandlungen intensiv. Russland sitzt bei den Terminen aber nicht mit am Verhandlungstisch.

Es sei in verschiedenen Blöcken um militärisch-politische Fragen, aber auch um die wirtschaftliche Entwicklung und den Wiederaufbau der Ukraine gegangen. Details nannte der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow (43) nicht.

Ziel des Treffens sei die Abstimmung über die Dokumente für einen künftigen Friedensvertrag, sagte Umjerow, der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine ist.

Nationale Sicherheitsberater europäischer Länder nehmen an einem Sicherheitsforum in Kiew teil.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

3. Januar, 11.20 Uhr: Präsident Selenskyj räumt Probleme in der Vergangenheit ein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) zieht Lehren aus den vergangenen Jahren.

"Heute haben wir einen grundlegenden Neustart begonnen - interne Veränderungen, damit die Ukraine stabiler wird", sagte Selenskyj. Wegen Problemen in der Vergangenheit gebe es eine "Welle personeller Veränderungen". Weitere sollen demnach folgen, darunter auch ein neuer Leiter der Grenztruppen.

Selenskyj machte Budanow zum neuen Chef seiner Präsidialkanzlei, nachdem seine bisherige rechte Hand auf dem Posten, Andrij Jermak (54), im Zuge eines Korruptionsskandals zurückgetreten war. Russland betrachtet Budanow nach einer Vielzahl tödlicher Bombenattentate auf Generäle als Terroristen, als einen der wichtigsten Feinde.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) stellt weitere personelle Änderungen in Aussicht.  © Leszek Szymanski/PAP/dpa

3. Januar, 11.01 Uhr: Ukraine verlangt robuste Sicherheitsgarantien

Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) erwartet Fortschritte beim schwierigen Thema Sicherheitsgarantien für sein Land.

Diese gelten als zentral in einem möglichen künftigen Friedensabkommen, um Kiew einen zuverlässigen Schutz vor neuen russischen Angriffen zu gewährleisten. Dazu müssten noch Details geklärt werden, sagte Selenskyj.

Die Gespräche gelten als wichtige Vorbereitung für ein geplantes Gipfeltreffen der Unterstützerstaaten der Ukraine aus der sogenannten Koalition der Willigen am Dienstag in Paris.

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