Ukraine-Krieg: Explosion in Moskauer Restaurant - Tote und Verletzte

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Ukraine - Nach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew bittet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erneut um dringende Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) braucht dringend mehr Flugabwehrraketen für sein Land.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) braucht dringend mehr Flugabwehrraketen für sein Land.  © Allison Robbert/AP/dpa

"Wir brauchen Antworten auf diesen russischen Terror, echte Antworten von der Welt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die einzig gerechte Antwort wäre ihm zufolge die Unterstützung für Kiew bei der Abwehr russischer Raketenangriffe.

"Raketen für die "Patriots" gibt es weltweit, und es ist wichtig, dass unsere Partner diese politische Entscheidung treffen - die Entscheidung, die notwendigen Lieferungen zu übermitteln", sagte Selenskyj weiter.

Die USA und auch Europa wüssten, was die Ukraine dringend benötige. "Raketen zur Abwehr ballistischer Raketen sollen Menschen schützen und nicht in Lagern liegen bleiben", so der Präsident. Jeder weitere Tag ohne diese Hilfe sei eine Gelegenheit für Russland, Menschen in der Ukraine zu töten.

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Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

1. August, 20.30 Uhr: Explosion in Moskauer Restaurant: Tote und Verletzte!

Bei einer Explosion in einem Moskauer Restaurant sind nach Medienberichten mindestens drei Menschen getötet und weitere 15 verletzt worden. Das berichteten die russischen Agenturen Tass und Interfax übereinstimmend. Als Ursache wurde statt eines ukrainischen Angriffs ein Gasleck vermutet, hieß es in offiziell unbestätigten Berichten in sozialen Medien.

Das italienische Café-Restaurant "Balzi Rossi" liegt im weiteren Zentrum der russischen Hauptstadt. Die umliegenden Straßen wurden nach dem Zwischenfall abgeriegelt, Ermittler nahmen ihre Arbeit auf.

War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.
War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.  © Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

1. August, 19.05 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Region Cherson sind mindestens eine Bewohnerin sowie sieben weitere Personen verletzt worden.

Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Bei dem Angriff, der auch von Artillerie begleitet worden sei, wurden nach Angaben der Behörden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt. Die frontnahe Region Cherson ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.

Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift "Gebiet Cherson". (Archivbild)
Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift "Gebiet Cherson". (Archivbild)  © Bernat Armangue/AP/dpa

1. August, 15.20 Uhr: Laut Selenskyj Schiff im Asowschen Meer versenkt

Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und "dank der Treffsicherheit" ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.

Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs.

Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.
Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. August, 10.57 Uhr: Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt

Russland griff die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern, darunter 27 ballistische Raketen, sowie 185 Drohnen an.

Nur eine ballistische Rakete sei abgefangen worden, einfach weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schrieb er in sozialen Medien und appellierte an die Partner seines Landes. Mittel zur Flugabwehr würden nicht in Lagern für hypothetische Szenarien gebraucht, sondern jetzt in der Ukraine. Dazu veröffentlichte er Fotos und einen Videozusammenschnitt, die Einsatzkräfte und Zerstörungen an Wohnhäusern zeigen.

Beschädigt wurden ihm zufolge 18 Häuser, eine Schule, die litauische Botschaft und Infrastruktureinrichtungen in Kiew.

Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.
Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.  © Dan Bashakov/AP/dpa

31. Juli, 17.01 Uhr: Kiew greift Lagerhaus und Raffinerie in Wolgograd an

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt.

Gouverneur Andrej Botscharow bestätigte die Einschläge und schrieb auf dem Telegramkanal der Gebietsverwaltung von fünf Verletzten durch die Angriffe. Neben den Industrieobjekten seien in der Stadt, die früher Stalingrad hieß, auch ein Wohnblock und ein privates Wohnhaus beschädigt worden, schrieb er. Später teilten die Behörden mit, dass wegen der Größe des Feuers zusätzliche Einheiten zu den Löscharbeiten ausgerückt seien. Auch Wildberries selbst bestätigte den Treffer in seinem Lagerhaus.

31. Juli, 12.46 Uhr: Russische Marschflugrakete über Polen abgestürzt

Polen hat bestätigt, dass es sich bei einem Geschoss, das nahe der Grenze zur Ukraine abgestürzt ist, um eine russische Marschflugrakete handelte.

"Ich habe mit dem Einsatzleiter gesprochen und wir können mit absoluter Sicherheit bestätigen, dass es sich um eine russische Kh-101-Rakete handelt", sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk am Donnerstagabend.

Er erklärte, die Rakete sei potenziell sehr gefährlich und könne auch Atomsprengköpfe tragen.

Das Objekt stürzte in einem unbewohnten Gebiet in der Nähe des Dorfes Tarnawa Kolonia, etwa 90 Kilometer südlich von Lublin, ab, wo am frühen Morgen Alarm ausgelöst wurde.

Polizisten, Soldaten und Feuerwehrleute sind in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia im Osten Polens im Einsatz.
Polizisten, Soldaten und Feuerwehrleute sind in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia im Osten Polens im Einsatz.  © Wojtek Jargilo/PAP/dpa

31. Juli, 9.38 Uhr: Trump ist "nicht sicher" über Patriot-Lizenzen für die Ukraine

US-Präsident Donald Trump ist einem Bericht der britischen "Financial Times" zufolge "nicht sicher", ob die US-Regierung der Ukraine Lizenzen für den Bau von Patriot-Luftabwehrraketen erteilen wird.

"Wir prüfen das", sagte Trump der "Financial Times", wie die Tageszeitung am Donnerstag berichtete. "Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, wem wir eine Lizenz erteilen", fügte er hinzu.

Nach Angaben der UNO hatte Russland mit ballistischen Raketen im Juni die meisten ukrainischen Zivilisten in einem Monat seit April 2022 getötet. Diese Raketen kann die ukrainische Luftabwehr nur mit Patriot-Systemen aus den USA abfangen, an denen es jedoch mangelt. Diese Situation hat sich seit dem Beginn des Iran-Krieges im Februar noch weiter verschärft.

31. Juli, 8.54 Uhr: Kiew greift Lagerhaus und Raffinerie in Wolgograd an

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt.

Gouverneur Andrej Botscharow bestätigte die Einschläge und schrieb auf dem Telegramkanal der Gebietsverwaltung von fünf Verletzten durch die Angriffe. Neben den Industrieobjekten seien in der Stadt, die früher Stalingrad hieß, auch ein Wohnblock und ein privates Wohnhaus beschädigt worden, schrieb er.

Später teilten die Behörden mit, dass wegen der Größe des Feuers zusätzliche Einheiten zu den Löscharbeiten ausgerückt seien. Auch Wildberries selbst bestätigte den Treffer in seinem Lagerhaus.

Ukrainische Drohnen sind bei einem Angriff auf die russische Stadt Wolgograd zum Einsatz gekommen.
Ukrainische Drohnen sind bei einem Angriff auf die russische Stadt Wolgograd zum Einsatz gekommen.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

31. Juli, 6.12 Uhr: Selenskyj erhebt Vorwürfe gegen Verbündete

Kampfflugzeuge konnten nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine beträchtliche Anzahl von russischen Marschflugkörpern abschießen. Zugleich verwies der Präsident erneut auf den "kritischen Mangel" an Patriot-Raketen für die Luftabwehr.

Er forderte die Verbündeten – wie zuletzt immer wieder – zur Lieferung der Waffen auf. "Verspätete Hilfe und Verzögerungen bei der Lieferung von Raketenabwehrsystemen führen genau zu solchen Zerstörungen und genau zu solchen Opfern, wie wir sie heute leider erleben."

Überraschend kamen die Angriffe indes nicht: Selenskyj hatte am Mittwoch vor einer unmittelbar bevorstehenden schweren Attacke Russlands aus der Luft gewarnt. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs.

Präsident Selenskyj beklagt eine überlastete Flugabwehr.
Präsident Selenskyj beklagt eine überlastete Flugabwehr.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

30. Juli, 22.16 Uhr: Ukrainische Häfen blockiert – Export von Eisenerz stockt

Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken.

Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigte Medienberichten zufolge im Parlament einen Stillstand der Förderung von 10 bis 20 Tagen an. Drei von vier Schiffen mit Eisenerzkonzentrat könnten nicht auslaufen. Überdies sei eins der Schiffe von einer russischen Drohne beschädigt worden, dabei sei ein Matrose ums Leben gekommen.

Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih hat wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau eingeschränkt.

Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken.
Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

30. Juli, 22.14 Uhr: Selenskyj - Russen schossen mit nordkoreanischer Rakete

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem schweren Luftangriff erstmals seit längerer Zeit wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt.

Gerade diese Rakete habe das Wohnhaus einer Großfamilie in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, sagte Selenskyj in einer Videoansprache aus Kiew. "Natürlich wird es noch Untersuchungen geben, alles wird überprüft werden, aber nach derzeitigem Stand handelt es sich um eine nordkoreanische ballistische Rakete."

Selenskyj warf Moskau vor, sich mit dem "wahnsinnigen Regime in Nordkorea" zu verbünden, um Waffen und Soldaten zu bekommen. In Raduschne wurden nach vorläufigen Angaben sechs Mitglieder einer Familie getötet, wobei in dem völlig zerstörten Haus zehn Menschen wohnten.

Titelfoto: Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

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