Ukraine-Krieg: Gemüsehändler attackiert - Selenskyj spricht von Drohnen-"Safari"

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Ukraine - Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen.

Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim schon vor über zehn Jahren annektiert und militarisiert. Mitten im laufenden Krieg mit der Ukraine erschießt ein russischer Soldat nun mehrere Menschen. (Archivbild)
Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim schon vor über zehn Jahren annektiert und militarisiert. Mitten im laufenden Krieg mit der Ukraine erschießt ein russischer Soldat nun mehrere Menschen. (Archivbild)  © vonDARYA NAZAROVA / AFP

Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit.

Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten umgebracht und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekanntgegeben.

Die Schwarzmeer-Halbinsel wurde von Russland bereits 2014 besetzt und für russisch erklärt. Die bereits vorher vorhandene Moskauer Militärpräsenz wurde dabei noch weiter ausgebaut.

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Im Februar 2022 startete der Kreml zudem einen bis heute andauernden Angriff auf die Ukraine und erhebt Anspruch auf weitere Regionen im Süden und Osten des Nachbarlandes.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

4. August, 17.14 Uhr: Gemüsehändler attackiert - Selenskyj spricht von Drohnen-"Safari"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen.

Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift.

"Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-"Safari", die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert", schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun.

Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht.

Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist.

Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.
Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

4. August, 16.38 Uhr: Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen

Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.

Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X.

Dort hätten ihn zwei polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

"Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der Nato-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses", schrieb Kosiniak-Kamysz weiter.

Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.

4. August, 15.51 Uhr: Türkei fordert nach Drohnenangriff mehr Sicherheit im Schwarzen Meer

Die Türkei hat die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu aufgerufen, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen.

Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit. 

"Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht", hieß es weiter.

Am Montagabend waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff "Nadeschda" mehrere Seeleute verletzt worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurde das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei getroffen.

4. August, 10.29 Uhr: Ukraine nimmt erneut russischen Versandhändler ins Visier - Tote

Die Ukraine hat erneut an mehreren Stellen den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries angegriffen.

Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.

Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.
Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.  © --/dpa

4. August, 10.28 Uhr: Tote in der Ukraine durch russische Angriffen

Auch die Ukraine beklagte nach russischen Angriffen Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, zufolge zwei Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.

In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.

4. August, 7.24 Uhr: Fünf Tote bei Drohnenangriff in der Region Moskau

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden.

Mindestens sechs weitere Menschen seien in einem Industriegebiet in Tschechow verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram.

Mehrere Feuer seien durch den Angriff ausgelöst worden, erklärte der Gouverneur weiter. Die Feuerwehr habe den größten Brand in einem Lager gelöscht.

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)
Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

3. August, 20.33 Uhr: Selenskyj entlässt Botschafterin in Washington

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40), von ihrem Amt entbunden.

Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington. Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.

Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskyjs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat.

Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.

Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).
Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).  © Helmut Fohringer/APA/dpa

3. August, 17.45 Uhr: Druck aus Moskau - Selenskyj hofft auf Frieden bis Herbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hofft Russland bis Herbst so unter Druck zu setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt.

Wann genau dies sein werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte er vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew.

Ukrainische Drohnenangriffe auf mittlere und lange Distanz, Sanktionen des Auslands und diplomatische Anstrengungen müssten zusammenwirken, "um Russland keine Alternative zu einem Frieden zu lassen", sagte er. "Wir werden hart daran arbeiten, damit das bis zum Herbst passiert."

Gleichzeitig richtete sich Selenskyj aber auf einen weiteren Kriegswinter ein. Den Diplomaten seines Landes erteilte er den Auftrag, die notwendige technische Unterstützung und Waffen bei den ausländischen Partnern zu organisieren.

"Jeder Botschafter muss Waffen für die Ukraine auftreiben." Als wichtiges internationales Projekt der Ukraine nannte er die gemeinsame Entwicklung des Raketenabwehrsystems Freyja mit europäischen Partnern.

3. August, 15.58 Uhr: Mehrere Tote nach russischem Angriff auf Tankstelle

Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der Südostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden.

Darunter sei ein acht Jahre alter Junge, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit.

Sechs weitere Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren seien bei der Attacke auf die Tankstelle im Kreis Krywyj Rih verletzt worden. Ein Feuer sei am Einschlagsort ausgebrochen.

Immer wieder werden Zivilisten im russischen Angriffskrieg in der Ukraine getötet. (Symbolfoto)
Immer wieder werden Zivilisten im russischen Angriffskrieg in der Ukraine getötet. (Symbolfoto)  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

3. August, 14.40 Uhr: Selenskyj ernennt neuen Chef für Auslandsgeheimdienst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat den Chefunterhändler Rustem Umjerow (44) für die Kontakte mit Russland zur Beendigung des Krieges zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt.

Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister gewesen war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die zuletzt unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilte Selenskyj mit.

Umjerow, der zuletzt Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gewesen war, soll auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, sagte Selenskyj bei einem Treffen mit Diplomaten.

Demnach gibt es inzwischen Verträge mit neun Staaten, weitere Abkommen seien geplant.

Rustem Umjerow (44) tritt seinen neuen Posten als Chef des Auslandsgeheimdienstes an.
Rustem Umjerow (44) tritt seinen neuen Posten als Chef des Auslandsgeheimdienstes an.  © Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa

3. August, 14.30 Uhr: Sprengstoffanschlag in Moskau - Vorwürfe gegen die Ukraine

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben.

"Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant "Balzi Rossi" in Moskau erreicht", teilte die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit.

"Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten", hieß es weiter in der Mitteilung.

Titelfoto: Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

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