Ukraine-Krieg: Grünen-Chefin fordert Festsetzung von Putins Schattenflotte

Ukraine - Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt.

Das ukrainische Außenministerium entschuldigte sich für ihre sprengstoffbeladenen Seedrohne.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

"Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden", schrieb Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X.

Das zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle.

Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung für das osteuropäische Land. 

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Bereits im Mai entdeckten Fischer vor der griechischen Mittelmeerinsel Lefkada ein etwa sechs Meter langes unbemanntes Boot mit laufendem Motor. Auf dem von den Behörden als ukrainisch identifizierten Boot wurden rund 100 Kilogramm Sprengstoff entdeckt.

Die Küstenwache machte den Sprengsatz mit einer kontrollierten Explosion unschädlich. In seiner Protestnote sprach Athen von einer Gefährdung der maritimen Sicherheit und einem Risiko für Zivilisten und verlangte von Kiew eine offizielle Stellungnahme.hatte.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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6. Juni, 14.39 Uhr: Kiew greift Russland mit Drohnen an - Brände und Schäden

Berichte über Drohnenschläge gab es zudem aus anderen Teilen Russlands, darunter im Gebiet um die Hauptstadt Moskau.

Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk sei getroffen worden, hieß es. Nach Explosionen seien in Öldepots in Brand geraten, berichteten Medien.

In sozialen Netzwerken kursierten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbare Videos, auf dem große Feuer und Rauchwolken zu sehen waren.

Die ukrainischen Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und militärische Ziele waren mehrfach Thema bei dem Wirtschaftsforum, das heute ausklingt. Die Ukraine wehrt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit gut vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.

Kremlchef Wladimir Putin (73) räumte beim Forum am Freitagabend ein, dass es durch die Angriffe einen "gewissen Schaden" für die Wirtschaft gebe.

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6. Juni, 12.51 Uhr: Grünen-Chefin fordert Festsetzung von Putins Schattenflotte

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner (46), hat Kanzler Friedrich Merz (70. CDU) aufgefordert, Russlands Schattenflotte auf der Ostsee festzusetzen.

"Das Meer, was hier vor euch liegt, das trägt auch das Öl, mit dem Putin immer noch seinen Krieg bezahlt", sagte Brantner auf einem Landesparteitag der Grünen Mecklenburg-Vorpommern in Stralsund.

Wenn die Bundesregierung wolle, könne sie die russische Schattenflotte festsetzen, sagte die Grünen-Chefin. Gemeint sind Tanker und andere Frachtschiffe, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge der Invasion in die Ukraine zu umgehen, etwa beim Öltransport. 

Der CDU-Vorsitzende Merz war zur gleichen Zeit wie Brantner im Bundesland. Nach einem Besuch beim Tag der Bundeswehr auf dem Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock wollte der Kanzler auf einem Landesparteitag der CDU in Linstow im Landkreis Rostock sprechen.

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner (46), hat jüngst eine Forderung an Friedrich Merz (70, CDU) gerichtet.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

6. Juni, 9.08 Uhr: Massive Angriffe mit Kampfdrohnen in Russland

Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen.

Gouverneur Alexander Beglow (70) und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen "großangelegten Angriff durch militärische Drohnen". Die Flugabwehr sei aktiv.

Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch bildeten sich nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauschwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

"Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen", schrieb der Gouverneur bei Telegram.

"Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen." Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am früheren Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Gefahr.

In den vergangenen Tagen kam es in Russland vermehrt zu Drohnen-Angriffen. (Archivfoto)  © Sina Schuldt/dpa

6. Juni, 7.34 Uhr: Treffen mit Schröder im Kreml - "Es war ein gutes Gespräch"

Vor dem Hintergrund von möglichen Sondierungen zwischen der EU und Russland hat sich der russische Präsident Wladimir Putin (73) nach Kreml-Angaben zu einem Vieraugengespräch mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (82,S PD) getroffen.

"Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", sagte der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow (79), der Agentur Interfax. Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. 

Die Beziehungen zwischen der EU und Russland sind seit dem russischen Einmarsch in das Nachbarland Ukraine 2022 und der Unterstützung Kiews durch Brüssel zerrüttet.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) zog eine positive Bilanz aus dem Treffen mit Gerhard Schröder (82, SPD).  © -/Kremlin/dpa

6. Juni, 7.25 Uhr: Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu

Außenminister Johann Wadephul (63) sagt der Ukraine nach der Absage von Kremlchef Wladimir Putin (73) an ein Verhandlungsangebot seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj (48) unverbrüchliche Unterstützung zu.

Man nehme die jüngsten Aussagen von Putin zur Kenntnis und ziehe "daraus die einzig richtige und notwendige Konsequenz: Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich", sagte der CDU-Politiker am Rande seines Besuchs in Mexiko-Stadt vor Journalisten.

Je eher Putin "an den Verhandlungstisch kommt, desto eher hört das Sterben auf. Nicht nur von Zivilbevölkerung und von Menschen in der Ukraine, sondern übrigens ja auch von russischen Soldatinnen und Soldaten", fügte der Außenminister hinzu.

Zugleich verlangte er erneut die Einbeziehung der Europäer in mögliche Verhandlungen. Europa müsse dort eine Rolle spielen und auch mitbestimmen. "Eine Sache steht fest: Deutschland steht zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine", versicherte der Bundesaußenminister.

5. Juni, 20.52 Uhr: Putin hat Schröder laut Kreml zu Vieraugengespräch getroffen

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) hat sich nach Kreml-Angaben zu einem Vieraugengespräch mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (82, SPD) getroffen.

"Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", sagte der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, der Agentur Interfax. Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (82, SPD) sollen sich kürzlich getroffen haben. (Archivbild)  © Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

5. Juni, 20.03 Uhr: Russland wählt laut Selenskyj erneut den Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bedauert die Ablehnung eines direkten Treffens durch Kremlchef Wladimir Putin (73).

"Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Antwort sei schwach und enttäusche sicherlich viele in der Welt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte vermutlich nichts anderes erwartet.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

5. Juni, 18.24 Uhr: Putin will Selenskyj nicht treffen

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) hat das in einem offenen Brief seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj (48) angebotene direkte Treffen abgelehnt.

"Ich sehe darin noch keinen Sinn", sagte der Kremlchef auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Vor einem solchen Gipfeltreffen müssten erst Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung des seit 2022 währenden Krieges getroffen werden. Das am Vortag von Kiew veröffentlichte Schreiben enthalte zudem "Elemente von Unverschämtheit", erklärte Putin.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) scheint sich über den Brief eher zu ärgern.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

5. Juni, 17.55 Uhr: EU-Wirtschaftskommissar gegen Lockerung von Russland-Sanktionen

EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat sich eindeutig und bestimmt gegen eine Lockerung von Sanktionen etwa gegen Russlands Ölexporte ausgesprochen.

"Es ist klar, dass es jetzt nicht an der Zeit ist, den Druck auf Russland zu verringern. Wir müssen weiterhin Druck ausüben, weiterhin Sanktionen gegen Russland verhängen", sagte er am Rande des Jahrestreffens der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga.

5. Juni, 16.44 Uhr: Putin räumt wirtschaftliche Probleme in Russland ein

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) hat Probleme der russischen Wirtschaft eingeräumt. "Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit gebremst", sagte Putin bei seiner Rede auf der Plenarsitzung des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF).

Russland sei jetzt auf dem Niveau angekommen, auf dem sich Europa schon jahrelang befinde, sagte er in einem Seitenhieb gegen die EU. Zugleich zeigte sich der Kremlchef davon überzeugt, dass es mit der Wirtschaft bald wieder bergauf gehe.

Ungewöhnlich: Russlands Präsident Wladimir Putin (73) gibt Wirtschaftsprobleme in seinem Land zu.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

5. Juni, 16.25 Uhr: Ukrainische Drohne explodiert in rumänischem Hafen

Eine fehlgeleitete ukrainische Seedrohne ist im rumänischen Hafen Constanta explodiert. Das bestätigte ein ukrainischer Außenamtssprecher in Kiew auf der Plattform X. Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums wurde niemand verletzt oder getötet, als sich das mit Sprengstoff beladene unbemannte Seefahrzeug selbst in die Luft sprengte.

Nach Darstellung des ukrainischen Sprechers sei die Drohne infolge von russischen Störsignalen unsteuerbar geworden und von ihrem Weg abgekommen. Die ukrainische Marine habe die rumänischen Partner rechtzeitig verständigt.

Die Ukraine setzt schon länger Seedrohnen ein. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

5. Juni, 15.14 Uhr: Kreml pocht auf Donbass

Angesichts stockender Vermittlungsbemühungen der USA bietet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) Kremlchef Wladimir Putin (73) in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche an.

Zunächst erneuerte der Kreml nur sein - von Selenskyj schon mehrfach abgelehntes - Angebot für Verhandlungen in Moskau und die Forderung nach einer vollständigen Kontrolle der ukrainischen Donbass-Region als Voraussetzung für einen Frieden.

Das Thema des Briefs werde höchstwahrscheinlich bei der von Putin geführten Plenarsitzung auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum vorkommen, kündigte Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) an.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) erwartet noch Äußerungen zum Brief.  © Maxim Shemetov/Pool Reuters/AP/dpa

5. Juni, 14.22 Uhr: Russland und die Ukraine tauschen je 185 Gefangene aus

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht.

Moskau habe 185 eigene Soldaten zurückgeholt und Kiew im Gegenzug eine gleich große Anzahl gefangener Ukrainer übergeben, teilte das russische Verteidigungsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit.

Moskau bedankte sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Austauschs. Die Übergabe fand demnach erneut an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bestätigte die Rückkehr von 185 ukrainischen Soldaten. Daneben sei auch ein Zivilist freigekommen, schrieb er auf Telegram. Einige der Rückkehrer waren seinen Angaben nach seit 2022 in russischer Gewalt.

Ein ukrainischer Soldat spricht mit einem Verwandten am Telefon nach seiner Gefangenschaft.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

5. Juni, 14.05 Uhr: Europäische Politiker planen Treffen mit Selenskyj

Nach der Initiative des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) für direkte Friedensgespräche mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin (73) soll es in den kommenden Tagen ein weiteres Spitzentreffen führender europäischer Politiker mit Selenskyj geben.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) sagte am Rande eines EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro, es gebe eine enge Abstimmung zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

In einigen Tagen werde man sich mit Selenskyj sehen. Bundeskanzler Merz (70), Großbritanniens Premier Keir Starmer (63) und Macron hatten sich zuletzt vor rund zwei Wochen in einer Videokonferenz ausgetauscht.

Zu Selenskyjs Brief an Putin sagte Macron: "Ich glaube, dass es heute die Ukraine und Russland sind, die sowohl einen Waffenstillstand als auch einen Friedensplan ausarbeiten können." Die Europäer könnten dabei helfen, da sie mit großem Abstand die wichtigsten Unterstützer der Ukraine seien.

Zudem seien es die Europäer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt bei den Gesprächen über einen Friedensplan mit am Tisch sitzen müssten, weil es dabei angesichts der geografischen Lage um eine Friedens- und Sicherheitsarchitektur für Europa gehe. "Deshalb halte ich das für eine gute Initiative", sagte er.

Wird es in den nächsten Tagen zu einem Spitzentreffen zwischen Wolodymyr Selenskyj (48) und einigen europäischen Politikern kommen?  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

5. Juni, 13.20 Uhr: Fünf aserbaidschanische Seeleute nach Drohnenangriff tot

Das Außenministerium in Aserbaidschan hat unter Berufung auf russische Informationen den Tod von fünf Landsleuten nach einem Drohnenangriff auf Frachtschiffe im Asowschen Meer gemeldet.

Drei weitere Aserbaidschaner seien verletzt worden, heißt es in der Mitteilung. Moskau habe Baku über den Angriff informiert. Zur Herkunft der Drohnen machte das aserbaidschanische Außenministerium keine Angaben.

Es handelt sich der Mitteilung nach um Schiffe, die nicht im Besitz des Staates Aserbaidschan sind. Insgesamt seien 25 Bürger des Landes an Bord gewesen. Mehrere Mitarbeiter der aserbaidschanischen Botschaft in Russland seien auf dem Weg zum Ort des Geschehens.

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