Ukraine-Krieg: Kind bei russischen Angriffen auf Wohnviertel getötet

Ukraine - Neuerliche russische Angriffe in der Nacht haben in der ostukrainischen Region Charkiw Tote und Verletzte gefordert.

Am Freitag verließen Ermittler das Wohnhaus, in dem die Schüsse gefallen waren.
Am Freitag verließen Ermittler das Wohnhaus, in dem die Schüsse gefallen waren.  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

Eine Drohnenattacke auf eine Wohngegend wurde ein Haus völlig zerstört, zwei Menschen kamen ums Leben, darunter ein Kind. Außerdem seien drei weitere Personen verletzt worden.

Auch in der Industrieregion Dnipropetrowsk gab es nach Behördenangaben mehrere Verletzte. "Durch einen Drohnenangriff auf Schachtarske im Landkreis Synelnykowe kamen neun Menschen zu Schaden - darunter ein 13-jähriges Mädchen", schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Eins der Opfer, eine 57-jährige Frau, sei in kritischem Zustand, die übrigen hätten mittelschwere Verletzungen erlitten.

Mutmaßlicher Nord-Stream-Drahtzieher an Deutschland ausgeliefert
Ukraine Mutmaßlicher Nord-Stream-Drahtzieher an Deutschland ausgeliefert

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9. Februar, 7.40 Uhr: Russische Angriffe in der Ukraine fordern das Leben eines Kindes

In der Nacht führten erneute russische Angriffe in der ostukrainischen Region Charkiw zu Toten und Verletzten.

Bei einer Drohnenattacke auf ein Wohnviertel der grenznahen Kleinstadt Bohoduchiw sei ein Haus vollständig zerstört worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz bei Telegram mit. "Aus den Trümmern wurden zwei Leichen geborgen: die einer Frau und eines zehnjährigen Jungen." Außerdem seien drei weitere Personen verletzt worden.

Häuser wurden zerstört, Menschen kamen ums Leben bei dem Drohnenangriff in der Region Charkiw. (Archivbild)
Häuser wurden zerstört, Menschen kamen ums Leben bei dem Drohnenangriff in der Region Charkiw. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

8. Februar, 20.43 Uhr: Erste Drohne aus Produktion in Deutschland laut Selenskyj schon im Februar

Mitte Februar erwartet die Ukraine die ersten ukrainischen Drohnen aus einer Produktionsstätte in Deutschland.

"Ich werde die erste Drohne erhalten. Das ist eine Produktionslinie, die bereits arbeitet", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Auftritt vor Studentinnen und Studenten in Kiew. Auch in Großbritannien gebe es bereits eine funktionierende Produktion mit "unserer ukrainischen Technologie".

Bald schon sollen erste Drohnen aus Deutschland in der Ukraine eintreffen, so Präsident Wolodymyr Selenskyj (48).
Bald schon sollen erste Drohnen aus Deutschland in der Ukraine eintreffen, so Präsident Wolodymyr Selenskyj (48).  © -/Ukrainian Presidency/dpa

8. Februar, 16.55 Uhr: Russland greift Kiew wieder mit ballistischen Raketen an

Das russische Militär hat erneut Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen.

"Explosionen in der Hauptstadt. [...] Die Flugabwehr ist aktiv", schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Abend bei Telegram. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen vernehmbar.

8. Februar, 9.58 Uhr: Attentat auf General - Moskau beschuldigt Kiewer Geheimdienst

Nach der Festnahme von zwei Männern wegen des Anschlags auf einen hochrangigen Militär in Moskau machen russische Ermittler ukrainische Geheimdienste für die Tat verantwortlich.

Der in Dubai festgenommene und an Russland überstellte Attentäter habe auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste gehandelt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittler.

Der Mann soll demnach im Dezember 2025 nach Moskau gekommen sein, um einen Terrorakt auf Wladimir Alexejew auszuüben. Eine weitere Komplizin soll demnach in die Ukraine geflohen sein.

8. Februar, 8.59 Uhr: Festnahmen nach Schüssen auf russischen General

Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden.

Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin floh den Angaben nach in die Ukraine.

Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor.

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew verübt.
In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew verübt.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

7. Februar, 19.10 Uhr: Selenskyj - AKWs produzieren nach Angriffen weniger Strom

Infolge heftiger russischer Raketenangriffe auf wichtige Umspannwerke und Hochspannungsleitungen produzieren ukrainische Atomkraftwerke weniger Strom.

"Ein Reaktor schaltete sich automatisch ab. Das ist ein Niveau von Angriffen, das sich kein Terrorist der Welt erlaubt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Im Interesse der Sicherheit der Region müsse Russland die Reaktion der "ganzen Welt" darauf spüren, verlangte Selenskyj.

7. Februar, 12.56 Uhr: USA wollen Krieg laut Selensky bis Sommer beenden

Die USA dringen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) auf ein Ende des Ukraine-Kriegs bis Anfang des Sommers.

"Die Amerikaner schlagen den Parteien vor, den Krieg bis Anfang des Sommers zu beenden und werden wahrscheinlich diesem Zeitplan entsprechend Druck auf die Beteiligten ausüben", sagte Selenskyj übereinstimmenden Berichten zufolge.

6. Februar, 19.44 Uhr: EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg

Russland muss zum vierten Jahrestag seiner großangelegten Invasion in die Ukraine mit umfangreichen neuen EU-Sanktionen rechnen.

Ein von der Europäischen Kommission in Brüssel präsentiertes Paket sieht scharfe Maßnahmen vor, um Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren. Zudem sollen weitere Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und zusätzliche Handelsbeschränkungen erlassen werden.

"Während in Abu Dhabi wichtige Friedensgespräche laufen, müssen wir klar sehen: Russland wird nur dann mit ernsthaftem Willen an den Verhandlungstisch kommen, wenn es dazu unter Druck gesetzt wird", kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Vorlage des Sanktionspakets. Es muss noch von den Mitgliedstaaten beraten und beschlossen werden. Im Idealfall kann es zum Jahrestag am 24. Februar in Kraft treten.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (67), während einer Pressekonferenz am EU-Hauptsitz in Brüssel.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (67), während einer Pressekonferenz am EU-Hauptsitz in Brüssel.  © Virginia Mayo/AP/dpa

6. Februar, 16.02 Uhr: Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

Estland hat weitere Einreiseverbote gegen Russen verhängt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben.

Nach Angaben des Innenministeriums wurde 1.073 Kämpfer auf eine schwarze Liste von Personen gesetzt, die nicht mehr in das baltische EU- und Nato-Land einreisen dürfen. Darauf befinden sich bereits die Namen von 261 weiteren ehemaligen Kämpfern, die Mitte Januar mit einem Einreiseverbot belegt wurden.

"Russische Militärangehörige, die in der Ukraine gekämpft haben und dort weiterhin kämpfen, haben getötet, zerstört, vergewaltigt und geplündert. Die Schließung des gemeinsamen europäischen Sicherheitsraums und des Schengen-Raums für sie liegt im Interesse unserer aller Sicherheit", sagte Innenminister Igor Taro unter Verweis auf die Risiken, die von vormaligen Kriegsteilnehmern ausgingen. "Es kann nicht sein, dass man heute Menschen tötet und morgen im zivilisierten Europa Urlaub macht."

6. Februar, 14.24 Uhr: Moskau wirft Ukraine Beteiligung an Attentat auf General vor

Moskau wirft der Ukraine eine Beteiligung am Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, vor.

"Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.

Nach einem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, spricht Moskau von Terror - und macht die Ukraine verantwortlich.
Nach einem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, spricht Moskau von Terror - und macht die Ukraine verantwortlich.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

6. Februar, 12.43 Uhr: Kreml bezeichnet Gespräche in Abu Dhabi als "konstruktiv"

Moskau hat die Ukraine-Gespräche unter US-Vermittlung in Abu Dhabi positiv bewertet.

"Zwei Tage lang wurde konstruktive und zugleich sehr komplexe Arbeit geleistet", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Und die Arbeit werde fortgesetzt.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate hatten Delegationen Russlands, der Ukraine und der USA erneut über ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gesprochen. Greifbare Ergebnisse wurden nicht präsentiert. Parallel zu den Verhandlungen wurde jedoch ein Austausch von mehr als 300 Kriegsgefangenen vollzogen.

Titelfoto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

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