Ukraine-Krieg: Mindestens 17 Tote! Russland überzieht Kiew mit Raketenhagel

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Ukraine - Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Russische Raketen haben in der Nacht zu Mittwoch auch ein Lebensmittellager in der Nähe von Kiew getroffen.
Russische Raketen haben in der Nacht zu Mittwoch auch ein Lebensmittellager in der Nähe von Kiew getroffen.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Nach Behördenangaben sind dabei mindestens 17 Menschen getötet worden. 14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.

In Kiew brachen mehrere große Brände aus, es gab Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken der Stadt. Unter anderem wurden Lagerhäuser zerstört, auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen.

In den angrenzenden Landkreisen Browary, Fastiw und Butscha wurden nach Angaben des Zivilschutzes ebenfalls Lagerhäuser attackiert. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

5. August, 9.58 Uhr: Selenskyj - Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen mit mindestens 17 Toten erneut über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung des Landes geklagt.

Solche Abwehrraketen hätten "die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige der russischen Raketen aus der Nacht abschießen.

Russland hatte die Ukraine nach Angaben der Luftwaffe mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen wurden demnach abgefangen. Selenskyjs Angaben zufolge stieg die Zahl der getöteten Menschen am Mittwochmorgen auf 17. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Raum Kiew verletzt.

5. August, 8.27 Uhr: Zahl der Opfer nach russischen Angriff gestiegen

Durch einen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umland sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen getötet worden.

14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, in der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.

In Kiew brachen mehrere große Brände aus, Lagerhäuser wurden zerstört und auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.

Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.
Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.  © Dan Bashakov/AP/dpa

5. August, 6.02 Uhr: Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew - zwei Tote

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Dabei sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Zudem gab es erste Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten in der Nacht zum Mittwoch von mehreren heftigen Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt.

"Der Feind greift erneut gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur an", erklärte die Militärverwaltung von Kiew im Onlinedienst Telegram. Eine Frau sei getötet und worden. Ein weiterer Mensch kam nach Angaben der Regionalbehörden westlich der Hauptstadt im Bezirk Butscha ums Leben.

Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.

Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.
Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.  © EVGEN KOTENKO / AFP

4. August, 17.14 Uhr: Gemüsehändler attackiert - Selenskyj spricht von Drohnen-"Safari"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen.

Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift.

"Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-"Safari", die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert", schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun.

Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht.

Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist.

Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.
Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

4. August, 16.38 Uhr: Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen

Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.

Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X.

Dort hätten ihn zwei polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

"Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der Nato-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses", schrieb Kosiniak-Kamysz weiter.

Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.

4. August, 15.51 Uhr: Türkei fordert nach Drohnenangriff mehr Sicherheit im Schwarzen Meer

Die Türkei hat die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu aufgerufen, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen.

Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit.

"Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht", hieß es weiter.

Am Montagabend waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff "Nadeschda" mehrere Seeleute verletzt worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurde das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei getroffen.

4. August, 10.29 Uhr: Ukraine nimmt erneut russischen Versandhändler ins Visier - Tote

Die Ukraine hat erneut an mehreren Stellen den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries angegriffen.

Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.

Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.
Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.  © --/dpa

4. August, 10.28 Uhr: Tote in der Ukraine durch russische Angriffen

Auch die Ukraine beklagte nach russischen Angriffen Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, zufolge zwei Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.

In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.

4. August, 7.24 Uhr: Fünf Tote bei Drohnenangriff in der Region Moskau

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden.

Mindestens sechs weitere Menschen seien in einem Industriegebiet in Tschechow verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram.

Mehrere Feuer seien durch den Angriff ausgelöst worden, erklärte der Gouverneur weiter. Die Feuerwehr habe den größten Brand in einem Lager gelöscht.

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)
Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

3. August, 20.33 Uhr: Selenskyj entlässt Botschafterin in Washington

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40), von ihrem Amt entbunden.

Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington. Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.

Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskyjs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat.

Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.

Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).
Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).  © Helmut Fohringer/APA/dpa

3. August, 17.45 Uhr: Druck aus Moskau - Selenskyj hofft auf Frieden bis Herbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hofft Russland bis Herbst so unter Druck zu setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt.

Wann genau dies sein werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte er vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew.

Ukrainische Drohnenangriffe auf mittlere und lange Distanz, Sanktionen des Auslands und diplomatische Anstrengungen müssten zusammenwirken, "um Russland keine Alternative zu einem Frieden zu lassen", sagte er. "Wir werden hart daran arbeiten, damit das bis zum Herbst passiert."

Gleichzeitig richtete sich Selenskyj aber auf einen weiteren Kriegswinter ein. Den Diplomaten seines Landes erteilte er den Auftrag, die notwendige technische Unterstützung und Waffen bei den ausländischen Partnern zu organisieren.

"Jeder Botschafter muss Waffen für die Ukraine auftreiben." Als wichtiges internationales Projekt der Ukraine nannte er die gemeinsame Entwicklung des Raketenabwehrsystems Freyja mit europäischen Partnern.

Titelfoto: Dan Bashakov/AP/dpa

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