Ukraine-Krieg: Putin stimmt laut Trump Angriffspause auf Kiew zu

Ukraine - Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet worden.

Beschädigte Autos und Wohnhäuser nach einem russischen Angriff in Saporischschja.
Beschädigte Autos und Wohnhäuser nach einem russischen Angriff in Saporischschja.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk in der Nacht zum Donnerstag ihr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

Am Dienstag und Mittwoch hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew 16 Menschen getötet. Sechs Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug in Charkiw ihr Leben.

Die jüngsten Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund der am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA.

Mutmaßlicher Nord-Stream-Drahtzieher an Deutschland ausgeliefert
Ukraine Mutmaßlicher Nord-Stream-Drahtzieher an Deutschland ausgeliefert

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

Nach Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hat das ukrainische Verteidigungsministerium den US-amerikanischen Raumfahrtkonzern SpaceX von Milliardär Elon Musk (54) kontaktiert.

"Ich bin der Präsidentin von SpaceX, Gwynne Shotwell, und besonders Elon Musk für die schnelle Reaktion und den Beginn der Arbeiten an der Lösung des Problems dankbar", schrieb Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bei Telegram. Zuvor waren mehrere russische Drohnen unerwartet über ukrainischen Städten aufgetaucht.

Kiew: Eine Antenne des Satelliten-Internetanbieters Starlink ist auf einem Zug im Hauptbahnhof zu sehen.
Kiew: Eine Antenne des Satelliten-Internetanbieters Starlink ist auf einem Zug im Hauptbahnhof zu sehen.  © Christoph Soeder/dpa-ENR-Pool/dpa

29. Januar, 19.25 Uhr: Laut Klitschko noch über 450 Wohnblöcke ohne Heizung in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme.

Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (54) bei Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) hat keine besonders guten Nachrichten für die Bürger.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) hat keine besonders guten Nachrichten für die Bürger.  © Sebastian Gollnow/dpa

29. Januar, 19.17 Uhr: Putin stimmt laut Trump Angriffspause auf Kiew zu

Kremlchef Wladimir Putin (73) soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump (79) einer einwöchigen Pause der russischen Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt haben. Der Republikaner führte als Grund für seine Initiative bei Putin die extreme Kälte in der Ukraine an. Er habe deshalb persönlich nach der Angriffspause gefragt.

Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Aus Trumps Ausführungen während einer Kabinettsitzung in Washington ging nicht hervor, wann genau der Zeitpunkt für den Start für eine angebliche Angriffspause infrage kommen könnte.

Ob Kremlchef Wladimir Putin (73) weiß, was er US-Präsident Trump (79) versprochen haben soll?
Ob Kremlchef Wladimir Putin (73) weiß, was er US-Präsident Trump (79) versprochen haben soll?  © Alexey Danichev/Kremlin/dpa

29. Januar, 16.48 Uhr: EU kündigt 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Ukraine an

Die EU will 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in der Ukraine zur Verfügung stellen. Sie sollen unter anderem Schutz, Unterkünfte, Nahrungsmittel sowie Zugang zu Wasser und Gesundheitsdiensten ermöglichen, wie die EU-Kommission mitteilte. Weitere 8 Millionen Euro sind demnach für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Moldau bestimmt.

Zudem liefert die EU angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine 500 weitere Notstromgeneratoren. Vergangenen Freitag hatte sie bereits 447 dieser Notstromsysteme auf den Weg gebracht.

29. Januar, 14.59 Uhr: Russischer Außenminister will nichts von Sicherheitsgarantien wissen

Russland wird nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow (75) internationale Sicherheitsgarantien nur für eine moskaufreundliche Ukraine akzeptieren. Die russische Regierung wisse nicht, was die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien vereinbart hätten, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau.

"Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (...) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern", sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow (75) weiß mal wieder angeblich von nichts.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (75) weiß mal wieder angeblich von nichts.  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

29. Januar, 14.55 Uhr: Merz sieht keine Notwendigkeit für eigene Gespräche mit Putin

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will weiterhin nicht selbst mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) eine Lösung des Ukraine-Kriegs suchen.

Er sehe aktuell "keine Notwendigkeit, zusätzliche Gesprächskanäle zu eröffnen", sagte der CDU-Chef in Berlin. Die Europäer seien über die Gespräche der Ukraine, der USA und Russlands im Detail informiert.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will nicht mit Putin sprechen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will nicht mit Putin sprechen.  © Fabian Sommer/dpa

29. Januar, 14.15 Uhr: Deutschland übergibt in Kiew zwei mobile Heizkraftwerke

Deutschland stockt seine Winterhilfe für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur des Landes um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf.

Das Geld komme zu den im Dezember bereitgestellten Mitteln von 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung hinzu, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Die in der Hauptstadt Kiew übergebenen beiden Blockheizkraftwerke seien die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und Batteriesysteme sollten folgen.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) erklärte, Russland erschwere mit seinen Angriffen das Leben in der Ukraine und setze darauf, dass viele Menschen die Flucht ergreifen. "Wir setzen auf die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes und stehen an seiner Seite."

Der deutsche Botschafter Heiko Thoms übergibt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zwei mobile Blockheizkraftwerke für die Versorgung der Hauptstadt Kiew.
Der deutsche Botschafter Heiko Thoms übergibt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zwei mobile Blockheizkraftwerke für die Versorgung der Hauptstadt Kiew.  © -/Deutsche Botschaft Ukraine/dpa

29. Januar, 13.12 Uhr: Moskau warnt vor Auslaufen des letzten Abrüstungspakts mit USA

Russland hat vor dem Auslaufen des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags New Start mit den USA kommende Woche vor den Folgen für die strategische Stabilität in der Welt gewarnt.

"Da entsteht ein schwerwiegendes Defizit, das kaum den Interessen der Völker unserer beiden Länder und eigentlich der gesamten Welt entspricht, denn es geht hier um die globale strategische Stabilität", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge. Der 2010 zwischen Moskau und Washington geschlossene Vertrag New Start läuft am 5. Februar aus.

29. Januar, 11 Uhr: Ukraine und Russland tauschen erneut Soldatenleichen aus

Die Ukraine und Russland haben erneut die sterblichen Überreste der bei den Kämpfen getöteten Soldaten getauscht.

Kiew habe die Leichname von 1.000 Soldaten erhalten, teilte der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bei Telegram mit. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für die Vermittlung.

Dem russischen Unterhändler Wladimir Medinski zufolge sind im Gegenzug die Leichen von 38 russischen Soldaten zurückgegeben worden. Der Austausch sei auf der Basis von im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarungen im türkischen Istanbul erfolgt.

29. Januar, 6.36 Uhr: Laut Merz keine Chance für schnellen EU-Beitritt der Ukraine

Kanzler Friedrich Merz sieht weiterhin keine Chance für einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.

"Ein Beitritt zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht", sagte der CDU-Chef nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union im Kanzleramt in Berlin. Jedes Land, dass zur EU gehören wolle, müsse zunächst die sogenannten Kopenhagener Kriterien erfüllen, dieser Prozess dauere in der Regel einige Jahre.

Merz betonte aber, dass es wichtig sei, dass die Ukraine eine Perspektive habe, die den Weg zum Beitritt ebne. Dies sei aber ein längerfristiger Prozess. "Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht."

Kanzler Friedrich Merz (70) sieht weiterhin keine Chance für einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.
Kanzler Friedrich Merz (70) sieht weiterhin keine Chance für einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

28. Januar, 22.10 Uhr: Selenskyj kritisiert nach Blackout Kiews Stadtverwaltung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die schwere Lage in Kiew mit der Wärme- und Stromversorgung nach den russischen Luftangriffen auch der Stadtverwaltung angelastet.

"Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern", forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Zuletzt kritisierte Wolodymyr Selenskyj (48) die Stadtverwaltung in Kiew.
Zuletzt kritisierte Wolodymyr Selenskyj (48) die Stadtverwaltung in Kiew.  © Markus Schreiber/AP/dpa

28. Januar, 18.08 Uhr: Selenskyj kann für Treffen nach Moskau kommen

Russland gibt sich zum wiederholten Mal offen für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) mit Kremlchef Wladimir Putin (73).

Russland habe solche Kontakte nie abgelehnt, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow (78), dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin. Sarubin veröffentlichte ein Video des Interviews auf seinem Telegram-Kanal.

Uschakow sagte weiter, wenn Selenskyj wirklich bereit zu einem Treffen sei, könne er in die russische Hauptstadt Moskau kommen, das habe Putin mehrfach gesagt. Auch in Telefonaten des Kremlchefs mit US-Präsident Donald Trump sei so ein Treffen häufiger Thema gewesen.

Wichtig sei, dass der Kontrakt gut vorbereitet und auf Ergebnisse ausgerichtet sei, sagte Uschakow. Russland garantiere dem ukrainischen Präsidenten Sicherheit. Dabei ist für die ukrainische Seite klar, dass eine Reise Selenskyjs in die Hauptstadt des Feindes aus Sicherheitsgründen nicht infrage kommt.

Kommt es nun bald zu einem Treffen zwischen Wladimir Putin (73) und Wolodymyr Selenskyj (48)?
Kommt es nun bald zu einem Treffen zwischen Wladimir Putin (73) und Wolodymyr Selenskyj (48)?  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/Stephanie Lecocq/Pool Reuters/dpa/dpa

28. Januar, 14.20 Uhr: 1,2 Millionen russischer Soldaten verwundet oder tot

Die russische Armee hat nach Berechnungen von US-Experten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren.

Ein Bericht der Denkfabrik CSIS in Washington geht dabei von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.

Das Center for Strategic and International Studies stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Sollten die Kämpfe so intensiv weitergehen, werde der zusammengerechnete Verlust beider Seiten absehbar im April zwei Millionen Soldaten übersteigen, heißt es. "In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten", schreiben die Autoren über die russische Seite.

Beide Kriegsparteien behandeln ihre Verlustzahlen als Verschlusssache. In Moskau sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, Zahlen wie in dem Bericht dürfe man nicht als glaubhaft betrachten. Nur das Verteidigungsministerium sei befugt, Zahlen zu den russischen Verlusten zu veröffentlichen.

Gräber russischer Soldaten, die in der Ukraine getötet wurden, auf einem Friedhof in der russischen Region Wolgograd.
Gräber russischer Soldaten, die in der Ukraine getötet wurden, auf einem Friedhof in der russischen Region Wolgograd.  © Uncredited/AP/dpa

28. Januar, 10.22 Uhr: Tote und Verletzte durch russische Luftangriffe

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben an mehreren Orten Zivilisten getötet oder verletzt worden.

In der Gemeinde Bilohorodka westlich von Kiew sei ein Elternpaar getötet worden, teilte die nationale Polizei auf Telegram mit. Das vierjährige Kind des Paares musste demnach verletzt behandelt werden. Daneben habe es drei weitere Verletzte gegeben.

Im südlichen Gebiet Dnipropetrowsk wurde ein Mann getötet. Sieben Menschen wurden verletzt, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Auch Odessa am Schwarzen Meer wurde die zweite Nacht in Folge attackiert.

Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus in Kiew.
Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus in Kiew.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

28. Januar, 6.47 Uhr: Selenskyj ist zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln.

Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal "Jewropejska Prawda". Dabei gehe es um Gebietsfragen und das russische besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Wolodymyr Selenskyj (48, r.) ist laut seinem Außenminister bereit, direkt mit Kremlchef Wladimir Putin (73) zu verhandeln.
Wolodymyr Selenskyj (48, r.) ist laut seinem Außenminister bereit, direkt mit Kremlchef Wladimir Putin (73) zu verhandeln.  © Bildmontage: Vladimir Smirnov/Pool Sputnik Kremlin/dpa, Efrem Lukatsky/AP/dpa

28. Januar, 4 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Passagierzug

Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden.

Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. "Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten", sagte er.

In jedem Land würde ein solcher Angriff als Terrorismus gewertet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er forderte mehr Druck auf Russland und dass es für seine Taten bestraft werden müsse. Auch in seiner abendlichen Videobotschaft verlangte er mehr Druck auf die russische Ölindustrie, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Foto bekämpfen Feuerwehrleute das Feuer, nachdem russische Drohnen einen Personenzug getroffen und in Brand gesetzt haben.
Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Foto bekämpfen Feuerwehrleute das Feuer, nachdem russische Drohnen einen Personenzug getroffen und in Brand gesetzt haben.  © -/Ukrainian Emergency Service/dpa

27. Januar, 23 Uhr: Umfrage - Viele Russen fühlen sich von Feinden umzingelt

Viele Menschen in Russland sehen sich einer Umfrage zufolge von ausländischen Feinden umzingelt, während sie ihr eigenes Land als Opfer betrachten.

Dies sei eine Folge der unablässigen antiwestlichen Propaganda, sagte der russische Soziologe Lew Gudkow vom unabhängigen Lewada-Zentrum Moskau in Berlin bei der Vorstellung seiner Ergebnisse.

Im Auftrag der deutschen Sacharow-Stiftung hat das in Russland als Auslandsagent eingestufte Institut die Weltsicht der Russen nach vier Jahren Ukraine-Krieg erforscht. In den mehr als 30 Jahren seit dem Ende der Sowjetunion habe Russland nur sechs Jahre lang keinen Krieg geführt, sagte Gudkow. Er sprach von einer "Militarisierung des Bewusstseins".

Titelfoto: Alexey Danichev/Kremlin/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: