Ukraine-Krieg: Russisches Kriegsschiff eröffnet Feuer auf Yacht im Ärmelkanal

Ukraine - Die G7-Staaten wollen nach der Einigung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs auch die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang bringen.

US-Präsident Donald Trump (80) führte nach eigenen Angaben sehr gute Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und Kremlchef Putin.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

An den Beratungen beim Gipfel der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) im französischen Évian will auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen.

G7-Mitglieder sind neben Deutschland und Frankreich auch Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und die EU. Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz.

US-Präsident Donald Trump (80) sagte am Abend bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten und Gipfel-Gastgeber Emmanuel Macron, er habe am Sonntag sehr gute Gespräche mit Selenskyj und auch Kremlchef Wladimir Putin geführt. "Ich glaube, da können wir etwas erreichen. Wirklich."

Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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16. Juni, 18.54 Uhr:Putin lädt Asean-Staatschefs zum Gipfel ein

Kremlchef Wladimir Putin empfängt in der Millionenstadt Kasan an der Wolga am Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus Südostasien zum zweitägigen Russland-ASEAN-Gipfel.

Für Russland geht es vor allem darum, die politischen und wirtschaftlichen Kontakte zu anderen Weltregionen zu stärken - nachdem die Beziehungen zum Westen wegen des von Putin begonnenen Kriegs in der Ukraine zerbrochen sind. Das Treffen findet parallel zum G7-Gipfel der großen Industrienationen statt, der derzeit im französischen Évian tagt.

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16. Juni, 17.50 Uhr: Russisches Kriegsschiff eröffnet Feuer auf Yacht im Ärmelkanal

Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal offenbar Warnschüsse in Richtung einer Yacht abgegeben.

Die Besatzung der in Großbritannien registrierten Yacht habe die Warnschüsse gemeldet, verlautete am Dienstag aus britischen Verteidigungskreisen. Der Vorfall soll sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ereignet haben. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums erklärte: "Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal."

Im Ärmelkanal hat offenbar ein russisches Kriegsschiff das Feuer eröffnet. (Archivfoto)  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

16. Juni, 17.08 Uhr: G7 will Druck auf Russland erhöhen

Die USA und führende europäische Staaten wollen den Druck auf Russland weiter erhöhen und eine Lösung für den Ukraine-Krieg erzwingen.

Beim G7-Gipfel im französischen Évian stimmten nach Angaben aus der deutschen Delegation die Staats- und Regierungschefs - inklusive US-Präsident Donald Trump - überein, dass sich die Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld deutlich verbessert habe. 

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, beim G7-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

16. Juni, 8.41 Uhr: Moskau meldet Attacken von 60 Drohnen

Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen.

Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Angaben zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium nicht.

Die ukrainischen Drohnenangriffe zielten erneut auf die für Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ölindustrie. Im Süden Russlands in der Region Krasnodar sei ein Öllager der Siedlung Poltawskaja getroffen worden und in Brand geraten, teilten die Behörden mit.

Im Süden Russlands wurde erneut eine Ölraffinerie bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen.  © ---/AP/dpa

16. Juni, 6.13 Uhr: Selenskyj spricht von neuer diplomatischer Initiative

Bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau auf dem Weg zum G7-Gipfel skizzierte Selenskyj, wie die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang gebracht werden könnten.

Seinen Angaben nach sei zunächst geplant gewesen, Putin an den Genfersee einzuladen - Moskau habe dies aber abgelehnt. Daher habe er - Selenskyj - mit US-Präsident Donald Trump darüber gesprochen, ein solches Treffen in den USA zu organisieren.

Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag machte, dürfte es diesem auch deutlich schwerer fallen, ihn zurückzuweisen, meinte Selenskyj. "Wir werden sehen, was dabei herauskommt", sagte er in einem Video.

Selenskyj nahm dabei offenbar Bezug auf ein Telefonat am Sonntag, als er Trump - ähnlich wie Putin - zu dessen 80. Geburtstag gratuliert hatte. Dabei kam auch der Ukraine-Krieg zur Sprache.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) hofft auf neue diplomatische Bemühungen mithilfe von US-Präsident Donald Trump (80).  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

15. Juni, 22.01 Uhr: EU-Beitrittsverhandlungen haben laut Selenskyj Signalwirkung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU gelobt.

"Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann", sagte Selenskyj in einem auf seinen sozialen Netzwerken verbreiteten Video.

Beide Länder hätten hart daraufhin gearbeitet, kooperierten miteinander und würden den Beitritt am Ende auch gemeinsam schaffen, sagte der Ukrainer bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel.

15. Juni, 19.43 Uhr: EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine

Die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Vertreter beider Seiten starteten am Abend in Luxemburg offiziell die Aufnahme von Gesprächen zum ersten Themenblock, wie ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Mit dem ersten Verhandlungsabschnitt werden Gespräche über Themen wie das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit begonnen. Kandidatenländer müssen dabei unter anderem nachweisen, dass ihre Rechtssysteme, der Grenzschutz und die Polizei den EU-Standards entsprechen.

Der Schritt der Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts gilt nach einer zweijährigen Hängepartie wegen einer Blockade Ungarns als wichtiges Zeichen an die Ukraine, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen. Das von Russland angegriffene Land wird nun im Zuge der vermutlich jahrelangen Verhandlungen zeigen müssen, dass es reif für einen EU-Beitritt ist. Dafür sind auch noch zahlreiche weitere Reformen zum Beispiel im Bereich der Korruptionsbekämpfung erforderlich.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa geben sich nach einer Pressekonferenz die Hände.  © Ansgar Haase/dpa

15. Juni, 19.23 Uhr: Russischer Mittelstreckenbomber über Sibirien abgestürzt

Ein Mittelstreckenbomber der russischen Luftwaffe ist offiziellen Angaben nach bei einem Trainingsflug in Sibirien abgestürzt.

Die Besatzung der Tu-22M3 habe sich per Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit. "Gefahr für Leib und Leben der Piloten besteht nicht. Am Boden gibt es keine Zerstörungen", heißt es in der Mitteilung. Der Bomber war demnach ohne Raketen unterwegs.

Den offiziellen Angaben nach stürzte die Maschine beim Landeversuch nahe der Ortschaft Kamenka im Baikalgebiet Irkutsk ab.

Die Tupolew Tu-22M3 gehört zu den strategischen Luftstreitkräften Russlands und kann theoretisch auch Raketen mit Atomsprengköpfen abfeuern.

15. Juni, 19.21 Uhr: Selenskyj wollte Treffen mit Putin bei G7

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin beim G7-Gipfel in Frankreich vorgeschlagen, aus Moskau aber eine Absage erhalten.

"Vor Beginn des G7-Gipfels haben wir zu verstehen gegeben, dass wir bereit sind, uns während des G7-Gipfels mit Putin zu treffen, da dort (US-Präsident Donald) Trump und (Frankreichs Präsident Emmanuel) Macron anwesend sind", sagte Selenskyj vor Journalisten in Kiew. Er sah sich dort die Schäden an der Hauptkathedrale des orthodoxen Höhlenklosters nach einem schweren russischen Luftangriff an.

"Die Europäer plus Amerika – das ist eine sehr gute Gelegenheit, sich gemeinsam zu treffen, und genau deshalb könnten wir Russland einladen", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Ukraina den Präsidenten.

Demnach hätten sowohl die USA als auch die europäischen Länder in der Siebenergruppe demokratischer Wirtschaftsmächte (G7) zugestimmt. Russland habe aber "erneut gezeigt, dass es nicht bereit ist, darüber zu reden".

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj (48).  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

15. Juni, 16.17 Uhr: EU verschärft Sanktionen gegen Russlands Kriegswirtschaft

Die Außenminister der EU-Staaten haben neue Sanktionen gegen Unternehmen und Personen von Russlands Rüstungsindustrie sowie mit Verbindungen zur sogenannten Schattenflotte beschlossen.

Wie der Rat der Mitgliedsstaaten mitteilte, wurden bei einem Treffen der Ressortchefs in Luxemburg zudem Strafmaßnahmen gegen 15 Menschen und eine Organisation beschlossen, die mit dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden.

Mit den Strafmaßnahmen soll der Druck auf Russland erhöht werden, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Jede Maßnahme schränke Russlands Handlungsspielraum weiter ein. Die westlichen Sanktionen hätten Russland bereits schätzungsweise 1 bis 1,3 Billionen Euro gekostet, so Kallas weiter. "Stein für Stein zerstören wir die Grundlagen der russischen Kriegswirtschaft."

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