Ukraine-Krieg: Russland startet erneut Luftangriffe

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Ukraine - Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. (Archivbild)
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. (Archivbild)  © Sergey Fadeichev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. 

Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs. 

Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete, Russland habe mit ballistischen Raketen einen erneuten Angriff gestartet. Die ukrainische Luftwaffe warnte dem Bericht zufolge zugleich, dass russische Raketen auf Sumy, Charkiw und Tschernihiw zielten. 

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

11. August, 6.02 Uhr: Ukraine mangelt es an Munition

Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt.

Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen. 

11. August, 6.01 Uhr: Russland startet erneut Luftangriffe auf ukrainische Städte

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. 

Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs.

Der Ukraine mangelt es an Munition für ihre Raketenabwehr. Russland will das ausnutzen - und greift erneut ukrainische Städte an. (Archivbild)
Der Ukraine mangelt es an Munition für ihre Raketenabwehr. Russland will das ausnutzen - und greift erneut ukrainische Städte an. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

11. August, 6. Uhr: Selenskyj kündigt neue Angriffe im russischen Hinterland an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gegenangriffe im russischen Hinterland angekündigt.

In seiner abendlichen Videobotschaft verwies er auf einen zuvor schon vom Generalstab bestätigten Schlag gegen die russische Ölindustrie in Tobolsk in Sibirien. Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei.

Selenskyj warnte auch erneut vor Nordkorea. Moskau habe zusätzliche ballistische Raketen von Pjöngjang erhalten und bereite sich auf die Ankunft eines weiteren Kontingents nordkoreanischer Soldaten auf russischem Territorium vor, sagte Selenskyj ohne Belege zu nennen. Nordkoreas Waffen seien in Zusammenarbeit mit Russland weiterentwickelt worden. Das sei eine Gefahr für die asiatischen Staaten. 

10. August, 13.17 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind mindestens 13 Menschen verletzt worden.

Militärgouverneur Iwan Fedorow informierte auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden.

Für die Großstadt gilt aufgrund ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt.

Das russische Militär setzte erneut eine Gleitbombe gegen die frontnahe Großstadt Saporischschja in der Südostukraine ein. Zivilisten wurden verletzt und es gibt Schäden.
Das russische Militär setzte erneut eine Gleitbombe gegen die frontnahe Großstadt Saporischschja in der Südostukraine ein. Zivilisten wurden verletzt und es gibt Schäden.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

10. August, 11.52 Uhr: Zahlreiche Tote nach Drohnenangriff in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden.

Es seien auch 48 Menschen verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan. 

Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit ukrainischen Drohnen auf Industrieanlagen und zivile Objekte sowie von Toten berichtet. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der größten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Kiew wehrt sich in seinem Verteidigungskampf gegen Moskaus Angriffskrieg mit immer massiveren Drohnenattacken.
Kiew wehrt sich in seinem Verteidigungskampf gegen Moskaus Angriffskrieg mit immer massiveren Drohnenattacken.  © Christian Charisius/dpa

10. August, 11.50 Uhr: Nach Raketen-Einschlag - Polen will Bürger per SMS warnen

Polen will künftig seine Bürger per SMS darüber informieren, wenn seine Luftwaffe während Angriffen gegen die Ukraine Kampfjets aufsteigen lässt.

Damit ziehe man eine Konsequenz aus dem Raketenabsturz Ende Juli, sagte Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka dem Portal "Wirtualna Polska".

Am 30. Juli war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und in der Nähe der Stadt Lublin abgestürzt. Nach Angaben der Regierung in Warschau handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Verletzt wurde niemand.

10. August, 8.37 Uhr: Russland schießt über 400 Drohnen ab

Russland hat in der Nacht zum Montag in zwei russischen Regionen 456 ukrainische Drohnen abgeschossen, wobei mehrere Menschen ums Leben kamen, wie lokale Behörden mitteilten.

"In der vergangenen Nacht haben Luftverteidigungssysteme 456 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört", teilte das russische Verteidigungsministerium mit und präzisierte, dass die Angriffe etwa fünfzehn russische Regionen und die annektierte Krim zum Ziel hatten.

In Tatarstan, im Zentrum Russlands, wurden laut einer Erklärung der regionalen Behörden "massive" Angriffe auf die Industriestadt Nischnekamsk verübt, die etwa 1600 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.

In der Nacht zum Montag hielten hunderte Drohnen die russische Bevölkerung wach. (Symbolfoto)
In der Nacht zum Montag hielten hunderte Drohnen die russische Bevölkerung wach. (Symbolfoto)  © Dan Bashakov/AP/dpa

9. August, 20.52 Uhr: Massiver Stromausfall laut Selenskyj in Odessa

Der jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt.

"Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden.

Selenskyj kündigte Vergeltung an. Die Ukraine habe "angemessene Antworten" für jeden russischen Angriff parat. Der Krieg werde "für alle Russen zu Hause" immer spürbarer werden. Die Ukraine werde weiterhin die russische Erdölindustrie und andere Infrastruktur angreifen. "Der einzige Grund, warum dies immer noch andauert, ist die mangelnde Bereitschaft Russlands, diesen Krieg zu beenden."

Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutzdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte dabei, nach einem russischen Raketenangriff in Odessa (Ukraine) am Sonntag, dem 9. August 2026, einen Brand in Wohngebäuden zu löschen.
Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutzdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte dabei, nach einem russischen Raketenangriff in Odessa (Ukraine) am Sonntag, dem 9. August 2026, einen Brand in Wohngebäuden zu löschen.  © ---/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

9. August, 18.15 Uhr: Viele Opfer nach russischem Angriff auf Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen

Weitere 37 Bewohner seien bei der Attacke verletzt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Bei dem Angriff sei ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern unter den Trümmern dauerte an.

In der Region Saporischschja starb ein Feuerwehrmann bei russischem Beschuss. Der Mann hatte mit Kollegen nach einem nächtlichen Artillerieüberfall russischer Militärs in den Trümmern nach möglichen Opfern gesucht, als der Trupp in einen neuen Angriff geriet, wie Innenminister Iwan Wychiwskyj auf Telegram mitteilte.

Eine Rettungskraft löscht einen Brand in einem Gebäude, das nach einem Luftangriff zerstört wurde. (Archivbild)
Eine Rettungskraft löscht einen Brand in einem Gebäude, das nach einem Luftangriff zerstört wurde. (Archivbild)  © Alex Babenko/AP/dpa

9. August, 13.01 Uhr: Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der Türkei

Die Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst.

Zu dem Geschäft gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition, wie das ukrainische Militärportal "Militarnyj" berichtet.

Es stützt sich dabei auf die offizielle Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress zu dem geplanten Weiterverkauf. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro).

Es gilt als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die Türkei wolle Waffen älterer Bauart verkaufen, hieß es. Die Ukraine wiederum könne ihre Feuerkraft bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges damit verstärken. 

Eine Artillerie-Kurzstreckenrakete vom Typ ATACMS. (Archivbild)
Eine Artillerie-Kurzstreckenrakete vom Typ ATACMS. (Archivbild)  © -/yonhap/dpa

9. August, 8.39 Uhr: Verletzte und Tote bei Angriff auf russische Grenzstadt Belgorod

Durch einen ukrainischen Drohnenangriff auf die grenznahe russische Großstadt Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens 3 Menschen getötet und 25 verletzt worden.

Mehrere Wohnblocks, ein Verwaltungsgebäude sowie Geschäfte seien beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit. Bilder in sozialen Netzwerken ließen auf mehrere Brände in der Stadt schließen, die etwa 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt.

Angaben zu den militärischen Zielen des Angriffs gab es nicht. Belgorod ist allerdings der logistische Knotenpunkt zur Versorgung der russischen Truppen, die die ukrainische Großstadt Charkiw beschießen und im Industriegebiet Donbass angreifen. Deshalb wird Belgorod immer wieder angegriffen, was auch die Energieversorgung und andere zivile Objekte in Mitleidenschaft zieht. 

Titelfoto: Kateryna Klochko/AP/dpa

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