Ukraine-Krieg: Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk

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Ukraine - Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden.

Auf diesem Foto löschen Feuerwehrleute in der Region Donezk einen Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.
Auf diesem Foto löschen Feuerwehrleute in der Region Donezk einen Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.

Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.

Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58.000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt. Immer wieder wird Kramatorsk beschossen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

14. August, 6.15 Uhr: Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab

Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht auf der Plattform X mit.

Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen.

Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte.

F-16-Kampfjets. (Archivbild)
F-16-Kampfjets. (Archivbild)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

13. August, 19.34 Uhr: Russischer Soldat bei Explosion getötet

Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist in Sewastopol nach russischen Behördenangaben ein Soldat bei einer Explosion getötet worden.

Der Inlandsgeheimdienst FSB habe eine Verdächtige festgenommen, schrieb der von Moskau eingesetzte Statthalter, Michail Raswoschajew, bei Telegram. Er sprach von einem "zynischen Verbrechen gegen einen Offizier". Die tatverdächtige Frau soll demnach im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt haben.

Bei dem Toten soll es sich nach inoffiziellen Berichten in Russland und der Ukraine um einen früheren ukrainischen Marineoffizier und U-Boot-Kommandanten handeln. Er sei nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau 2014 in die russische Armee übergetreten. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Ein Militärangehöriger stirbt bei einer Explosion auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Eine Verdächtige soll schon gefasst sein. Laut den Behörden ist das nicht der einzige Todesfall.
Ein Militärangehöriger stirbt bei einer Explosion auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Eine Verdächtige soll schon gefasst sein. Laut den Behörden ist das nicht der einzige Todesfall.  © Ulf Mauder/dpa

13. August, 19.30 Uhr: Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

stland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland.

Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb an den Kontrollpunkten Narva, Luhamaa und Koidula in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet bleiben. Dieselben Öffnungszeiten werden auch für die Bahngrenzübergänge gelten.

Die Regierung verlängerte damit eine seit dem Frühjahr geltende Regelung, die zunächst bis Ende August gelten sollte. Die Entscheidung sei "im weiteren Kontext" der Beziehungen zwischen Russland und der EU getroffen worden, deren Ton durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgegeben werde, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums.

13. August, 19.28 Uhr: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in Ukraine seit Jahren

Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat.

Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2.610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. "Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde", teilte die Mission mit.

Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskaliert. Das zeigen auch die neuen Zahlen der Beobachter der Vereinten Nationen, die vom tödlichsten Monat seit Mai 2022 sprechen.
Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskaliert. Das zeigen auch die neuen Zahlen der Beobachter der Vereinten Nationen, die vom tödlichsten Monat seit Mai 2022 sprechen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. August, 19.25 Uhr: Europa baut Hilfe für die Ukraine aus

Europa hat seine Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine zuletzt ausgebaut.

Im Mai und Juni belief sich die Unterstützung auf rund elf Milliarden Euro, wie der Ukraine-Support-Tracker des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel zeigt. In den Vormonaten März und April beliefen sich die Hilfen insgesamt auf knapp 6,7 Milliarden Euro.

13. August, 19.23 Uhr: Kiew erhält 261 Soldatenleichen zurück - Moskau 24

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut Soldatenleichen von Russland erhalten.

Die sterblichen Überreste von 261 Gefallenen, bei denen es sich laut der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Russland erhielt nach Angaben aus Moskau im Gegenzug von der Ukraine 24 Leichen zurück.

Immer wieder tauschen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg die sterblichen Überreste Gefallener aus. Nun bekamen die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen zurück.
Immer wieder tauschen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg die sterblichen Überreste Gefallener aus. Nun bekamen die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen zurück.  © ---/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

13. August, 10.25 Uhr: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug

Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine sind nach offiziellen Angaben der Lokführer und sein Assistent getötet worden.

Die 340 Passagiere würden evakuiert, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt.

13. August, 6.15 Uhr: Welchen Einfluss hat Russlands Parlamentswahl auf den Krieg?

Bei der Abstimmung vom 18. bis 20. September sind nach dem Ausschluss der Anti-Kriegs-Partei Jabloko nur noch kremltreue Parteien zugelassen, die Russlands Invasion befürworten. Kremlchef Putin will mit dem von Oppositionellen als Farce kritisierten Urnengang zeigen, dass er anders als die Ukraine auch in Kriegszeiten Wahlen abhalten kann.

Erstmals dabei sind die von Russland besetzten Teile der vier annektierten ukrainischen Regionen Luhansk und Donezk, Cherson und Saporischschja.

Den absehbaren Sieg der regierenden Kremlpartei Geeintes Russland dürfte Putin als Legitimation nutzen, den Krieg fortzusetzen - und den Einsatz zu erhöhen. "Putin ist so sehr darauf fixiert, die Ukraine um jeden Preis in die Knie zu zwingen, dass dies alle innenpolitischen Probleme in den Hintergrund drängt", hält die Expertin Stanowaja in einer Analyse für die Denkfabrik Carnegie fest.

In Putins Logik werde auf wachsenden Druck - auch vom Westen - nur noch radikaler reagiert. "Der Krieg Russlands gegen die Ukraine tritt in eine neue Phase", meint sie. Die neue Qualität führe zu "einer allgemeinen Eskalation, einer geringeren Vorhersehbarkeit und wachsenden Risiken einer noch größeren geografischen Ausdehnung des Konflikts".

13. August, 6.12 Uhr: Erreicht die Ukraine ihre Ziele mit den Angriffen auf Russland?

Der Ukraine gelingt es, mit ihren Angriffen zusätzlich zu westlichen Sanktionen Russlands Kosten für seinen Krieg weiter in die Höhe zu treiben. Präsident Selenskyjs erklärtes Ziel ist es, den Krieg nach Russland zurückzutragen.

Das wirkt vor allem psychologisch bei den Menschen - auch weil es in den sozialen Netzwerken und anderen Medien eindrucksvolle Bilder von Großbränden in Russland gibt. Stärkere Auswirkungen auf die Logistik des russischen Militärs wurden aber nicht bekannt.

Selenskyj will auch durch weiteren militärischen Druck Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch zwingen. Bisher aber ist nicht in Sicht, dass die Strategie aufgeht. Vielmehr registrierte das unabhängige russische Meinungsforschungszentrum Lewada zuletzt wieder eine steigende Zahl derer, die eine Fortsetzung des Krieges befürworten. Zugleich will laut Lewada aber weiter mehr als die Hälfte der Russen Friedensverhandlungen.

"Druck bewirkt keine Änderung der Position Putins", sagt die Politikexpertin Tatjana Stanowaja. Hoffnungen, dass innere Probleme in Russland Putin zur Einsicht von Fehlern bei seinen Kriegszielen bewegten, hätten sich nicht erfüllt.

Soldaten des ukrainischen Verteidigungsministeriums stellen an einem ungenannten Ort in der Ukraine Drohnen gegen Russland auf.
Soldaten des ukrainischen Verteidigungsministeriums stellen an einem ungenannten Ort in der Ukraine Drohnen gegen Russland auf.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

13. August, 6.09 Uhr: Wie ist die Lage entlang der Frontlinie?

Entlang der über 1200 Kilometer langen Frontlinie gibt es seit Monaten nur wenig Bewegung zu verzeichnen.

Trotz des langsamen russischen Vormarsches räumten aber selbst dem ukrainischen Verteidigungsministerium nahestehende Militärbeobachter von DeepState seit Jahresbeginn Gebietsverluste von mehr als 700 Quadratkilometer ein. Dagegen hat Kiew nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj etwa die gleiche Fläche zurückerobert.

Das russische Militär konzentriert sich nach dem weitgehenden Erlangen der Kontrolle über die Stadt Kostjantyniwka vor allem auf die weiter unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Teile des Gebietes Donezk um die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka. Große Frontdurchbrüche werden dabei weiterhin erfolgreich von den ukrainischen Drohnenpiloten verhindert.

Beim aktuellen Tempo hält der Militärexperte Dmitri Kusnez des kremlkritischen Onlineportals "Meduza" zwar keine vom Kreml geplante Eroberung des Donbass in diesem Jahr für möglich, wohl aber 2027.

Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutzdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte dabei, nach einem russischen Raketenangriff in Odessa (Ukraine) einen Brand in Wohngebäuden zu löschen.
Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutzdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte dabei, nach einem russischen Raketenangriff in Odessa (Ukraine) einen Brand in Wohngebäuden zu löschen.  © ---/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

13. August, 6.06 Uhr: Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff

Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom.

Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen
Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.

Erneut wird die Krim-Stadt Sewastopol von ukrainischen Drohnen angegriffen. Der Gouverneur meldet einen Stromausfall.
Erneut wird die Krim-Stadt Sewastopol von ukrainischen Drohnen angegriffen. Der Gouverneur meldet einen Stromausfall.  © Ulf Mauder/dpa

12. August, 21.46 Uhr: Vier Monate ohne Ablösung an der Front - Soldaten bitten Armeechef um Hilfe

Eine Gruppe an der Front gegen Russland kämpfender ukrainischer Soldaten hat in einem Video die Armeeführung um Hilfe angerufen.

Der Kommandant des Zuges der 121. Territorialverteidigungsbrigade, Anatolij Saitschuk, beklagte in der Aufzeichnung, dass die Männer schon seit vier Monaten nicht mehr abgelöst worden seien und viele Tage ohne Essen oder Wasser auskommen müssten. Das am Dienstag veröffentlichte Video verbreitete sich schnell in Online-Netzwerken.

"Wir sind jetzt in einem Unterschlupf, den wir selbst gefunden haben, weil alle Stellungen zerstört wurden", sagte der Kommandant in dem Video, das sich direkt an Armeechef Mychailo Drapaty richtete. "Über Zeiträume von drei bis sieben Tagen sind wir nicht mit Lebensmitteln oder Trinkwasser versorgt worden." Seinen Angaben zufolge hatten die Soldaten sogar einmal zwölf Tage lang kein Wasser und hätten angefangen, ihren eigenen Urin zu trinken.

Ursprünglich hätte der Einsatz der Einheit demnach einen Monat dauern und die Versorgung mit Drohnen gewährleistet werden sollen. Saitschuk warf vorgesetzten Offizieren vor, die Familien der Soldaten angelogen und behauptet zu haben, die Männer seien "in vollem Umfang versorgt".

Ukrainische Soldaten bereiten eine Mittelstrecken-Drohne an der Startposition vor.
Ukrainische Soldaten bereiten eine Mittelstrecken-Drohne an der Startposition vor.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

12. August, 17.08 Uhr: Russland droht mit Angriffen auf "feindliche" Handelsschiffe

Russland droht nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe seiner sogenannten Schattenflotte dem Westen mit "spiegelbildlichen Maßnahmen".

Es gehe nicht nur um Gewässer, in denen russische Schiffe überfallen würden, "sondern dort, wo wir es für notwendig und zielgerichtet erachten", sagte der russische Präsident Wladimir Putin (73). Er trat in Uniform auf einem Kriegsschiff bei einem Manöver der Pazifikflotte vor der Insel Sachalin auf. Moskau reagiere damit auf das Vorgehen der Europäischen Union.

Die Festsetzung seiner Schiffe ärgert Russland schon lange. Moskau spricht von Piraterie und hat auch schon wiederholt damit gedroht, seine Kriegsschiffe zum Schutz seiner Handelsschiffe einzusetzen.

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht mit Angriffen auf "feindliche" Handelsschiffe.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht mit Angriffen auf "feindliche" Handelsschiffe.  © Alexander Kazakov/Russian Govern/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

12. August, 8.39 Uhr: Russische Schwarzmeerküste mit Drohnen-Angriffen überzogen

Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden.

Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk. Berichten zufolge kamen zwei Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden.

Russische Luftangriffe trafen in der Nacht wiederum die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen.

Titelfoto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

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