Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt weitere Angriffe in Russland an

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Ukraine - Gemeinsame Sicherheit, Rüstungsprojekte und der Ukraine-Krieg: Bei seinem Besuch in Ottawa mangelt es dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius nicht an Themen. Er nimmt an einer Sicherheitskonferenz teil.

Eine direkte Weiterreise in die USA wird es für Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) nicht geben. Das liegt daran, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth derzeit an der asiatischen Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog teilnimmt.
Eine direkte Weiterreise in die USA wird es für Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) nicht geben. Das liegt daran, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth derzeit an der asiatischen Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog teilnimmt.  © Kay Nietfeld/dpa

Er wollte mit seinem kanadischen Amtskollegen David McGuinty über Fragen gemeinsamer Sicherheit, Rüstungskooperationen, Hilfe für die Ukraine und die Vorbereitung des für Juli geplanten Nato-Gipfels sprechen. Der SPD-Politiker nimmt auch an der Sicherheitskonferenz Cansec teil.

Deutschland will Kanada als Partner für eine gemeinsame U-Boot-Partnerschaft mit Norwegen gewinnen. Der Kieler U-Boot-Bauer TKMS hofft auf einen Auftrag der Kanadier.

Das nördliche Nachbarland der USA ist seit Juli 2024 mit Deutschland, Norwegen und inzwischen auch mit Dänemark über eine Maritime Sicherheitspartnerschaft verbunden. Rüstungskooperationen sind ein Teil dieser Partnerschaft.

Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter
Ukraine Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

27. Mai, 22.17 Uhr: Selenskyj kündigt weitere Angriffe in Russland an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen mit seiner Militärführung neue Gegenschläge im russischen Hinterland angekündigt.

Das sei nötig, um Moskau klarzumachen, dass es für den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit eigenen Verlusten bezahlen müsse, sagte Selenskyj in seiner in Kiew veröffentlichten abendlichen Videobotschaft.

Insbesondere sind demnach weiter Anlagen der russischen Ölindustrie im Visier. So will Kiew die Einnahmen Moskaus aus dem für die Finanzierung der Kriegswirtschaft wichtigen Energieexport reduzieren.

Selenskyj veröffentlicht zum Ärger der Russen seit Wochen stolz in den sozialen Netzwerken Videos und Fotos von Treffern in Russland. Bei den Angriffen werden auch immer wieder Zivilisten getötet und verletzt – sowie nicht militärische Objekte zerstört oder beschädigt. Russland kündigte deshalb wiederum Vergeltungsschläge gegen die zentralen Stellen der Entscheidungen in Kiew an. Gemeint sind militärische Führungskommandos.

27. Mai, 18.14 Uhr: Selenskyj bittet USA per Brief um Hilfe bei Flugabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich Medienberichten zufolge wegen mangelnder Flugabwehr per Brief mit einem Hilfsgesuch an Washington gewandt.

Wenn es um die Raketenabwehr gehe, verlasse sich Kiew auf seine Freunde auf der ganzen Welt, heißt es laut "The Kyiv Independent" in dem Brief, der dem Medium nach eigenen Angaben vorlag. Beim Schutz gegen ballistische Raketen sei die Ukraine aber fast vollständig von den USA abhängig, schrieb Selenskyj demnach weiter.

Laut Bericht beklagt Selenskyj auch, dass Waffenlieferungen über das PURL-Programm, das den Kauf von US-Waffen für die Ukraine durch Nato-Verbündeten vorsieht, nicht mehr der Bedrohungslage des Landes entsprechen.

Der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge bestätigte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn Journalisten, dass Selenskyj US-Präsident Donald Trump und dem US-Kongress ein entsprechendes Schreiben übermittelt habe.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich nach massiven russischen Angriffen an die USA.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich nach massiven russischen Angriffen an die USA.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

27. Mai, 16.36 Uhr: Russisches Flugzeug soll finnischen Luftraum verletzt haben

Ein russisches Militärflugzeug steht nach Angaben von Finnlands Verteidigungsministerium im Verdacht, finnischen Luftraum verletzt zu haben.

"Eine Untersuchung des mutmaßlichen Luftraumverstoßes wurde sofort eingeleitet", sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung.

Der Flieger könnte demnach im finnischen Meerbusen vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Die Luftwaffe habe mit einem Einsatzflug reagiert, hieß es in der Mitteilung. Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall nun.

Unruhe im Ostseeraum: Ein russischer Militärflieger soll in Finnlands Luftraum eingedrungen sein. (Archivfoto)
Unruhe im Ostseeraum: Ein russischer Militärflieger soll in Finnlands Luftraum eingedrungen sein. (Archivfoto)  © Maxim Kuzovkov/epa Tass/dpa

27. Mai, 16.16 Uhr: Generalinspekteur sieht Besorgnis über Drohnen-Vorfälle im Baltikum

Die jüngsten Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten haben nach Ansicht von Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer (61) für Unruhe unter Nato-Verbündeten gesorgt.

"Die Vorfälle, die mit dabei sind, stimmen uns, glaube ich, alle besorgt", sagte Breuer der Deutschen Presse-Agentur am Rande des sogenannten Drone Summit in der lettischen Hauptstadt Riga. Dies habe er auf lettischer Seite, aber auch bei Treffen zuletzt innerhalb der Nato gemerkt. "Und das sehe ich natürlich auch in Deutschland."

Estland, Lettland und Litauen grenzen an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es in den vergangenen Wochen mehrere Vorfälle mit Drohnen in den drei Staaten gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren wiederholt fehlgeleitete unbemannte Flugkörper in den Luftraum der EU- und Nato-Mitglieder eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.

Moskau gibt den Balten daran eine Mitschuld. Ohne jeden Beleg beschuldigte Russland die baltischen Staaten, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstützen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafür zur Verfügung zu stellen. Lettland drohte es sogar unverhohlen mit Vergeltung. Die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius wiesen die russischen Vorwürfe als Lüge zurück und verurteilten die Drohungen. Auch EU und Nato bekundeten Beistand.

Carsten Breuer (61, m.) gemeinsam mit dem lettischen Armeechef Kaspars Pudans (50, l) am Stand eines deutschen Drohnenherstellers.
Carsten Breuer (61, m.) gemeinsam mit dem lettischen Armeechef Kaspars Pudans (50, l) am Stand eines deutschen Drohnenherstellers.  © Alexander Welscher/dpa

27. Mai, 8.27 Uhr: Russland und Ukraine überziehen sich mit schweren Angriffen

Russland und die Ukraine haben in der Nacht erneut schwere Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeneinander gestartet. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen durch einen Raketenangriff verletzt worden.

Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa bei Telegram mit. Laut dem unabhängigen Internetportal "Astra" wurde bei der Attacke ein Werk zur Flugzeugreparatur getroffen. Einschläge gab es demnach auch in Tuapse, Woronesch und auf der Krim.

In Tuapse am Schwarzen Meer soll einmal mehr die örtliche Raffinerie Ziel der Angriffe gewesen sein. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Zudem riefen offiziellen Angaben nach Drohnentrümmer im Hafengelände einen Brand hervor. In Woronesch wurde Medienberichten zufolge ein Militärflugplatz getroffen.

Auf der Gegenseite wurden in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha.

Die ukrainische Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wird immer öfter Ziel von Drohnenangriffen. (Archivbild)
Die ukrainische Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wird immer öfter Ziel von Drohnenangriffen. (Archivbild)  © Ulf Mauder/dpa

26. Mai, 17.14 Uhr: Von der Leyen sichert Baltenstaaten nach Drohnen-Vorfällen Beistand zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den baltischen Staaten nach den jüngsten Drohnenvorfällen den Rücken gestärkt und russische Drohungen zurückgewiesen.

"Europa steht in voller Solidarität und Einigkeit an der Seite Estlands, Lettlands und Litauens", sagte sie bei einem Treffen mit den Präsidenten der drei EU- und Nato-Länder in Vilnius. "Wenn die baltischen Staaten auf die Probe gestellt werden, wird ganz Europa auf die Probe gestellt."

Estland, Lettland und Litauen grenzen an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in den drei Staaten gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren zuletzt wiederholt fehlgeleitete unbemannte Flugkörper in den Luftraum der EU- und Nato-Mitglieder eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.

Estland, Lettland und Litauen erhalten nach den jüngsten Drohnenvorfällen Rückhalt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Estland, Lettland und Litauen erhalten nach den jüngsten Drohnenvorfällen Rückhalt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

26. Mai, 16.28 Uhr: Berlin bestellt nach russischen Drohungen Botschafter ein

Das Auswärtige Amt kritisiert scharf die jüngsten Drohungen Russlands gegen die Ukraine und ausländische Diplomaten. Nach der Aufforderung Russlands, dass ausländische Bürgerinnen und Bürger Kiew verlassen sollen, bestellte das Auswärtige Amt den russischen Botschafter in Berlin ein, wie es auf der Plattform X mitteilte.

Russland setze auf Drohen, Terror und Eskalation, schrieb das Außenministerium auf X. "Wir haben Russland heute deutlich gemacht: Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern und werden die Ukraine weiter kraftvoll unterstützen."

Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hatte Moskau mit einer neuen Attacke gedroht. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und "Entscheidungszentren" in Kiew angreifen, hieß es in der Mitteilung.

26. Mai, 14.45 Uhr: Russischer Politiker droht Kiew mit Massenvernichtungswaffen

Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, hat den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine angedroht im Fall von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Russland. "Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt", sagte Wolodin einer Pressemitteilung des Parlaments, der Staatsduma, zufolge. Er warnte davor, es so weit kommen zu lassen.

Auslöser der neuen Drohung ist ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Den Angaben der Besatzungsbehörden zufolge kamen bei der Attacke in der vergangenen Woche 21 Zivilisten ums Leben. Der Generalstab in Kiew wiederum teilte mit, der Angriff habe einer Drohneneinheit des russischen Militärs gegolten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte nach der Attacke Vergeltung angeordnet. Am Sonntag setzte das russische Militär dann bei einem Großangriff auf die Ukraine unter anderem auch die neue und wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete Mittelstreckenrakete des Typs Oreschnik ein. Insbesondere die Hauptstadt Kiew wurde dabei schwer getroffen.

Weitere Schläge gegen Kiew sollen nach Angaben aus dem russischen Außenministerium folgen. Moskau führt auch hier zur Begründung Vergeltung für den Tod von Zivilisten in Starobilsk an.

Wjatscheslaw Wolodin (62) - Vorsitzender der russischen Staatsduma. (Archivbild)
Wjatscheslaw Wolodin (62) - Vorsitzender der russischen Staatsduma. (Archivbild)  © -/AP/dpa

26. Mai, 14.29 Uhr: Nach Angriffsdrohungen: EU beruft russischen Vertreter ein

Nach dem russischen Aufruf an ausländische Staatsbürger und Diplomaten, Kiew zu verlassen, hat die EU den derzeit ranghöchsten Vertreter Russlands bei der EU einberufen. Die Aufforderung stelle "eine inakzeptable Eskalation" dar, schrieb eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragen Kaja Kallas auf der Plattform X. Die EU erhalte ihre diplomatische Präsenz und ihre Arbeit in Kiew aufrecht, bestätigte sie bei einer Pressekonferenz.

Nach dem massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am Wochenende unter Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik hatte Moskau am Montag mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen.

Die Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der EU sagte, das Vorgehen zeige erneut, dass Russland absolut nicht an Frieden interessiert sei und sämtliche Bemühungen um Friedensverhandlungen missachte. Die Angriffe seien leider tägliche Realität für die Ukraine, für Kiew und seine Bürgerinnen und Bürger. Tatsächlich sei unter anderem auch die EU-Vertretung vor Ort getroffen worden. Die Sprecherin betonte, dass jegliche vorsätzlichen Angriffe auf Zivilisten und nichtmilitärische Ziele Kriegsverbrechen darstellten.

26. Mai, 12.12 Uhr: "Russland merkt, die Ukraine ist nicht zu besiegen"

Angesichts der schweren Angriffe auf Kiew am Wochenende spricht Sigmar Gabriel (66), Vorsitzender der Atlantik-Brücke, im Interview bei phoenix davon, dass "Russland merkt, die Ukraine ist nicht zu besiegen."

Er glaube, dass diesbezüglich "inzwischen in Russland auch Bewegung hinein kommt." Die vielen heimkehrenden, verwundeten Soldaten blieben in Russland nicht unbemerkt, weswegen der Widerstand in der Bevölkerung wachse - auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks. "Ob das jetzt schnell dazu führt, dass Russland wirklich ernsthaft bereit ist diesen Krieg zu beenden, das weiß ich nicht. Das ist immer ein Problem mit Diktatoren, die solche Kriege anfangen. Wenn sie die dann nicht gewinnen, dann stehen sie selbst zur Disposition und deswegen treiben sie ihr Land weiter in diesen Krieg hinein.

"Allerdings, so der ehemalige Bundesvorsitzende der SPD weiter, habe er "schon die Hoffnung, dass die Situation für die Ukraine und auch für den Westen, der die Ukraine unterstützt, besser wird und Russland am Ende in die Knie gezwungen wird." Er gehe dabei nicht davon aus, "dass Russland jetzt als Land untergeht oder den Krieg verliert, aber dass es merkt, dass es nichts zu gewinnen hat in der Ukraine, sondern ganz viel zu verlieren."

Sigmar Gabriel (66), Vorsitzender der Atlantik-Brücke, sieht die Situation in der russischen Bevölkerung als äußerst angespannt. (Archivbild)
Sigmar Gabriel (66), Vorsitzender der Atlantik-Brücke, sieht die Situation in der russischen Bevölkerung als äußerst angespannt. (Archivbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

26. Mai, 11.31 Uhr: Putin will mit Schuldenerlass neue Soldaten werben

Der Kreml will mit neuen finanziellen Anreizen weitere Kämpfer für seinen Krieg in der Ukraine anwerben.

"Die Teilnehmer der militärischen Spezialoperation und ihre Ehepartner sind von Zahlungsverpflichtungen wegen überfälliger Kredite bis zu einer Summe von zehn Millionen Rubel (umgerechnet knapp 120.000 Euro) befreit", teilte der Kreml in seinem Telegramkanal mit. Ein entsprechendes Dekret hat Präsident Wladimir Putin unterzeichnet.

Die Regelung gilt demnach für Rekruten, die sich seit dem 1. Mai 2026 für mindestens ein Jahr zum Kriegsdienst in der Ukraine verpflichtet haben. Voraussetzung ist zudem, dass die Zahlungsverpflichtung schon vorher bestanden hat – also nicht neu Schulden aufgenommen wurden.

Ziel der Regelung ist es, den offenbar ins Stocken geratenen Prozess der Anwerbung neuer Soldaten wieder in Gang zu setzen. Russland hat etwa 700.000 Soldaten im Kriegsgebiet stationiert. Allerdings sind die Verluste hoch – monatlich sollen die Ausfallraten bei mehr als 30.000 Mann liegen. Die russischen Regionen zahlen bereits hohe Summen, um Soldaten anzuwerben. Zuletzt startete das Militär eine Kampagne an den Universitäten, um Studenten für den Angriffskrieg zu rekrutieren.

Mit einem Schuldenerlass will Präsident Vladimir Putin neue Soldaten anwerben.
Mit einem Schuldenerlass will Präsident Vladimir Putin neue Soldaten anwerben.  © -/Kremlin/dpa

26. Mai, 08.08 Uhr: Toter und Verletzte nach russischen Luftschlägen

Bei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangaben nach im Osten des Landes mindestens 1 Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt.

In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später.

In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. "Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge", schrieb der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.

Ein Infrastrukturobjekt in der Ukraine wurde Opfer eines Drohnenangriffs. Dabei ließ ein Mensch sein Leben. (Archivbild)
Ein Infrastrukturobjekt in der Ukraine wurde Opfer eines Drohnenangriffs. Dabei ließ ein Mensch sein Leben. (Archivbild)  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

25. Mai, 11.48 Uhr: Vier Tote in ostukrainischer Stadt

Im ostukrainischen Horliwka im Gebiet Donezk sind nach Angaben der russischen Besatzungsverwaltung vier Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet worden.

Darunter seien zwei Jugendliche, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte Besatzungsverwaltung, ohne Details zu nennen. Zuvor hatte diese demnach von sechs Verletzten nach einem Drohnenangriff gesprochen.

25. Mai, 11.38 Uhr: Ukrainischer Tennisstar bangt nach Angriff um Familie

Eine ukrainische Tennisspielerin hat nach ihrem Match emotional reagiert. Kurz vor ihrem Match bei den French Open hatte Marta Kostyuk (23) von dem russischen Angriff erfahren.

Das Fatale: Nur hundert Meter von ihrem Elternhaus war eine Rakete eingeschlagen. "An diesem Morgen hat hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt eine Rakete ein Gebäude zerstört", erzählte die Ukrainerin noch auf dem Court.

Mehrmals brach die Sportlerin in Tränen aus, musste zwischenzeitlich sogar abbrechen. Trotz der schwierigen Umstände zog Kostyuk durch und setzte sich gegen ihre russische Konkurrentin Oksana Selekhmeteva (23) durch.

Titelfoto: Danylo Antoniuk/AP/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: