Ukraine-Krieg: Tote und Schäden nach ukrainischen Angriffen in Russland

Ukraine - Russische Behörden haben nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und Schäden gemeldet. In der Grenzregion Belgorod kamen nach Angaben des regionalen Krisenstabs drei Männer ums Leben.

Soldaten des ukrainischen Verteidigungsministeriums stellen an einem ungenannten Ort in der Ukraine Drohnen gegen Russland auf. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Sie wurden demnach in der Ortschaft Oktjabrski nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt bei zwei Angriffen getötet.

In Armawir im südrussischen Gebiet Krasnodar brach laut Behörden ein Feuer auf dem Gelände eines Öllagers aus. Verletzte gebe es nicht. Das Öllager war schon in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

Auf dem Gelände des Hafens von Taganrog in der ebenfalls im Süden Russlands gelegenen Region Rostow kam es laut Gouverneur Juri Sljussar zu einem Brand eines Tankers, eines Treibstofftanks und eines Verwaltungsgebäudes. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass 127 ukrainische Drohnen in der Nacht über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgeschossen worden seien. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar. Zu Schäden macht das Ministerium traditionell keine Angaben. 

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30. Mai, 10.12 Uhr: Russland griff Kiew mit fast 300 Flugkörpern an

Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilten mit, dass Russland in der Nacht mit einer Rakete, sechs Marschflugkörpern und 290 Drohnen angegriffen habe.

Davon seien 284 Flugkörper abgewehrt worden. Es habe neun Einschläge an sieben Orten gegeben. An zehn Orten seien Trümmer abgestürzt. 

In Saporischschja wurde Gebietsgouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Mensch durch einen russischen Drohnenangriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Behörden meldeten außerdem drei Verletzte nach einem russischen Angriff in Cherson.

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29. Mai, 22.23 Uhr: Putin bringt erneut Schröder als EU-Unterhändler ins Spiel

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag zur Benennung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Unterhändler im Ukraine-Krieg verteidigt.

"Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann", sagte er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. "Was ist daran schlecht?", fragte er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.

Mit seinem Vorschlag an die EU, Ex-Kanzler Schröder als Unterhändler zu ernennen, hatte Putin vor knapp drei Wochen für Aufregung gesorgt. Nun liefert er die Begründung nach.  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

29. Mai, 20.32 Uhr: Putin - Vorwurf zu Drohnenvorfall in Rumänien nicht bewiesen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf zurückgewiesen, russische Drohnen hätten Rumänien beschossen.

"Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde", sagte Putin vor russischen Journalisten in Kasachstans Hauptstadt Astana. Wahrscheinlich sei eher eine ukrainische Drohne vom Kurs abgekommen, behauptete er. In der Vergangenheit seien auch in Finnland, dem Baltikum und Polen verirrte ukrainische Drohnen heruntergekommen - und jedes Mal sei zunächst Russland beschuldigt worden. Moskau sei aber zur Aufklärung des Falls bereit, fügte Putin hinzu.

29. Mai, 16.42 Uhr: Selenskyj warnt vor neuem schweren russischen Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen schweren russischen Angriff gewarnt.

Es gebe entsprechende Informationen über eine bevorstehende massive Attacke, schrieb er auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken. Erst am Wochenende hatte das russische Militär die Ukraine und insbesondere deren Hauptstadt Kiew mit einem Großangriff überzogen und dabei auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Moskau selbst hatte weitere Angriffe auf Kiew angekündigt.

Laut Selenskyj zeugt die Zerstörungstaktik Russlands davon, dass Moskau weiter rein auf eine militärische Lösung des Konflikts setzt. In dem Zusammenhang rief er westliche Partner einmal mehr zur Lieferung von Flugabwehrwaffen, speziell gegen ballistische Raketen, auf.

Vor einer Woche hat das russische Militär einen verheerenden Schlag gegen Kiew geführt. Der Ukraine zufolge steht eine Wiederholung dieses Szenarios bevor. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

29. Mai, 16.40 Uhr: Kiews Gegenangriffe - Russland meldet Schäden durch Drohnen

In Russland haben nach den von der Ukraine angedrohten Drohnenangriffen am Morgen mehrere Regionen Brände, Schäden und einen Toten gemeldet.

In Wolschski im Gebiet Wolgograd starb ein 60 Jahre alter Mann in einer Kunststofffaserfabrik, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Eine 55 Jahre alte Frau sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. 

Im Süden von Wolgograd (früher Stalingrad) kam es demnach auch zu einem Brand in einem nicht näher benannten Energieobjekt. Auch ein Wohnhaus sei in der Region beschädigt worden.

29. Mai, 12.42 Uhr: Kreml begrüßt Ungarns Haltung zur Waffenlieferung an Ukraine

Russland hat den Verzicht Ungarns auf Waffenlieferungen an die Ukraine als positive Entscheidung gewürdigt.

"Wenn irgendeine Seite darüber spricht, dass sie es nicht für nötig hält, Öl ins Feuer zu gießen, dann kann man das nur begrüßen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Rande eines Besuchs von Kremlchef Wladimir Putin in der kasachischen Hauptstadt Astana. "Wir würden erwarten, dass alle Länder solch eine Entscheidung treffen, dann gäbe es schneller Frieden."

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hatte nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte die bisherige Linie Budapests unter der Vorgängerregierung von Viktor Orban bestätigt. "Ich habe dem Generalsekretär gesagt, dass Ungarn keine Waffen oder Kampfausrüstung in den russisch-ukrainischen Krieg entsenden wird", teilte er bei Facebook mit. Zugleich betonte er mit Blick auf die Nato: "Ungarn wird erneut ein verlässlicher Partner des stärksten Militärbündnisses der Welt sein."

Russland bezeichnet die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine oft als künstliche Verlängerung des Krieges.  © Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/dpa

29. Mai, 9.32 Uhr: Nato sagt Rumänien nach Drohnen-Einschlag Unterstützung zu

Die Nato hat Rumänien nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohnhaus einen Ausbau der Abwehrfähigkeiten in Aussicht gestellt.

"Wir verurteilen Russlands Rücksichtslosigkeit, und die Nato wird ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter stärken - auch gegen Drohnen", teilte Sprecherin Allison Hart mit. Generalsekretär Mark Rutte stehe nach dem Einschlag der Drohne in Kontakt mit den rumänischen Behörden. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als Russland ukrainische Infrastruktur nahe der Grenze angegriffen habe.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagt Rumänien nach Drohnen-Einschlag Unterstützung zu.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

29. Mai, 8.29 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf türkisches Frachtschiff

Ein russischer Drohnenangriff hat ukrainischen Angaben zufolge einen Brand auf einem türkischen Frachtschiff ausgelöst.

Zwei Besatzungsmitglieder seien verletzt worden, erklärte die ukrainische Marine am Freitag im Onlinedienst Telegram. Sie habe die beiden Besatzungsmitglieder in ein medizinisches Zentrum gebracht.

Die ukrainische Marine bezeichnete den Vorfall als "gezielten Angriff" Russlands auf das unter der Flagge von Vanuatu fahrende Schiff, das türkische Eigentümer hat. Das Schiff habe einen Hafen in der Region Odessa verlassen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen.

29. Mai, 8.01 Uhr: Russische Drohne trifft Hochhaus in Nato-Staat Rumänien

Eine russische Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen.

Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium des EU- und Nato-Staats mitteilte. 

Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, Russland habe in der Nacht in der Ukraine in Grenznähe erneut zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen angegriffen. Eine davon sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Zwei Kampfflugzeuge der Luftabwehr vom Typ F-16 seien um 01:19 Uhr vom Militärstützpunkt Fetesti aufgestiegen, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage sei dynamisch, hieß es weiter. 

In der Stadt Galati schlug nachts in einem mehrstöckigen Wohnhaus eine Drohne ein.  © Uncredited/ISU Galati/AP/dpa

28. Mai, 15.24 Uhr: Ukraine will 20 schwedische Kampfjets kaufen

Die Ukraine will 20 schwedische Kampfjets des neuen Typs Jas 39 Gripen E/F kaufen. Dafür wolle das Land, das von Russland angegriffen wird, 2,5 Milliarden Euro aus einem EU-Kredit aufwenden, wie die schwedische Regierung mitteilte.

"Wenn die Ukraine den geplanten Kauf tätigt, beabsichtigt Schweden zudem, 16 Gripen C/D-Flugzeuge als bilaterale Hilfe zu spenden", hieß es. Diese älteren Modelle könnten ab nächstem Jahr geliefert werden. Die neuen Jas 39 Gripen E/F, die über stärkere Motoren, eine höhere Reichweite, ein fortschrittlicheres Radar und modernere Elektronik verfügen, sollten ab 2030 bereitstehen.

Außerdem werde Schweden mit Ausbildung und technischer Wartung unterstützen, sagte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Uppsala.

"Die Flieger sind mit einer hervorragenden Bewaffnung ausgestattet, die uns im Kampf gegen die Russen helfen wird", so Selenskyj.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj verriet der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson, dass die Ukraine 20 schwedische Kampfjets kaufen werde.  © Bildmontage: Fredrik Sandberg/TT News Agency/dpa / Anders Wiklund/TT/TT News Agency/AP/dpa

28. Mai, 14.35 Uhr: Zwei Tote durch russischen Drohnenangriff im Gebiet Sumy

Im nordukrainischen Gebiet Sumy sind zwei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden.

Der Mann und die Frau seien am Morgen auf einem Feldweg in der Gemeinde Welyka Pyssariwka nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt unterwegs gewesen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit.

Bei einem russischen Drohnenangriff sind zwei Ukrainer ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

28. Mai, 12.11 Uhr: Schweden und Ukraine wollen Abkommen zur Luftverteidigung bekannt geben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) wird nach Angaben der Regierung in Stockholm am Donnerstag in Schweden erwartet, um gemeinsam mit Ministerpräsident Ulf Kristersson (62) ein Abkommen zur Luftverteidigung bekanntzugeben.

Für 13 Uhr sei eine gemeinsame Pressekonferenz auf einem Luftwaffenstützpunkt im 70 Kilometer nördlich von Stockholm gelegenen Uppsala geplant, hieß es in der schwedischen Hauptstadt.

Nach Informationen der Zeitung "Aftonbladet" will Schweden der Ukraine JAS-39-Gripen-Kampfflugzeuge der älteren Modelle C und D überlassen und die Verhandlungen über den Verkauf des neueren Modells E an die Ukraine vorantreiben. Beide Länder hatten im Oktober 2025 ein Grundsatzabkommen geschlossen, wonach die Ukraine 100 bis 150 schwedische Gripen-Jagdbomber des Modells E kaufen könnte.

Die schwedische Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson (62) will der Ukraine laut eines Medienberichts mehrere JAS-39-Gripen-Kampfflugzeuge überlassen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

28. Mai, 6.52 Uhr: EU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennen

Die EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen.

Ein solcher Schritt werde von der Außenbeauftragten Kaja Kallas (48) und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines informellen Außenministertreffens in Zypern.

Statt über Personen soll demnach zunächst über Strategiefragen geredet werden. "Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen", sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) spricht sich vorerst gegen einen Russland-Gesandten für mögliche Ukraine-Friedensgespräche aus.  © Elisa Schu/dpa

27. Mai, 22.17 Uhr: Selenskyj kündigt weitere Angriffe in Russland an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen mit seiner Militärführung neue Gegenschläge im russischen Hinterland angekündigt.

Das sei nötig, um Moskau klarzumachen, dass es für den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit eigenen Verlusten bezahlen müsse, sagte Selenskyj in seiner in Kiew veröffentlichten abendlichen Videobotschaft.

Insbesondere sind demnach weiter Anlagen der russischen Ölindustrie im Visier. So will Kiew die Einnahmen Moskaus aus dem für die Finanzierung der Kriegswirtschaft wichtigen Energieexport reduzieren.

Selenskyj veröffentlicht zum Ärger der Russen seit Wochen stolz in den sozialen Netzwerken Videos und Fotos von Treffern in Russland. Bei den Angriffen werden auch immer wieder Zivilisten getötet und verletzt – sowie nicht militärische Objekte zerstört oder beschädigt. Russland kündigte deshalb wiederum Vergeltungsschläge gegen die zentralen Stellen der Entscheidungen in Kiew an. Gemeint sind militärische Führungskommandos.

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