Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Ukraine - Russland führt weiter Krieg gegen ukrainische Städte. Dabei gibt es erneut Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung.

Die ukrainische Stadt Saporischschja wurde bereits am 10. August angegriffen. Rettungskräfte versuchten, einen Brand in einem Wohnhaus und brennende Autos zu löschen, nachdem eine russische Luft-Boden-Bombe eingeschlagen ist.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte.

Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram.

Das russische Militär, das seit knapp viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, attackiert zuletzt verstärkt zivile Ziele im Nachbarland.

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18. August, 6.57 Uhr: Bürgermeister: Moskau mit Hunderten Drohnen attackiert

Die russische Millionenmetropole Moskau und die umliegende Hauptstadtregion sind in der Nacht zum Ziel einer Angriffswelle mit ukrainischen Drohnen geworden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass handelte es sich um die heftigste derartige Attacke seit zwei Jahren. 

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte demnach mit, von Montagabend bis Dienstagmorgen seien 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion geflogen. Die meisten habe die Luftabwehr schon im Anflug abgewehrt, weitere 180 Drohnen seien dann im Raum Moskau vom Himmel geholt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Über mögliche Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Die ukrainische Luftwaffe fliegt nahezu täglich große Angriffswellen gegen die russische Hauptstadtregion. Schon in der Nacht zu Sonntag wurde das Moskauer Gebiet laut Sobjanin von ungefähr 600 Drohnen attackiert – demnach gab es neben einem Todesopfer auch mehrere Verletzte.

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18. August, 6.30 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen.

Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen.

17. August, 18.26 Uhr: Mutmaßlich russische Drohne in Moldau zerschellt

Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert.

Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.

Wohl eine russische Drohne soll bei Odessa vom Kurs abgekommen und nach Moldau geflogen sein. (Archivfoto)  © Andreas Stein/dpa

17. August, 18.24 Uhr: Zwei Frachter mit Waffen getroffen

Das russische Militär will nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben.

Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden, das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen.

Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht.

17. August, 17.28 Uhr: Viele Jahre Straflager für Kriegsgegner Schlosberg

Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt.

Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.

Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Schlosberg kritisiert immer wieder offen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Der prominente russische Oppositionelle Lew Schlosberg wurde zu mehreren Jahren Haft in einem Straflager verurteilt.  © Uncredited/AP/dpa

17. August, 12.47 Uhr: Vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt worden.

Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht. 

Den genauen Ort des Angriffs und den eingesetzten Waffentyp nannte Kiper nicht. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnen gewarnt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte unterdessen Angriffe auf Ziele in der Region. Demnach wurden der Donauhafen Ismajil und der Schwarzmeerhafen Odessa angegriffen. In Ismajil seien eine Anlegestelle und Lagerhallen mit "westlicher Militärtechnik" und Seedrohnen das Ziel gewesen. In Odessa wiederum galt der Angriff demnach einem Patrouillenboot und Treibstofftanks. Die Angaben beider Kriegsparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Das Gebäude der ukrainischen Donauschifffahrtsgesellschaft weist Schäden auf, die den Angaben zufolge durch den russischen Drohnenangriff entstanden sind. (Archivbild)  © -/Ukrinform/dpa

17. August, 9.24 Uhr: Die EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten.

"Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag.

Die Sanktionen richten sich nach Angaben der EU-Kommission derzeit gegen fast 3000 Menschen und Einrichtungen. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet", fuhr Kallas fort.

Kallas äußerte zugleich die Hoffnung, dass die USA und Europa mit Blick auf die Sanktionen wieder "näher zusammenrücken". Die bisherigen 21 Sanktionspakete seit Kriegsbeginn im Februar 2022 bezeichnete Kallas als Erfolg. "Für die EU-Sanktionen hat Russland bis heute teuer bezahlt, sie haben Russlands Kriegsmaschine schon über eine Billion Euro gekostet", sagte sie.

Zugleich warf Kallas Moskau "systematischen Terror" vor. "Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur. Das ist systematischer Terror", sagte Kallas. "Russland will die ukrainischen Städte unbewohnbar machen."

16. August, 10.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Attacken

Bei neuen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden.

Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen zwei Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien sechs Menschen verletzt worden bei den russischen Angriffen.

"Die Rettungsdienste sind an den Orten der morgendlichen und nächtlichen russischen Angriffe im Einsatz", sagte Selenskyj. In Kiew seien die Brände zügig gelöscht worden. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. "Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an", erklärte der Präsident. Er warnte vor einer weiteren Angriffswelle.

Der Buchhändler Alexander Bahlai beobachtet, wie Feuerwehrleute nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew am frühen Sonntagmorgen versuchen, einen Brand auf einem städtischen Buchmarkt zu löschen.  © Francisco Seco/AP/dpa

16. August, 7.10 Uhr: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an

Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen.

Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister. 

Bürgermeister Sobjanin sprach von drei Verletzten. Er machte keine Angaben zu möglichen Schäden. Der ukrainischen Nachrichtenseite "Kyiv Independent" zufolge trafen die Angriffe in der Region Moskau unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Online-Händlers Wildberries. Die Ukraine hatte dessen Einrichtungen zuletzt auch in anderen russischen Landesteilen angegriffen. 

Der ukrainische Angriff auf Moskau schien eine der größten bisherigen Angriffswellen Kiews zu sein.

Die Ukraine hat Moskau in der Nacht zum Sonntag mit Hunderten Drohnen angegriffen. (Archivfoto)  © Dan Bashakov/AP/dpa

16. August, 7.08 Uhr: Moskau kritisiert amerikanisch-türkisches Waffengeschäft für Kiew

Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert.

Dies werde nur "das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit "eine weitere Büchse der Pandora geöffnet", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.

Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst.

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