Ukraine-Krieg: Über 500 Minderjährige um Kramatorsk evakuiert

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Ukraine - Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Russische Raketen haben in der Nacht zu Mittwoch auch ein Lebensmittellager in der Nähe von Kiew getroffen.
Russische Raketen haben in der Nacht zu Mittwoch auch ein Lebensmittellager in der Nähe von Kiew getroffen.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Nach Behördenangaben sind dabei mindestens 17 Menschen getötet worden. 14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.

In Kiew brachen mehrere große Brände aus, es gab Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken der Stadt. Unter anderem wurden Lagerhäuser zerstört, auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen.

In den angrenzenden Landkreisen Browary, Fastiw und Butscha wurden nach Angaben des Zivilschutzes ebenfalls Lagerhäuser attackiert. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.

Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

5. August, 18.31 Uhr: Ukraine evakuiert mehr als 500 Minderjährige

Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe werden 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt Kramatorsk in der Ostukraine nahe der Frontlinie zwangsweise evakuiert.

"Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen", teilte der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung.

Es geht demnach um 59 Minderjährige aus der Ortschaft Krasnotorka, 140 aus der Ortschaft Bilenke und 326 aus Kramatorsk. Die Kinder stammen demnach aus 424 Familien.

Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.
Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

5. August, 16.28 Uhr: Toter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma

In Russland ist auf den Generaldirektor des Drohnenunternehmens Uraldronzavod, Wladimir Tkatschuk, bei einer Autoexplosion laut Behörden ein Mordanschlag verübt worden.

Tkatschuk sei schwer verletzt, aber in stabilem Zustand; sein Fahrer sei getötet worden, teilte der Telegram-Kanal des Unternehmers mit. Russische Staatsmedien meldeten nach Behördenangaben, dass die Ermittlungen zu dem am Dienstag begangenen Attentat liefen.

Das Auto sei in dem Ort Bolschoi Istok in der Nähe von Jekaterinburg in die Luft gegangen, berichteten Medien. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, dass der Sprengsatz unter dem Auto angebracht gewesen sein soll. Eine offizielle Mitteilung der Behörden gab es dazu nicht.

Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.
Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.  © Uncredited/AP/dpa

5. August, 15.37 Uhr: Behörden ermitteln gegen Ex-Vizeregierungschefin

Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40).

Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.

Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) begonnen.

Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.
Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.  © Helmut Fohringer/APA/dpa

5. August, 15.10 Uhr: Großer Drohnenangriff der Ukraine - Öl und Logistik als Ziel

Die Ukraine hat Russland in der Nacht zum Mittwoch mit großen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie getroffen.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 475 feindliche Drohnen abgefangen worden. Von Luftalarm betroffen waren demnach der Westen und das Zentrum des europäischen Russlands.

Die Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Die genannte Zahl lässt aber auf einen massiven ukrainischen Angriff schließen.

In Ufa in der Teilrepublik Baschkortostan, etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt, wurde nach Angaben russischer Telegramkanäle eine Raffinerie getroffen. Fotos zeigten eine hohe Rauchsäule über der Anlage von Baschneft-Novoil. Offiziell teilte Republikchef Radij Chabirow mit, dass Drohnentrümmer auf ein Industriegelände gefallen seien und einen Brand ausgelöst hätten.

5. August, 9.58 Uhr: Selenskyj - Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen mit mindestens 17 Toten erneut über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung des Landes geklagt.

Solche Abwehrraketen hätten "die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige der russischen Raketen aus der Nacht abschießen.

Russland hatte die Ukraine nach Angaben der Luftwaffe mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen wurden demnach abgefangen. Selenskyjs Angaben zufolge stieg die Zahl der getöteten Menschen am Mittwochmorgen auf 17. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Raum Kiew verletzt.

5. August, 8.27 Uhr: Zahl der Opfer nach russischen Angriff gestiegen

Durch einen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umland sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen getötet worden.

14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, in der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.

In Kiew brachen mehrere große Brände aus, Lagerhäuser wurden zerstört und auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.

Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.
Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.  © Dan Bashakov/AP/dpa

5. August, 6.02 Uhr: Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew - zwei Tote

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Dabei sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Zudem gab es erste Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten in der Nacht zum Mittwoch von mehreren heftigen Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt.

"Der Feind greift erneut gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur an", erklärte die Militärverwaltung von Kiew im Onlinedienst Telegram. Eine Frau sei getötet und worden. Ein weiterer Mensch kam nach Angaben der Regionalbehörden westlich der Hauptstadt im Bezirk Butscha ums Leben.

Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.

Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.
Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.  © EVGEN KOTENKO / AFP

4. August, 17.14 Uhr: Gemüsehändler attackiert - Selenskyj spricht von Drohnen-"Safari"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen.

Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift.

"Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-"Safari", die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert", schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun.

Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht.

Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist.

Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.
Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

4. August, 16.38 Uhr: Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen

Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.

Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X.

Dort hätten ihn zwei polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

"Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der Nato-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses", schrieb Kosiniak-Kamysz weiter.

Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.

4. August, 15.51 Uhr: Türkei fordert nach Drohnenangriff mehr Sicherheit im Schwarzen Meer

Die Türkei hat die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu aufgerufen, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen.

Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit.

"Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht", hieß es weiter.

Am Montagabend waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff "Nadeschda" mehrere Seeleute verletzt worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurde das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei getroffen.

Titelfoto: Uncredited/AP/dpa

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