Ukraine-Krieg: Mutmaßlich russische Drohne in Moldau zerschellt

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Ukraine - Bei ukrainischen Raketenangriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden.

Ein Auto fährt an einem von Kugeln und Granatsplittern beschädigten Straßenschild auf der Straße zur russischen Stadt Belgorod vorbei. (Archivbild)
Ein Auto fährt an einem von Kugeln und Granatsplittern beschädigten Straßenschild auf der Straße zur russischen Stadt Belgorod vorbei. (Archivbild)  © Vadim Ghirda/AP/dpa

Bei dem Angriff in dem Ort Koloskowo habe es auch vier Verletzte gegeben, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew bei Telegram mit.

Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbar.

Die Region mit ihrer Grenze zur Ukraine ist seit Jahren immer wieder das Ziel von Gegenangriffen Kiews zur Verteidigung gegen die russische Invasion. Dabei setzt Kiew inzwischen zunehmend schnellere und weitreichende Waffen ein.

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Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Die Ukraine wehrt sich seit viereinhalb Jahren mit westlicher militärischer Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

17. August, 18.26 Uhr: Mutmaßlich russische Drohne in Moldau zerschellt

Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert.

Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.

Wohl eine russische Drohne soll bei Odessa vom Kurs abgekommen und nach Moldau geflogen sein. (Archivfoto)
Wohl eine russische Drohne soll bei Odessa vom Kurs abgekommen und nach Moldau geflogen sein. (Archivfoto)  © Andreas Stein/dpa

17. August, 18.24 Uhr: Zwei Frachter mit Waffen getroffen

Das russische Militär will nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben.

Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden, das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen.

Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht.

17. August, 17.28 Uhr: Viele Jahre Straflager für Kriegsgegner Schlosberg

Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt.

Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.

Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Schlosberg kritisiert immer wieder offen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Der prominente russische Oppositionelle Lew Schlosberg wurde zu mehreren Jahren Haft in einem Straflager verurteilt.
Der prominente russische Oppositionelle Lew Schlosberg wurde zu mehreren Jahren Haft in einem Straflager verurteilt.  © Uncredited/AP/dpa

17. August, 12.47 Uhr: Vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt worden.

Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht. 

Den genauen Ort des Angriffs und den eingesetzten Waffentyp nannte Kiper nicht. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnen gewarnt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte unterdessen Angriffe auf Ziele in der Region. Demnach wurden der Donauhafen Ismajil und der Schwarzmeerhafen Odessa angegriffen. In Ismajil seien eine Anlegestelle und Lagerhallen mit "westlicher Militärtechnik" und Seedrohnen das Ziel gewesen. In Odessa wiederum galt der Angriff demnach einem Patrouillenboot und Treibstofftanks. Die Angaben beider Kriegsparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Das Gebäude der ukrainischen Donauschifffahrtsgesellschaft weist Schäden auf, die den Angaben zufolge durch den russischen Drohnenangriff entstanden sind. (Archivbild)
Das Gebäude der ukrainischen Donauschifffahrtsgesellschaft weist Schäden auf, die den Angaben zufolge durch den russischen Drohnenangriff entstanden sind. (Archivbild)  © -/Ukrinform/dpa

17. August, 9.24 Uhr: Die EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten.

"Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag.

Die Sanktionen richten sich nach Angaben der EU-Kommission derzeit gegen fast 3000 Menschen und Einrichtungen. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet", fuhr Kallas fort.

Kallas äußerte zugleich die Hoffnung, dass die USA und Europa mit Blick auf die Sanktionen wieder "näher zusammenrücken". Die bisherigen 21 Sanktionspakete seit Kriegsbeginn im Februar 2022 bezeichnete Kallas als Erfolg. "Für die EU-Sanktionen hat Russland bis heute teuer bezahlt, sie haben Russlands Kriegsmaschine schon über eine Billion Euro gekostet", sagte sie.

Zugleich warf Kallas Moskau "systematischen Terror" vor. "Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur. Das ist systematischer Terror", sagte Kallas. "Russland will die ukrainischen Städte unbewohnbar machen."

16. August, 10.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Attacken

Bei neuen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden.

Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen zwei Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien sechs Menschen verletzt worden bei den russischen Angriffen.

"Die Rettungsdienste sind an den Orten der morgendlichen und nächtlichen russischen Angriffe im Einsatz", sagte Selenskyj. In Kiew seien die Brände zügig gelöscht worden. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. "Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an", erklärte der Präsident. Er warnte vor einer weiteren Angriffswelle.

Der Buchhändler Alexander Bahlai beobachtet, wie Feuerwehrleute nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew am frühen Sonntagmorgen versuchen, einen Brand auf einem städtischen Buchmarkt zu löschen.
Der Buchhändler Alexander Bahlai beobachtet, wie Feuerwehrleute nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew am frühen Sonntagmorgen versuchen, einen Brand auf einem städtischen Buchmarkt zu löschen.  © Francisco Seco/AP/dpa

16. August, 7.10 Uhr: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an

Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen.

Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister. 

Bürgermeister Sobjanin sprach von drei Verletzten. Er machte keine Angaben zu möglichen Schäden. Der ukrainischen Nachrichtenseite "Kyiv Independent" zufolge trafen die Angriffe in der Region Moskau unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Online-Händlers Wildberries. Die Ukraine hatte dessen Einrichtungen zuletzt auch in anderen russischen Landesteilen angegriffen. 

Der ukrainische Angriff auf Moskau schien eine der größten bisherigen Angriffswellen Kiews zu sein.

Die Ukraine hat Moskau in der Nacht zum Sonntag mit Hunderten Drohnen angegriffen. (Archivfoto)
Die Ukraine hat Moskau in der Nacht zum Sonntag mit Hunderten Drohnen angegriffen. (Archivfoto)  © Dan Bashakov/AP/dpa

16. August, 7.08 Uhr: Moskau kritisiert amerikanisch-türkisches Waffengeschäft für Kiew

Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert.

Dies werde nur "das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit "eine weitere Büchse der Pandora geöffnet", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.

Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst.

15. August, 15.19 Uhr: Baby bei russischem Angriff getötet

Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden.

Der drei Monate alte Junge kam nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha in der frontnahen Stadt Marhanez bei einem Einschlag in ein Wohnhaus ums Leben. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Mehrstöckige Wohnhäuser, ein Ladengeschäft und ein Kino seien beschädigt worden. Russland habe bei mehreren Angriffen auf die Region Drohnen, Artillerie und Gleitbomben eingesetzt. 

Drei Menschen wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge im Kreis Saporischschja bei Drohnenangriffen auf Autos verletzt.

Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. (Symbolbild)
Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. (Symbolbild)  © Francisco Seco/AP/dpa

15. August, 7.03 Uhr: Russland räumt Engpässe bei Energieversorgung ein

Die russische Justiz hat die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropa (FSO) in ihre umstrittene Liste der unerwünschten Organisationen aufgenommen.

Das Justizministerium erweiterte damit seine Liste mit ausländischen und internationalen Einrichtungen, deren Arbeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation untersagt ist. Besondere Gründe werden nicht genannt, gelistet werden aber Organisationen, die nach Auffassung der Moskauer Behörden gegen die Interessen des russischen Staates arbeiten.

In der Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter das viele Jahre in Moskau tätige Deutsche Historische Institut (DHI), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie zahlreiche politische Stiftungen.

Titelfoto: Andreas Stein/dpa

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