Ukraine-Krieg: Zehn Tote bei Angriffswelle - Brände in Russland
Ukraine - Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden.
Städte bis im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte.
In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des "Kyiv Independent" das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von 5 und 12 Jahren, sowie acht Verletzte.
Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmaß der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar.
Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
30. Juli, 16.18 Uhr: Zehn Tote bei Angriffswelle - Brände in Russland
Bei neuen massiven Raketen- und Drohnenschlägen gegen ukrainische Städte hat Russland Tod und Zerstörung über das Land gebracht.
Landesweit gab es in der Ukraine laut Behörden mindestens zehn Tote und Dutzende Verletzte. Auch die Stadt Lwiw (früher Lemberg) im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze beklagte schwere Zerstörungen. Ein mutmaßlich von Russland abgefeuerter Marschflugkörper drang zudem in den polnischen Luftraum ein und stürzte in Polen ab, wie die Regierung in Warschau mitteilte. Damit verletzte Moskau den Angaben nach wie bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit einmal mehr den Luftraum eines Nato-Mitgliedstaates.
30. Juli, 16.15 Uhr: EU erschwert Ukrainern Flucht vor Krieg - Was ändert sich?
Fast 4,4 Millionen Menschen aus der Ukraine haben bisher in der Europäischen Union Schutz gefunden.
Doch die EU erschwert ukrainischen Männern nun die Flucht vor dem Krieg gegen Russland: Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen EU-Staaten künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte. Die Verordnung wird demnach in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht, einen Tag später treten die neuen Regeln in Kraft.
30. Juli, 12.45 Uhr: Polens Führung äußert sich zur Herkunft des eingedrungenen Flugobjekts
Das in Polen abgestürzte Flugobjekt ist nach Einschätzung der Regierung in Warschau wahrscheinlich eine russische Rakete.
"Alles deutet darauf hin, dass es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ CH-101 handelt, aber wir wollen den Ergebnissen einer genauen Untersuchung nicht vorgreifen", sagte Polens Regierungschef Donald Tusk (69) in Lublin. "Wir waren bereit, die Rakete abzuschießen, wenn sie weitergeflogen wäre."
Am frühen Morgen war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in Polens Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Der Absturzort nahe dem Ort Tarnawa Kolonia liegt südlich von Lublin und 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Das polnische Fernsehen zeigte Bilder von einem riesigen Krater in einem Feld, Anwohner berichteten von einem lauten Knall. Verletzt wurde niemand.
30. Juli, 12.35 Uhr: Fedorow weiter bereit für Verteidigungsministerium
Auch zwei Wochen nach seiner Entlassung ist der ukrainische Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) eigenen Angaben nach weiter zur Rückkehr ins Amt bereit.
"Zu 100 Prozent", erklärte Fedorow in einem Interview für das Internetportal "Ukrajinska Prawda". Das sage er vor allem der "aktiven Gesellschaft". Für seine Wiedereinsetzung finden täglich kleinere Demonstrationen in Kiew und anderen Städten statt. Dem Ex-Minister seien zwar mehrere neue Positionen angeboten worden, doch werde er keinen "dekorativen Posten" bekleiden, sagte er.
Den konkreten Anlass für seine Entlassung kennt Fedorow eigenem Bekunden nach nicht. Mit dem nach ihm entlassenen Armeechef Olexander Syrskyj (61) habe er keinen persönlichen Streit gehabt. "Das war mehr ein weltanschaulicher Konflikt", sagte der Ex-Minister. Er habe auch keine Entscheidungen des Generalstabes blockiert.
30. Juli, 9.12 Uhr: Angriffsgefahr - Polen lässt Kampfjets aufsteigen
Aufgrund einer Angriffsgefahr hat Polen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sowohl Kampfjets als auch ein Frühwarnflugzeug aufsteigen lassen. Dies teilte das operative Kommando der Streitkräfte via X mit.
Der Einsatz sei eine Reaktion auf russische Luftaktivitäten in der Ukraine nahe der Grenze zu Polen gewesen, heißt es. So hätten die Radarsysteme "mindestens ein Dutzend Geschosse" beobachtet, die aufgrund ihrer Flugrichtung eine potenzielle Bedrohung für den polnischen Luftraum gewesen seien.
"Um 3.40 Uhr wurde im polnischen Luftraum ein nicht identifiziertes Objekt festgestellt, das sich in westlicher Richtung bewegte. Zur Identifizierung und Abfangnahme wurde ein Bereitschaftsjäger F-16 in die Region entsandt", so das Statement. Das Objekt sei jedoch um 3.46 Uhr vom Radar verschwunden. "Die Besatzung eines Hubschraubers Mi-24 lokalisierte den wahrscheinlichen Absturzort des Objekts in einem unbebauten Gelände in der Nähe des Ortes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin."
Am Ort des Vorfalls würden nun Ermittlungen laufen.
30. Juli, 7.10 Uhr: Erneuter ukrainischer Angriff auf russischen Online-Händler
Erneut hat das ukrainische Militär den russischen Online-Händler Wildberries angegriffen.
Durch Drohnenbeschuss wurde in der Nacht ein großes Lager des Unternehmens in der russischen Region Pensa in Brand gesetzt, wie der Gouverneur der Region, Oleg Melnitschenko, nach Angaben der staatlichen Agentur Tass mitteilte. Dabei habe es mindestens einen Verletzten gegeben. Rund 200 Mitarbeiter seien evakuiert worden.
Seit diesem Monat attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses. Die symbolträchtigen und weithin sichtbaren Angriffe auf Wildberries verursachen große Schäden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) wirft der Firma vor, mit Material zu handeln, das für den 2022 begonnenen Angriffskrieg gegen sein Land verwendet werde. Der Kreml weist das kategorisch zurück.
29. Juli, 23.30 Uhr: Selenskyj warnt vor neuem russischem Luftschlag
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden neuen schweren russischen Angriff aus der Luft gewarnt.
Russland habe erst vor wenigen Tagen die Ukraine attackiert "und die Wahrscheinlichkeit ist hoch", dass ein solcher Schlag auch in der Nacht zu Donnerstag ausgeführt werde, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs Anatolij Krywonoschko.
29. Juli, 22.03 Uhr: Ukrainischer Kampfjet F-16 im Luftkampf abgestürzt
Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren.
Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. "Vorläufigen Informationen nachgab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten", heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden und Opfer.
Die Ukraine hat nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten Kampfjets des Typs F-16 erhalten. Die Flugzeuge werden vor allem bei der Abwehr russischer Drohnen- und Raketenangriffe eingesetzt. Mehrere Maschinen sind bei den riskanten Manövern bereits abgestürzt, die erste kurz nach Beginn der Lieferungen. Der Verlust jeder einzelnen F-16 wiegt für Kiew schwer, da sie sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen in der Ukraine eingetroffen sind.
29. Juli, 11.59 Uhr: Selenskyjs Armeechef plant Ausweitung der Luftangriffe
Knapp eine Woche nach seiner Einsetzung hat der neue ukrainische Oberkommandierende, Mychajlo Drapatyj (43), erstmals mit dem Chef der Nato-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich (54, telefoniert.
In dem Gespräch habe er seine Vorstellungen dargelegt, wie ein Sieg der Ukraine über Russland erreicht werden könne und welche Mittel dafür nötig seien, teilte Drapatyj auf sozialen Netzwerken mit.
Dabei sei es auch um eine Ausweitung der ukrainischen Angriffe auf das russische Hinterland gegangen. Zudem müsse das Einsickern russischer Truppen in die ukrainischen Verteidigungslinien verhindert werden.
Die Ukraine hat seit dem Frühjahr ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf russische Ziele sogar Hunderte Kilometer hinter der Frontlinie deutlich ausgeweitet.
29. Juli, 11.53 Uhr: Russland schreibt Telegram-Chef zur internationalen Fahndung aus
Russland hat den in Frankreich lebenden Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow (41), zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.
Dem Gründer des Messengerdienstes werde "Beihilfe zum Terrorismus" vorgeworfen, zitierten Nachrichtenagenturen am Mittwoch den russischen Geheimdienst FSB. Hintergrund seien Ermittlungen zur Ausbildung junger Russen für Sabotageaktivitäten durch den ukrainischen Geheimdienst.
Der FSB wirft Telegram vor, einen beliebten Dating-Bot nicht gelöscht zu haben, der nach Darstellung Moskaus vom ukrainischen Geheimdienst genutzt wird, um junge Russen "in terroristische und Sabotageaktivitäten hineinzuziehen".
Demnach wurden seit Juli 2025 in verschiedenen russischen Regionen 46 russische Staatsbürger zwischen zwölf und 22 Jahren festgenommen, die den in Russland verbotenen Leo Match Bot genutzt haben sollen.
29. Juli, 10.03 Uhr: Neuer ukrainischer Angriff auf Online-Händler Wildberries
In der russischen Stadt Rjasan gibt es Berichte über ukrainische Drohnenangriffe auf ein großes Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries und eine Raffinerie.
Der Gouverneur der Region südöstlich von Moskau, Pawel Malkow, bestätigte einen Massenangriff mit Drohnen. In Industriebetrieben seien Brände durch abstürzende Drohnentrümmer ausgelöst worden, teilte er in sozialen Netzwerken mit. Er nannte die Unternehmen aber nicht.
Es habe sechs Verletzte gegeben. Über dem Gebiet Rjasan seien 45 feindliche Drohnen abgewehrt worden, schrieb Malkow.
Telegramkanäle veröffentlichten Videos und Fotos, auf denen Feuer in einer riesigen Lagerhalle und Rauchwolken zu sehen sind. Die Lagerhalle wurde Wildberries zugeschrieben. Die Authentizität der Aufnahmen war aber nicht sofort zu klären. Seit Anfang Juli attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses Wildberries.
29. Juli, 6.46 Uhr: Russland meldet einen Toten bei einem Angriff im Südwesten
Bei einem Angriff auf eine Hafenstadt im Südwesten Russlands wurde ein Mensch getötet und mindestens ein weiterer verletzt, sagte der Gouverneur der Region am Mittwoch.
Bei einem Raketenangriff auf Taganrog fielen Trümmerteile auf Wohngebäude, wobei eine Frau getötet und ein Mann verletzt wurde, sagte der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar. "Die Bewohner des Gebäudes werden evakuiert. Ein provisorisches Unterbringungszentrum wurde eingerichtet", schrieb Slyusar auf Telegram.
"Die Ukraine hat in den letzten Monaten ihre Vergeltungsschläge gegen Russland verstärkt, unter anderem um Moskau nach fast viereinhalb Jahren Krieg an den Verhandlungstisch zu zwingen."
28. Juli, 19.18 Uhr: Treffen zwischen Selenskyj und Trump beendet
Trump hatte Selenskyj in den vergangenen Wochen am Rande verschiedener Gipfel mehrfach persönlich gesprochen. Das Treffen nun im Weißen Haus fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde.
Bei dem Treffen im Weißen Haus sei es um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. "Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können", schrieb er.
Außerdem sei es um eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende gegangen. "Ich bin den Vereinigten Staaten dankbar für ihre feste Unterstützung", erklärte Selenskyj. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler - ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten.
28. Juli, 16.45 Uhr: Treffen von Selenskyj und Trump im Weißen Haus hat begonnen
Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus hat begonnen.
Es sei um 9.47 Uhr Ortszeit losgegangen, teilte das Weiße Haus mit. Bei dem Gespräch soll es laut Selenskyj vor allem um weitere US-amerikanische Unterstützung für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen. Auch eine Stärkung der Flugabwehr habe Priorität, sagte er im Vorfeld. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler - ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten.
Trump und Selenskyj haben sich in den vergangenen Wochen häufiger gesehen: Anfang des Monats beim Nato-Gipfel in Ankara und Mitte Juni beim G7-Gipfel im französischen Évian. Bei beiden Gipfeln trugen die USA auch gemeinsame Positionen zum Ukraine-Krieg mit. Trump hob in Ankara zudem hervor, dass er ein gutes Verhältnis zu seinem ukrainischen Amtskollegen habe.
Nach Selenskyj empfängt Trump heute auch noch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Washington. Es wird erwartet, dass alle drei im Anschluss an einer Gedenkveranstaltung für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.
28. Juli, 13.14 Uhr: Polen - Erheben keine Gebietsansprüche gegen die Ukraine
Polen hat die Behauptung von Kremlchef Wladimir Putin (73) dementiert, wonach es Teile der Westukraine für sich beansprucht.
"Polen hat keine territorialen Ansprüche gegenüber der Ukraine erhoben, erhebt derzeit keine und beabsichtigt auch in Zukunft nicht, solche geltend zu machen", erklärte das Außenministerium in Warschau.
Vielmehr erkenne Polen die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine in ihren gesetzlich festgelegten, international anerkannten Grenzen uneingeschränkt an, heißt es in der Mitteilung weiter.
"Die Andeutungen Moskaus über angebliche Pläne zur Annexion westlicher Gebiete der Ukraine, unter anderem durch Polen, stellen einen primitiven Versuch der Desinformation dar."
Bei einem Treffen mit Marinesoldaten zum russischen Tag der Flotte hatte Putin einmal mehr seine Sichtweise auf die Ukraine und ihre Geschichte geäußert. Das Land sei politisch durch den Strom Dnipro geteilt.
"Die linksufrige (östliche) Ukraine galt immer nicht nur als nach Russland orientiert, sondern als Teil Russlands", sagte er nach Kremlangaben in St. Petersburg.
28. Juli, 12.04 Uhr: Verletzte nach Drohnenangriffen auf russische Busse
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Busse sind nach russischen Angaben insgesamt 24 Menschen verletzt worden.
In der Grenzstadt Schebekino sei eine Drohne in einen Linienbus eingeschlagen, teilte der amtierende Gouverneur der westrussischen Region Belgorod, Alexander Schuwajew, mit. 19 Menschen seien verletzt worden, sechs davon schwer.
Eine zweite Attacke wird aus den von russischen Truppen besetzten Gebieten in der Ukraine gemeldet.
In der Stadt Horliwka unweit von Donezk habe eine ukrainische Drohne fünf Personen verletzt, als sie in einen Bus eingeschlagen sei, teilte Horliwkas Bürgermeister Iwan Prichodjko mit.
28. Juli, 8.47 Uhr: Drohnen treffen Wohnhaus und Recyclinganlage bei Moskau
Die Ukraine hat nach russischen Angaben bei einem großen Drohnenangriff auf Moskau im Umland der Hauptstadt schwere Schäden angerichtet.
Eine Drohne sei in einem Wohnblock eingeschlagen, teilte der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow (56), mit. "Außerdem sind durch eine abgestürzte Drohne Reifen auf einer Freifläche in Brand geraten", schrieb er auf Telegram.
Nach Behördenangaben trafen die Drohnen dabei eine Recyclinganlage, in der die Reifen zu Gummischrot verarbeitet werden. Bilder deuten auf einen Großbrand hin. Medienberichten zufolge traf es zudem erneut eine Lagerhalle.
In der Ortschaft Koledino südlich von Moskau brennt demnach das Lager der Logistikfirma 3PL. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lager des Online-Großhändlers Wildberries, der in den vergangenen Tagen schon mehrfach zum Ziel ukrainischer Angriffe wurde
28. Juli, 6.20 Uhr: Netanjahu und Selenskyj zu Besuch bei Trump
Der kürzlich gestorbene US-Senator Lindsey Graham (†71) war einer der wichtigsten Unterstützer Israels und der Ukraine in Washington.
Nun findet in der US-Hauptstadt eine Trauerfeier für den Republikaner statt, zu der neben Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) ukrainischen und US-amerikanischen Medienberichten zufolge auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet wird.
Für beide ist der Besuch nicht zuletzt auch eine willkommene Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump (80) zu treffen.
27. Juli, 18.24 Uhr: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim
Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt.
Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.
27. Juli, 14.53 Uhr: Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw
Die russische Armee hat Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen angegriffen.
Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gab es keine Belege.
27. Juli, 9.35 Uhr: Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow
Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen.
Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.
27. Juli, 9.34 Uhr: Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von Tschornomorsk
Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden.
26. Juli, 19.18 Uhr: Selenskyj will Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck setzen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren.
Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.
"Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden", schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, "die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen".
Selenskyj hob die Wirksamkeit und erhöhte Schlagdistanz der neuen ukrainischen Drohnen hervor. "Die Reichweite der Angriffe beträgt bereits mehr als 3000 Kilometer, und wir bauen unsere Fähigkeiten, über größere Entfernungen zu agieren, weiter aus", betonte Selenskyj.
26. Juli, 17.38 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.
Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden.
26. Juli, 17.36 Uhr: Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum ab
Die rumänische Luftwaffe hat weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen.
Nachdem der Pilot eines rumänischen F-16-Kampfjets am Freitag ein derartiges Fluggerät im Osten des Landes mit einer Rakete eliminiert hatte, kam es am Samstag und am Sonntagmorgen zu weiteren Abschüssen von Drohnen, die in rumänisches Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite mit. Erste Anzeichen deuten auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hin.
In allen Fällen seien die Einsätze über unbewohntem Gebiet erfolgt, so dass für die Bevölkerung am Boden keine Gefahr bestanden habe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Am Samstag sei eine fremde Drohne in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer, am Sonntagmorgen eine weitere nahe Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta abgeschossen worden.
26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen.
In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.
In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.
26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew
Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.
"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".
25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.
Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen.
25. Juli, 21.48 Uhr: Sacharowa kritisiert Angriffe Kiews auf russische Zivilisten
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat die jüngsten ukrainischen Angriffe gegen verschiedene Ziele in Russland scharf verurteilt.
"Kiew erleidet gerade eine militärische Niederlage und ist nicht in der Lage, den Kampfverlauf zu wenden, daher tobt es sich an der Zivilbevölkerung aus", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert. Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch "seine westlichen Drahtzieher" sollten wissen, dass sie "für jedes Verbrechen schwer bezahlen" würden.
Sacharowa, die für ihre scharfe Rhetorik bekannt ist, sprach vor allem die jüngsten ukrainischen Angriffe in Kirow und in der von Moskau kontrollierten Region Saporischschja an. Ukrainische Kampfdrohnen hatten in der Nacht zum Freitag einen Rüstungskonzern in Kirow getroffen.
25. Juli, 16.51 Uhr: Festnahme nach tödlichem Angriff auf Kiewer Umland
Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden.
Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten.
Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden.
25. Juli, 14.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriff in Saporischschja
Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden.
Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die massive Zerstörungen von Häusern zeigen.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
25. Juli, 13.28 Uhr: Tote nach ukrainischen Angriffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja mindestens acht Menschen getötet worden.
Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Unter den Opfern seien auch Minderjährige. Der Angriff in der Nacht traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.
25. Juli, 8.18 Uhr: Österreich - "Turbo-Beitritt auf Antrag" für Ukraine in EU geht nicht
Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen.
Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht."
25. Juli, 8.16 Uhr: Tote nach russischem Drohnenschlag auf Sumy
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy mindestens zwei Männer getötet worden.
Drei weitere seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle, das Dach eines Mehrfamilienwohnhauses und ein nicht genanntes Infrastrukturobjekt beschädigt worden. Russische Truppen sind etwa 20 Kilometer von Sumy entfernt.
Titelfoto: Mykola Tys/AP/dpa
