23-Jähriger von Lawine verschlungen: Helmkamera filmt seinen Kampf ums Überleben

Tignes (Frankreich) - Ein britischer Skifahrer (23) wurde von einer Lawine in Frankreich mitgerissen und unter dem Schnee begraben - seine Helmkamera hielt alles fest.

Daniel Matthews (23) ist ein begeisterter Skifahrer, der dabei immer den Nervenkitzel sucht.
Daniel Matthews (23) ist ein begeisterter Skifahrer, der dabei immer den Nervenkitzel sucht.  © Bildmontage: Instagram/Screenshot/daniel_matthews12

Wie der Ski-Fahrer Daniel Matthews auf seinem Instagram-Account berichtet, war der Freitag, der 13. Februar, für den 23-Jährigen sowohl ein Pech- als auch ein Glückstag.

Denn als er in den französischen Alpen unterwegs war, löste sich plötzlich ein Teil des Berghangs.

In dem am Dienstag veröffentlichten Video ist zu sehen, wie Matthews seine Abfahrt beginnt, sich mehrmals überschlägt und schließlich von der Lawine unter sich begraben wird, sodass er sich nicht mehr bewegen kann.

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Er wurde unter rund zwei Metern Schnee begraben und war etwa fünf Minuten lang bewusstlos.

"Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen. Es fühlte sich an, als hätte jemand Beton auf mich gegossen. Ich habe versucht, nicht in Panik zu geraten, aber es war sehr schwer", schrieb er zu dem Clip.

Daniel überlebte dank des schnellen Eingreifens seiner Freunde

Durch seine Freunde und die Pistenrettung konnte Daniel schließlich geborgen werden.
Durch seine Freunde und die Pistenrettung konnte Daniel schließlich geborgen werden.  © Bildmontage: Instagram/Screenshot/daniel_matthews12

Der begeisterte Skifahrer gestand, dass die Entscheidung, abseits der Piste zu fahren, "sehr schlecht und unüberlegt" gewesen sei.

Glücklicherweise wurde er nach sechs Minuten von seinen Freunden mithilfe von Lawinenverschüttetensuchgeräten gefunden.

Sie mussten sich durch meterhohen Schnee graben und konnten seinen Kopf nach neun Minuten befreien, bevor sie ihm halfen, wieder zu Bewusstsein zu kommen.

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"Ohne ihren unglaublichen Einsatz, mich so schnell zu finden und auszugraben, wäre ich jetzt wohl nicht mehr am Leben", schrieb Herr Matthews. Die Pistenrettung traf wenige Minuten später erst am Unfallort ein.

Matthews hofft, dass er mit seiner Erfahrung ein mahnendes Beispiel sein kann: "Ich habe an dem Tag die deutlich sichtbaren Schilder ignoriert! Und das habe ich bitter bereut. [...] Ich hoffe, ich und andere können daraus etwas lernen."

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/Screenshot/daniel_matthews12

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