3. Juni 1998: Mehr als 100 Tote bei Zugunglück von Eschede - stilles Gedenken am 25. Jahrestag

Eschede - Opfer und Hinterbliebene des schweren Zugunglücks von Eschede vor 25 Jahren haben sich am Samstagvormittag zum stillen Gedenken am Mahnmal getroffen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (53, FDP) gedachte am 25. Jahrestag des Zugunglücks von Eschede der 101 Toten.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (53, FDP) gedachte am 25. Jahrestag des Zugunglücks von Eschede der 101 Toten.  © Gregor Fischer/dpa

Auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (53, FDP), Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (56, SPD), Bahn-Chef Richard Lutz (59) sowie die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner (58) gedachten der Opfer zum Zeitpunkt des Unglücks um 10.59 Uhr und legten Blumenkränze an der Namenswand der Todesopfer nieder.

Heinrich Löwen, Sprecher der Selbsthilfe Eschede, der bei dem Unglück seine Frau und seine Tochter verlor, sowie die Zugbegleiterin Angelique Koch sprachen begleitende Worte zum Gedenken. Der evangelische Landesbischof Ralf Meister sprach ein Gebet und gedachte aller Betroffenen und Helfer der Katastrophe.

Am 3. Juni 1998 war der Intercity-Express 884 "Wilhelm Conrad Röntgen" auf dem Weg von München nach Hamburg, als sich im niedersächsischen Eschede ein gebrochener Radreifen an einer Weiche verhakte.

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Mehrere Waggons des Zuges prallten bei Tempo 200 gegen eine Straßenbrücke, 101 Menschen starben. 55 Todesopfer kamen aus Bayern, wo gerade die Pfingstferien begonnen hatten.

Hunderte von Helfern versuchen am 3. Juni 1998 im Wrack des verunglückten ICE 884 Opfer des Zugunglücks zu bergen.
Hunderte von Helfern versuchen am 3. Juni 1998 im Wrack des verunglückten ICE 884 Opfer des Zugunglücks zu bergen.  © Ingo Wagner/dpa

Zwischen Garßen und Eschede passierten am Jahrestag von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr alle Züge den Unglücksort mit höchstens 60 Kilometern pro Stunde.

Erstmeldung: 3. Juni, 6.51 Uhr. Aktualisiert: 14.47 Uhr

Titelfoto: Ingo Wagner/dpa

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