Er wollte mit dem Fahrrad die Welt umrunden: Deutscher in Zelt von Blitz getroffen

Huaraz (Peru) - Ein 29-jähriger deutscher Tourist wurde in den peruanischen Bergen tot aufgefunden.

Auf seiner Abenteuerreise schlief Florian (†29) überwiegend im Zelt.  © Instagram/Screenshot/bluemiracle_official

Wie die Regionalzeitung Prensa Regional berichtet, wurde Florian B. beim Fahrradfahren am Samstagabend offenbar von einem starken Gewitter in den peruanischen Anden überrascht.

Während er in seinem Zelt Schutz suchte, wurde er nach ersten Ermittlungen vom Blitz getroffen und starb noch vor Ort.

Laut lokalen Medienberichten soll der Abenteuer-Radfahrer aus Bürvenich (Nordrhein-Westfalen) zuvor versucht haben, die deutsche Botschaft zu erreichen, vermutlich um auf seine Notlage aufmerksam zu machen.

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Die Botschaft schlug dann am Sonntag Alarm, nachdem keine Signale mehr von seinem GPS-Gerät empfangen wurden.

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Auf diesem von der Touristenpolizei in Huaraz zur Verfügung gestellten Bild ist die Suche nach einem deutschen Touristen zu sehen.  © ---/Policía de Turismo de Huaraz/dpa

Auf seiner Reise geriet Florian B. schon einmal in die Schlagzeilen

In Pakistan wurde Florian im Schlaf ausgeraubt.  © Instagram/Screenshot/bluemiracle_official

Die Polizei von Huaraz suchte daraufhin nach dem Touristen und konnte ihn schließlich nur noch tot bergen. Eine Autopsie soll nun die genauen Umstände seines Todes klären.

Florian B. machte bereits 2024 traurige Schlagzeilen, als er in Pakistan im Schlaf ausgeraubt wurde.

Die pakistanische Politikerin Maryam Nawaz veranlasste damals, dass dem Deutschen 500.000 Rupien (rund 1530 Euro) als Entschädigung gezahlt wurden.

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Der Täter wurde laut Inflics festgenommen.

Florian wollte mit dem Fahrrad die Welt umrunden

Florian B. wollte in 30 Monaten mit dem Fahrrad die Welt umrunden.  © Bildmontage: Instagram/Screenshot/bluemiracle_official

Der 29-Jährige startete seine Reise am 3. März 2024 und hatte sich vorgenommen, die Welt in 30 Monaten mit dem Fahrrad zu umrunden.

In seinem Blog schrieb er: "Mit Zelt und Kocher erkunde ich unseren Planeten auf minimalistische Weise und halte Eindrücke mit meiner Kamera fest, um auf die existenzielle Gefahr des Klimawandels aufmerksam zu machen und den bereits betroffenen Menschen und Regionen ein Gesicht zu geben."

Fünf bis zehn Stunden täglich fuhr er durch Wind, Kälte, Schnee, Regen, Hitze und unwegsames Gelände und durchquerte dabei mehrere Länder.

Überwiegend schlief er dabei im Zelt - was ihm schließlich in Peru zum Verhängnis wurde.

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