43 Vermisstenanzeigen: Noch weitere Tote nach Zugunglück befürchtet

Von Jan-Uwe Ronneburger

Adamuz (Spanien) - Die spanischen Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend in Andalusien. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska dem staatlichen TV-Sender RTVE in der Nacht zu Dienstag.

Bis jetzt konnten die Einsatzkräfte 41 Tote aus den Trümmern bergen.
Bis jetzt konnten die Einsatzkräfte 41 Tote aus den Trümmern bergen.  © Manu Fernandez/AP/dpa

40 Tote waren zu diesem Zeitpunkt geborgen worden. "Drei der von den Sicherheitskräften am Fundort gesichteten Leichen befinden sich noch im Zug Avila", fügte der Minister hinzu.

Bis zum Morgen konnte ein weiterer Toter aus den Trümmern geborgen werden, womit die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Polizeiangaben auf 41 stieg. Von den mehr als 170 Verletzten schwebt Medienberichten zufolge niemand mehr in Lebensgefahr.

Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin teilte am Montagabend mit: "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben." Man stehe mit den örtlichen Behörden im engen Austausch, um eine Aufklärung der Identitäten der Opfer zu betreiben.

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Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den deutschen Betroffenen um Tote oder Verletzte handelt. Grande-Marlaska sagte, bis Montagabend sei es gelungen, sieben Tote zu identifizieren.

Ob auch Deutsche unter den Toten sind, konnte noch nicht eindeutig bestätigt werden. Erst sieben Tote wurden identifiziert.
Ob auch Deutsche unter den Toten sind, konnte noch nicht eindeutig bestätigt werden. Erst sieben Tote wurden identifiziert.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Königspaar reist vorzeitig von Beerdigung ab

Noch ist unklar, weshalb die beiden Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten. Eine gebrochene Schiene kann dabei nicht ausgeschlossen werden.
Noch ist unklar, weshalb die beiden Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten. Eine gebrochene Schiene kann dabei nicht ausgeschlossen werden.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Am Sonntagabend waren zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Hochgeschwindigkeitszüge nördlich von Córdoba kollidiert und entgleist. Als Ursache für die Katastrophe wurde ein Bruch einer Schiene nicht ausgeschlossen.

Verkehrsminister Óscar Puente betonte jedoch, es werde mindestens Tage oder auch Wochen dauern, bis es belastbare Erkenntnisse über die Ursachen für den Unfall gebe.

Am Nachmittag wurde auch das spanische Königspaar am Unglücksort erwartet.

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König Felipe VI. und Königin Leticia waren vorzeitig aus Athen zurückgekehrt, wo sie an der Beisetzung von Irene von Griechenland, der Schwester der spanischen Altkönigin Sofía, teilgenommen hatten.

Titelfoto: Manu Fernandez/AP/dpa

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