Kerzers (Schweiz) - In einem Linienbus ist es am Dienstagabend im Schweizer Kanton Freiburg zu einem Brandinferno gekommen, bei dem auch eine beliebte junge Radio‑Moderatorin ums Leben kam.
Wie die Kantonspolizei Freiburg berichtet, kamen bei dem verheerenden Busbrand in der Schweiz sechs Menschen ums Leben.
Unter ihnen sind ein 16-jähriger Jugendlicher, ein 29-jähriger Mann, zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie der 63-jährige Busfahrer.
Aber auch Lara Baumgartner (†26), die als Moderatorin bei Radio Energy Bern arbeitete und dort unter anderem Mittags‑ und Wochenendsendungen moderierte, wurde Opfer des Feuers.
In einem Nachruf schrieb Laras Arbeitgeber auf Facebook: "Das gesamte Energy Team ist zutiefst erschüttert und in Gedanken bei Laras Familie, ihren Angehörigen und allen, die ihr nahestanden."
Sie wird als einen "wundervollen Menschen und eine außergewöhnliche Kollegin" beschrieben. "Sie hinterlässt eine Lücke, die kaum in Worte zu fassen ist", heißt es weiter.
Der Mann war den Behörden bereits wegen psychischer Instabilität bekannt
Laut Polizeiangaben zählt auch der mutmaßliche Täter, ein 65-jähriger Schweizer aus Bern, zu den Toten.
Er war Stunden vor dem Brand von einer Klinik als vermisst gemeldet und den Behörden wegen seiner psychologischen Instabilität bekannt, berichtet die Berner Kantonspolizei dem Sender SRF.
"Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt. Die Ermittlungen laufen noch, um die genauen Umstände dieses Dramas zu klären", heißt es von der Polizei am Mittwoch.
Nach ersten Ermittlungsergebnissen soll der Mann sich selbst mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt haben, bevor das Feuer auf das gesamte Fahrzeug übergriff.
Die Flammen schlugen Berichten zufolge meterhoch, eine gewaltige Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Über das Motiv ist bisher nichts bekannt.
Auf ihrer offiziellen Homepage bekundet die Gemeinde Kerzers ihr Mitgefühl: "Die Gemeindebehörde von Kerzers bekundet ihre Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer", heißt es.