Qualvoller Tod: Elefantenbulle attackiert Touristen (†65)

Khao Yai (Thailand) - Es sind dramatische Meldungen aus einem thailändischen Nationalpark. Ein wilder Elefantenbulle aus Khao-Yai (Thailand) hat am Montag einen Touristen getötet - und es ist nicht sein erstes Todesopfer.

Nichts ahnend gingen Jirathachai Jiraphatboonyathorn (†65) und seine Frau sportlichen Aktivitäten nach, als sie von dem Elefantenbullen Phlai Oiwan attackiert wurden. (Symbolfoto)
Nichts ahnend gingen Jirathachai Jiraphatboonyathorn (†65) und seine Frau sportlichen Aktivitäten nach, als sie von dem Elefantenbullen Phlai Oiwan attackiert wurden. (Symbolfoto)  © Carola Frentzen/dpa

Der verstorbene Besucher des Parks, Jirathachai Jiraphatboonyathorn (†65), hielt sich gemeinsam mit seiner Frau in der Nähe des Camps auf, berichtete Daily Mirror. Das Paar befand sich demnach in der Nähe des Bezirks Muang (Provinz Lop Buri).

Laut Agence France-Presse trainierten der 65-Jährige und seine Partnerin gegen 5.30 Uhr (Ortszeit) neben ihrem Zeltplatz, als das Tier, bekannt unter dem Namen Phlai Oiwan, aus dem Dickicht hervorstampfte und angriff.

Als der Bulle die Menschen sah, stürmte er auf den Mann zu, griff ihn mit seinem gewaltigen Rüssel und schleuderte ihn zu Boden. Als das noch nicht genug war, trat der Elefant mehrfach auf den Verstorbenen ein, erklärte Bangkok Post.

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Sofort eilten einige Rettungskräfte und ein Arzt zu dem Schwerverletzten. Die Mediziner stellten bei Jirathachai multiple Knochenbrüche sowie schwere innere Verletzungen fest. Der 65-Jährige erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Jirathachai Jiraphatboonyathorn ist bereits das dritte Opfer des Elefanten

Der 1962 gegründete Nationalpark Khao Yai möchte nun die Sicherheitsmaßnahmen verstärken. (Symbolfoto)
Der 1962 gegründete Nationalpark Khao Yai möchte nun die Sicherheitsmaßnahmen verstärken. (Symbolfoto)  © Carola Frentzen/dpa

Der Angriff ereignete sich vor den Augen anderer Camper. Jirathachais Frau, die sich während des Angriffs in unmittelbarer Nähe befand, konnte dank eines Rangers fliehen. Wie The Mirror berichtete, habe der Leiter des Nationalparkes Hilfeschreie gehört - kurz darauf traf er am Unglücksort ein.

Als der Ranger den Bullen sowie den 65-Jährigen sah, alarmierte er umgehend die zuständigen Behörden. "Wir werden uns wahrscheinlich für eine Umsiedlung oder eine Verhaltensänderung des Tieres entscheiden", teilte der Leiter des Parks mehreren Medien mit.

Zudem würden zeitnah verstärkte Patrouillen und zusätzliche Überwachungsmaßnahmen angeordnet. Die Besucher des Parks wurden nun eindringlich um erhöhte Vorsicht gebeten.

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Wie das Nachrichtenportal Bangkok Post bekannt gab, sei Jirathachai bereits das dritte offizielle Todesopfer des Elefanten. Das Parkpersonal schloss nicht aus, dass Oiwan bereits in der Vergangenheit Menschen getötet habe.

Titelfoto: Fotomontage/Carola Frentzen/dpa

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