Antwerpen (Belgien) - Tödliche Flammen in Antwerpen: Bei dem Brand eines zehnstöckigen Wohngebäudes in der belgischen Hafenstadt sind am Mittwoch mehrere Menschen ums Leben gekommen! Weitere Bewohner sollen zudem schwer verletzt worden sein, wie es von den lokalen Behörden hieß.
Kurz vor 10 Uhr brach das Feuer in der Straße "August-Vermeylenlaan" aus. Dichte Rauchwolken stiegen seitdem aus dem achten Stock empor. Polizeiangaben zufolge leben mehr als 200 Menschen in dem Wohnkomplex.
Auch am Mittag hatten die zahlreichen Einsatzkräfte die Flammen immer noch nicht komplett unter Kontrolle, wie AFP berichtet. "Es handelt sich um einen sehr komplexen Brand mit geringer Sicht und starker Rauchentwicklung im Gebäude, das macht die Löscharbeiten schwieriger", sagte eine Feuerwehrsprecherin der Nachrichtenagentur.
Die belgische Tageszeitung Het Laatste Nieuws sprach am frühen Nachmittag von mindestens sechs Toten. Das Feuer sei zunächst im Erdgeschoss des Hauses ausgebrochen, ehe es sich seinen Weg nach oben bahnte. "Wer zum Zeitpunkt des Brandes zu Hause war und wer nicht, wissen sie nicht. Sie gehen jetzt von Tür zu Tür und klopfen an jede Tür, um zu sehen, ob noch Leute drinnen sind", berichtete eine Reporterin von vor Ort.
Ein Überlebender erzählte dem belgischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen indes, wie dichter Rauch ihn daran gehindert hatte, aus seiner Wohnung herauszukommen: "Wir haben uns in unserer Wohnung verbarrikadiert und auf dem Balkon gewartet. Etwa zehn Minuten später kam die Feuerwehr mit ihrer Leiter, um uns vom Balkon zu retten."
Ex-Bürgermeister von Antwerpen unter Betroffenen
Laut dem niederländischen De Telegraaf sollen sich unter den Überlebenden auch der ehemalige Bürgermeister von Antwerpen, Bob Cools (92), und seine Familie befinden. Sein Schwiegersohn teilte mit: "Meine Schwiegereltern wurden in der Zwischenzeit ebenfalls evakuiert. Sie wurden ins Krankenhaus verlegt." Tragisch: "Wir haben versucht, die Katze mit aller Kraft zu retten, aber am Ende ist es uns nicht gelungen."
Belgiens Regierungschef Bart De Wever (55) dankte indes Feuerwehrleuten und Rettungsdiensten. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und den evakuierten Bewohnern", erklärte er bei X.
Erstmeldung 13.11 Uhr, letztes Update 14.01 Uhr.