Tragödie über den Wolken: Mutter stirbt vor den Augen ihrer Kinder

Frankfurt am Main - Ein kaum vorstellbares Grauen erlebte eine Familie auf ihrer Reise von Hongkong nach Großbritannien: Helen Rhodes starb vor den Augen ihrer zwei Kinder und ihres Mannes während eines Langstreckenfluges um die halbe Welt. Erst in Frankfurt wurde die Leiche aus dem Flugzeug entfernt.

Simon, Nathan und Emma (v.l.n.r.) trauer um Mama und Ehefrau Helen (r.).
Simon, Nathan und Emma (v.l.n.r.) trauer um Mama und Ehefrau Helen (r.).  © gofundme

Die Maschine, die Familie Rhodes nach mehr als 15 Jahren in Hongkong wieder nach Großbritannien transportieren sollte, war am vergangenen Freitag erst wenige Stunde in der Luft gewesen, als die Tragödie ihren Lauf nahm.

Wie Jayne Jeje, eine Freundin der Verstorbenen, auf einer frisch ins Leben gerufenen GoFundMe-Seite berichtet, war Helene Rhodes plötzlich nicht mehr ansprechbar. Alle Versuche, sie wiederzubeleben, scheiterten. "Das alles geschah vor den Augen ihrer Kinder."

Besonders grausam: Der Flug legte keinen Zwischenstopp ein - für acht Stunden lag die Verstorbene in einem "atemlosen Schlaf" in ihrem Sitz.

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Erst als die Maschine in Frankfurt landete, wurde die zweifache Mutter aus dem Flugzeug geholt. Wegen gewisser Vorschriften musste sie in Deutschland bleiben, während ihr Mann Simon und ihre beiden Kinder, Emma und Nathan, nach England weiterreisten.

Doch selbst in diesen wahrscheinlich schlimmsten Stunden ihres Lebens sahen die Hinterbliebenen eine Sache positiv.

Spendenaktion sammelt tausende Pfund

"Obwohl es für die Familie extrem traumatisierend war, hatten alle Zeit, [Helen] zu sagen, was sie zu sagen hatten", berichtet Jeje.

Nichtsdestotrotz seien sie alle natürlich am Boden zerstört gewesen. "Dieser Verlust ist unvorstellbar. Helen war eine hingebungsvolle Ehefrau und Mutter. Sie war der Kleber, der ihre Familie zusammenhielt."

Im weiteren Text erklärt die Familienfreundin, warum sie die Spendenseite ins Leben gerufen hatte. Damit sollen der "Transport von Helens Leichnam von Deutschland nach Großbritannien" sowie die Beerdigung finanziert werden, Helens Ehemann unterstützt werden und ein "Vermächtnis zu Ehren von Helen" geschaffen werden.

Nach etwas mehr als einem Tag waren bereits mehr als 11.500 Pfund (rund 13.636 Euro) zusammengekommen. Mehr als 200 Leute hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits an der Spendenaktion beteiligt (Stand Montag, 15 Uhr).

Titelfoto: gofundme

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