Tragödie auf den Schienen: Deutscher Tourist stirbt bei Zugunglück
Bangkok (Thailand) - Am Mittwoch raste in Thailand ein Schnellzug ungebremst in einen umgestürzten Baukran. Dabei starben mehrere Menschen, darunter auch ein deutscher Tourist (†78).
Wie die thailändische Zeitung Thai Rath berichtet, kippte am Mittwochmorgen auf einer Baustelle ein massiver Stahlkran um, der für den Gleisbau eingesetzt wurde - nur Sekunden, bevor ein vorbeifahrender Zug heranraste. Der Zugführer hatte keine Chance zu bremsen.
Die Bahn entgleiste, mehrere Waggons wurden zerfetzt und es brach ein Feuer aus. Bei dem Unglück starben 32 Menschen, mehr als 60 wurden verletzt.
Unter den Opfern war auch der deutsche Tourist Friedrich Wilhelm, der von einem Stahlträger getroffen wurde, der durch das Dach des Zuges brach, wie seine Frau Taew Eimertenbrink aus dem Krankenhaus berichtete.
Sie selbst überlebte den Vorfall.
Das Paar war aus Deutschland zu Besuch
Das seit 40 Jahren verheiratete Paar war aus Deutschland zu Besuch und auf dem Weg nach Surin, dem Heimatort von Taew, als sich das Unglück ereignete.
Der Kran war für Bauarbeiten an einer Eisenbahnbrücke der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV) aufgestellt, die künftig Thailand über Laos mit China verbinden soll.
Warum der Kran umkippte, ist noch unklar und wird untersucht.
Titelfoto: Bildmontage: Lillian SUWANRUMPHA / AFP
