Minnesota (USA) - Ken Johnson aus dem US-Bundesstaat Minnesota war gerade dabei, neue Busfahrer auszubilden, als er plötzlich an einem brennenden Auto vorbeifuhr. Ohne zu zögern, eilte er zum Wrack, um einem im Fahrzeug eingesperrten Mann zu befreien.
Dass Johnson mal in eine solche Situation gerät, damit hätte er in seiner beruflichen Laufbahn als auszubildender Busfahrer wohl nicht gerechnet. Der Amerikaner war gerade mit seinen zwei Schülern auf der "25th Street" unterwegs, als die Gruppe plötzlich "auf einen Autounfall stieß, bei dem ein Fahrzeug in Flammen stand", berichtete Metro Transit in einem Facebook-Beitrag.
Sofort wies er seine Lehrlinge an, das Fahrzeug zu stoppen und die zuständige Leitstelle zu kontaktieren. Johnson bewies großen Mut, griff nach einem im Bus hängenden Feuerlöscher und rannte umgehend zu dem brennenden Auto. Als der Fahrlehrer an dem Wrack ankam, erblickte er einen bewusstlosen Mann hinter dem Steuer - eingesperrt.
Schnellstmöglich versuchte der Busfahrer, die verheerenden Flammen zu löschen. "Da sich die Türen nicht öffnen ließen, schlug ich mit dem Feuerlöscher eine kleinere Heckscheibe ein und erreichte den Fahrer gerade noch rechtzeitig", berichtetet der Amerikaner gegenüber CBS News.
Kurz darauf trafen die alarmierten Einsatzkräfte am Unfallort ein und befreiten den verletzten Autofahrer aus den Flammen.
Johnsons Rettungsaktion begeistert nicht nur seine Kollegen
Das gewaltige Ausmaß seiner Rettungsaktion sei Johnson erst bewusst geworden, als er mit seinen zwei Fahrschülern den Unfallort verlassen hatte.
"Auch wenn sein Handeln heldenhaft war, sieht Ken es als seine Pflicht als Busfahrer und Mitmensch an", schrieb Metro Transit. Für den Fahrlehrer und seine Auszubildenden war dieser Tag zumindest alles andere als gewöhnlich.
Für sein schnelles und mutiges Handeln wurde Johnson bei seinen Freunden und Kollegen als "Held" gefeiert. Der Busfahrer jedoch sehe das ganz anders. "Es ging um ein Menschenleben. Ich habe einfach getan, was ich konnte, um zu helfen", betonte er auf Facebook.
Die Rettungsaktion des Auszubildenden begeisterte nicht nur seine Arbeitskollegen und Freunde. "Nicht alle Helden tragen einen Umhang", kommentierte eine Userin unter dem Beitrag.