Zugunglück in Tschechien: Mehr als 50 Menschen verletzt
Zliv - Bei einem Zugunglück in Tschechien wurden am Donnerstagmorgen Dutzende Personen verletzt.
Gegen 6.15 Uhr ist in der Region Südböhmen, nahe der Stadt Zliv, ein Personenzug mit einem Schnellzug kollidiert, wie der Feuerwehr- und Rettungsdienst der Region mitteilte.
Infolge des Unglücks gibt es nach aktuellem Stand 40 Leichtverletzte sowie 17 Schwerverletzte zu beklagen.
Die übrigen Reisenden wurden evakuiert und mit Bussen zum Bahnhof der Stadt Budweis gebracht.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort.
Bild- und Videoaufnahmen vom Unglücksort zeigen, wie die zwei kollidierten Züge ineinander hängen.
Zugunglück in Südböhmen: Lokführer waren laut Polizei nicht alkoholisiert
Warum es zum Zusammenstoß der beiden Züge kam, war am Morgen noch unklar. Am Nachmittag gab die tschechische Polizei bekannt, dass die Arbeit der Spurensicherung vor Ort abgeschlossen wurde.
Zudem wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung der Öffentlichkeit eingeleitet.
Alkohol war offenbar nicht im Spiel. Beide Zugführer waren nicht alkoholisiert, wie ein Atemalkoholtest ergab, so die Polizei.
An beiden Zügen entstand infolge des Unfalls ein immenser Sachschaden in Höhe von 150 Millionen Kronen (umgerechnet rund 6,2 Millionen Euro).
Erstmeldung vom 20. November, 9.22 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 12.47 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: X/@HZS_jihocesky

