Verbraucherzentrale verrät: DAS ist die Mogelpackung des Jahres 2025

Hamburg - Das Ergebnis war eindeutig! Verbraucher haben die Mogelpackung des Jahres 2025 gewählt - es ist die Alpenmilch-Schokolade von Milka. Das Produkt erreichte bei der Abstimmung einen neuen Rekordwert.

Die Alpenmilch-Schokolade wurde zur Mogelpackung des Jahres 2025 gewählt.  © Verbraucherzentrale Hamburg und Canva.com

Seit zwölf Jahren führt die Verbraucherzentrale Hamburg mittlerweile die Umfrage durch, doch noch nie erreichte ein Produkt einen so hohen Stimmanteil. Von den 34.731 abgegebenen Stimmen fielen alleine 23.165 auf die Milka-Schokolade. Das macht einen Anteil von 66,7 Prozent.

"Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben ihrem Ärger mit großer Deutlichkeit Luft gemacht", erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Die subtile Reduzierung der Füllmenge bei Milka empfinden viele als dreiste Mogelpackung. Das Abstimmungsergebnis ist ein Denkzettel, wie man ihn deutlicher kaum geben kann."

Der Grund für die Entscheidung ist simpel: Hersteller Mondelez hatte Anfang 2025 die Tafel Schokolade dünner gemacht, dafür aber den Preis angehoben. Waren es vorher noch 100 Gramm für 1,49 Euro, waren es zu Jahresbeginn nur noch 90 Gramm für 1,99 Euro. Das entsprach einer Preiserhöhung von 48 Prozent.

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Den Kunden fiel das Vorgehen allerdings kaum auf, denn die Verpackung und das Aussehen blieben unverändert. Auch andere Milka-Sorten waren davon betroffen.

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Verbraucherzentrale Hamburg zerrt Milka-Hersteller Mondelez vor Gericht

Das Ergebnis der Abstimmung fiel eindeutig aus.  © Verbraucherzentrale Hamburg und Canva.com

Im April kommt der Fall sogar vor Gericht, wenn sich die Verbraucherzentrale Hamburg und die Mondelez Deutschland GmbH vor dem Bremer Landgericht wiedersehen.

Dort soll geklärt werden, ob die Reduzierung der Füllmenge irreführend war. Die Abstimmung hat ein eindeutiges Ergebnis geliefert, aber wird das Gericht auch so entscheiden?

Die Verbraucherzentrale fordert, wie in anderen Fällen auch, mehr Transparenz bei versteckten Preiserhöhungen. "Die Politik ist gefordert, endlich für echte Preiswahrheit im Supermarkt zu sorgen", erklärte Valet. "Die notwendige Transparenz entsteht bislang überwiegend durch die Arbeit der Verbraucherzentrale, durch das systematische Erfassen und Veröffentlichen von versteckten Preiserhöhungen in unserer Mogelpackungsliste."

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Was in anderen Ländern, wie Österreich oder Frankreich, bereits Pflicht ist, fehlt in Deutschland noch - der Hinweis auf die Shrinkflation, die versteckte Preiserhöhung. In Brasilien müssen Unternehmen diese sogar direkt auf der Verpackung kennzeichnen.

Das Abstimmungsergebnis im Überblick:

  • Milka Schokolade von Mondelez: 23.165 Stimmen (66,7 %)
  • Käse-Streusel Backmischung von Dr. Oetker: 7666 Stimmen (22,1 %)
  • XXL Schoko Hafer-Müsli von Kölln: 2060 Stimmen (5,9 %)
  • 3in1 Classic Kaffeesticks von Jacobs: 1692 Stimmen (4,9 %)
  • Penne Pomodoro Mozzarella von Knorr: 148 Stimmen (0,4 %)

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