Ministerium warnt vor tödlicher Newcastle-Krankheit in Sachsen-Anhalt

Von Sebastian Münster

Magdeburg - Nach Ausbrüchen in Brandenburg und Bayern warnt Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerium vor dem Risiko einer Infektion mit der hochansteckenden Newcastle-Krankheit bei Geflügel.

Die Erkrankung verläuft bei den Tieren in der Regel tödlich. (Symbolbild)
Die Erkrankung verläuft bei den Tieren in der Regel tödlich. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Gefährdungslage sei mit der ohnehin bereits seit dem vergangenen Herbst verstärkt grassierenden Geflügelpest vergleichbar, heißt es auf Anfrage.

Beide Viren zirkulierten aktuell bei Wildvögeln. Geflügelhalter seien dazu aufgefordert, die "Grundregeln der Biosicherheit" einzuhalten und besonders den Kontakt ihrer Tiere zu Wildvögeln zu vermeiden. Zudem müsse der Gesundheitszustand der Tiere gewissenhaft kontrolliert werden.

Für die Newcastle-Krankheit, die auch "atypische Geflügelpest" genannt wird, gilt für Geflügelhalter eine Impfpflicht.

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Vogelgrippe Geflügelpest bei zwei Wildvögeln in Regensburg festgestellt

Ende Februar hatte das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald über den bundesweit ersten Ausbruch der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg informiert.

Kurz danach folgten Ausbrüche in Bayern. Laut FLI gibt es aktuell 21 bestätigte Seuchenfälle. Die Erkrankung verläuft bei den Tieren in der Regel tödlich. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.

In Sachsen-Anhalt will das Landwirtschaftsministerium Mitte März mit Vertretern des Wirtschaftsverbandes Eier und Geflügel und der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt nun Möglichkeiten zur Verbesserung der Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen diskutieren, wie es weiter hieß.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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