Keine Schließung von Zwickauer Werk? VW-Chef Blume macht Hoffnung

Zwickau - Gibt es Hoffnung für das Zwickauer VW-Werk? Neue Aussagen von Konzernchef Oliver Blume (58) lassen aufhorchen.

VW-Konzernchef Oliver Blume (58) hat positive Nachrichten mitten in der VW-Krise.  © Julian Stratenschulte/dpa

Die drohende Schließung hängt wie ein Damoklesschwert über den Werkshallen in Mosel, seit vergangene Woche die Sparpläne des in die Krise geratenen Autobauers bekannt geworden sind. Nach Medienberichten soll in Zwickau 2031 Schluss sein. Auch die Werke in Emden, Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm stehen auf der Kippe.

Wie Oliver Blume nun der "Bild am Sonntag" sagte, wolle man Fabrikschließungen vermeiden. Es gäbe laut dem 58-Jährigen intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen. Erste Einsparungen an den deutschen Standorten würde schon Wirkung zeigen. "Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt", so der Konzernchef.

Zu den Sparplänen von VW gehört es unter anderem, dass die Produktionskapazitäten bis 2030 um eine Million Fahrzeuge gesenkt werden sollen und bis 2035 die Modellpalette halbiert würde. Dadurch soll kostengünstiger und effizienter produziert werden.

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Außerdem laufe es mit der neuen Elektroflotte sehr gut. In den ersten vier Wochen seien von der Einstiegsfamilie um den ID.Polo mehr als 50.000 Fahrzeuge verkauft worden. Blume: "Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen."

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Von einer Schließung des VW-Werks in Zwickau wären rund 100.000 Menschen betroffen.  © Jan Woitas/dpa

Kritik an Sparplänen

Eine Schließung des VW-Werks in Zwickau hätte nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeiter, die dann ihren Job verlieren würden, sondern auf die ganze Region. Nach ersten Schätzungen wären rund 100.000 Menschen betroffen. Während am Donnerstag in Wolfsburg der Aufsichtsrat tagte, gab es bereits Protestaktionen an allen sächsischen VW-Standorten, nicht nur in Zwickau, sondern auch im Motorenwerk in Chemnitz und vor der Gläsernen Manufaktur in Dresden.

Seit Bekanntwerden der Sparpläne hagelt es für Volkswagen Kritik von Politik und Gewerkschaft. So kündigte die IG Metall bereits an deutlichen Widerstand bei einer möglichen Werksschließung in Zwickau an.

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