Bevor Sperma "rostet": Neue Studie zeigt, warum häufiges Masturbieren gesund sein kann

Oxford - Gute Nachrichten für alle Vielspritzer: Eine neue Studie der angesehenen Oxford-Universität zeigt, dass häufiges Masturbieren die Qualität der Spermien verbessern kann.

Die Oxford-Forscher sind zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität des Spermas abnimmt, je länger es sich anstaut. (Symbolbild)
Die Oxford-Forscher sind zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität des Spermas abnimmt, je länger es sich anstaut. (Symbolbild)  © IMAGO / Ardea

Anhand der Samen-Daten von rund 55.000 Männern haben die Wissenschaftler untersucht, was mit dem Sperma passiert, wenn es länger im Hodensack vor sich hin schlummert.

Im Fachmagazin "The Conversation" stellten die Oxford-Forscher ihr interessantes Ergebnis vor: "Unsere neue Studie zeigt, dass bei Männern (und anderen männlichen Tieren) Spermien, die während der sexuellen Abstinenz gespeichert werden, tatsächlich 'altern' und sich in der Qualität verschlechtern."

Bei Männern, die sich längere Zeit nicht selbstbefriedigt haben, wurde festgestellt, dass ihre Spermien weniger beweglich und die DNA der Spermien häufiger beschädigt waren. Die Forscher sprechen dabei von einem "biologischen Rost", der bei den anstauenden Spermien ansetzt.

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Bedeutet im Umkehrschluss: "In Kombination mit unseren Ergebnissen deutet dies darauf hin, dass männliche Masturbation einen adaptiven Vorteil haben kann: Sie spült beschädigte, gespeicherte Spermien aus."

Die Forschungsergebnisse stellten die Oxford-Experten dabei in den Kontext von einem globalen Geburten- und Fruchtbarkeitsrückgang.

Titelfoto: IMAGO / Ardea

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