Alarmierende Zahlen: Mehr Ängste und Depressionen bei Mädchen seit Corona

Von Annett Gehler

Thüringen - Bei vielen jungen Menschen in Thüringen haben die Folgen der Pandemie zu zunehmenden psychischen Problemen geführt. Das belegt der Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit.

Im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sei ein besonders starker Anstieg von Angststörungen zu erkennen. (Symbolbild)
Im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sei ein besonders starker Anstieg von Angststörungen zu erkennen. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Die wissenschaftliche Studie fand bei Thüringer Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren einen besonders starken Anstieg von Angststörungen.

Demnach waren 2024 rund 72 von 1000 DAK-versicherten jugendlichen Mädchen deswegen ambulant oder stationär in Behandlung - insbesondere mit sozialen Phobien und Panikstörungen.

Hochgerechnet waren landesweit rund 2000 Teenagerinnen betroffen. Im Vergleich zum letzten Vorpandemie-Jahr 2019 entspreche das einem Anstieg um 42 Prozent.

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Die aktuellen Ergebnisse zeigten den Ernst der Lage und eine neue Dimension, erklärte Marcus Kaiser, DAK-Landeschef in Thüringen. Die leise Hoffnung auf einen Rückgang bei psychischen Erkrankungen sei nicht eingetreten.

"Ängste, Depressionen und Essstörungen begleiten viele junge Menschen inzwischen dauerhaft - vor allem Mädchen." Die Zahl jugendlicher Mädchen mit chronischen Angststörungen stieg der Untersuchung zufolge seit 2019 im Freistaat um 75 Prozent.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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