Von Sarah Knorr
Rosenthal am Rennsteig - Das Badeverbot wegen Blaualgen an einer Stelle des Bleilochstausees ist aufgehoben worden.
Nachdem das aktuelle Untersuchungsergebnis keine bedenklichen Werte mehr ergeben hatte, sei das Verbot am Montag außer Kraft gesetzt worden, hieß es vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz.
Das Badeverbot galt für rund zwei Wochen speziell für den Bereich zwischen Harra und Lemnitzhammer. Dabei handelte es sich um keine offizielle Badestelle, wie eine Sprecherin des Landratsamts des Saale-Orla-Kreises sagte. Die Blaualgen hatten sich an einer Stelle gebildet, wo die Saale in den See mündet und das Wasser nicht sehr tief ist.
Laut Landratsamt wurde an den offiziellen Badestellen Kloster, Saalburg Strandbad und Remptendorfer Bucht bei der jüngsten Kontrolle eine sehr gute Wasserqualität festgestellt. Die Wasserqualität am See werde wöchentlich kontrolliert.
Nichtsdestotrotz gibt es eine Badewarnung für die Uferbereiche rund um Saaldorf, wo sich die Grünfärbung und Eintrübung des Wassers verstärkt hätten.
Laborergebnisse am Donnerstag
"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei den vorhandenen Algen um die gesundheitsgefährdende Blaualge handelt, deswegen raten wir dringend vom Baden in diesem Bereich ab", erklärte der Leiter des zuständigen Gesundheitsamtes, Stephan Kümmerling.
Die Wasserproben seien an das Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz geschickt worden. Am Donnerstag werde mit den Laborergebnissen gerechnet.
Das Saaleufer in Saaldorf ist den Angaben nach keine offizielle Badestelle am Bleilochstausee, sondern sei eine Referenzmessstelle. Auf dem Wasserweg ist der Ort etwa zehn Kilometer flussaufwärts von Saalburg entfernt.
Blaualgen (Cyanobakterien) können Giftstoffe bilden. Sie können beim Menschen Haut-, Schleimhaut- oder Augenreizungen sowie Durchfall nach dem Verschlucken verursachen. Bei warmem Wetter und günstigen Umweltbedingungen können sich die Bakterien besonders stark vermehren.